CDU äußert sich zur Montagsrunde

Thema Verkehr bewegt die Gemüter

Neu-Isenburg - Es ist ein Thema, das immer wieder – im Wortsinn – viele Isenburger bewegt: der Verkehr.

Die Montagsrunde hatte sich anlässlich der Woche der Mobilität erneut damit befasst und neben lobenden Worten etwa fürs Stadtradeln auch kritisiert, dass der dominante Autoverkehr die Stadtentwicklung begrenze. Das lässt eine in Teilen alte Diskussion neu aufflammen. Die CDU-Fraktion etwa will die Äußerungen der Montagsrunde nicht unkommentiert lassen – und reagiert nun ihrerseits mit einer Pressemitteilung.

Es sei schon erstaunlich, „dass die Montagsrunde selbst positive Entwicklungen in der Stadt zum Anlass nimmt, um sich kritisch zu äußern“, meint Christine Wagner, Fraktionsvorsitzende der CDU. „Wir sind froh, dass die Straßenbahnendhaltestelle Neu-Isenburg erhalten bleibt und die Pendler weiterhin die Möglichkeit haben, dieses attraktive Verkehrsmittel zu nutzen.“ Es werde immer schnell vergessen, dass die Linienführung durchaus zur Frage stand, betont Wagner. Mit der Linie 17 werde es ab dem Fahrplanwechsel möglich sein, direkt zum Hauptbahnhof zu fahren – „vor allem für Berufspendler eine attraktive Neuerung“. Dennoch wünscht sich die CDU zusätzlich den Erhalt der Linie 14 ab Neu-Isenburg. „Viele Menschen nutzen die beliebte 14 für einen Ausflug nach Sachsenhausen oder zum Zoo. Der geplante Umstieg an der Station Louisa findet nicht viel Zuspruch bei den Fahrgästen.“

Positive Baustellen

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Ein Plädoyer für neue Wege

Es gibt aus CDU-Sicht auch Baustellen, über die man sich freuen dürfe: „Der Umbau der Endhaltestelle ist technisch notwendig, die Verlegung des Ein- und Ausstiegs nicht zu vermeiden“, schreiben die Christdemokraten. Diese haben sich nach eigener Aussage schon frühzeitig mit der Bitte an die Vertreter von traffiq gewandt, auch einen Fahrkartenautomat in Höhe der Brücke einzurichten. Dies sei aus Kostengründen abgelehnt worden. „Hier muss man schon darauf hinweisen, dass sich der Einfluss Isenburgs in Grenzen hält, wir sprechen hier von Frankfurter Gebiet und anderen Zuständigkeiten“, betont die CDU. Und unterstreicht, dass an dieser Stelle „in die Zukunft investiert wird – keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, wo alle sparen müssen.“ Dank diverser Interventionen des zuständigen Dezernenten Stefan Schmitt (CDU) werde nun die gesamte Haltestelle „modern umgebaut und keine Flickenschusterei betrieben“. Für die Barrierefreiheit habe sich die CDU lange eingesetzt.

Eine zurückgehende Zahl der Fahrgäste auf die Umbausituation zurückzuführen, halten die Christdemokraten für fragwürdig. „Immerhin ist die Zeit des Ersatzbusses vorbei, der ungleich länger für die Strecke benötigte, als die Straßenbahn“, schreiben sie. Ohne Nutzungseinschränkungen sei eine solch aufwendige Maßnahme eben nicht machbar.

Thema wird „kontinuierlich vorangebracht“

Für überflüssig hält die CDU den Wunsch der Montagsrunde nach einem regionalen Verkehrskonzept. Schließlich werde das Thema Verkehr in Isenburg unter Federführung des zuständigen Ersten Stadtrats Schmitt aus ihren Reihen „kontinuierlich vorangebracht“. Die Entlastung der Anwohner habe dabei oberste Priorität. „Wir wollen in Isenburg Wahlfreiheit und Chancengleichheit für alle Verkehrsteilnehmer. Wie schon in der Debatte zur Erschließung des Stadtquartier Süd deutlich gemacht wurde, schreiben wir keinem Bürger vor, wie er sich fortzubewegen hat“, betont die CDU. Zudem setzte man „mit dem Radverkehrskonzept wichtige Schwerpunkte für die Radfahrer und lassen uns dies auch gutes Geld kosten“, ergänzt der Bauausschussvorsitzende Jürgen Zepp.

Als Absurdität bezeichnet die CDU-Fraktion das Nachdenken der Montagsrunde über Abgaben für Parken auf öffentlichem Grund. „Die Autofahrer mit zusätzlichen Abgaben zu belasten wird es mit uns in Isenburg nicht geben“, so Wagner. „Autofahrer sind nicht die Melkkühe der Nation.“ Schließlich verweisen die Christdemokraten darauf, dass in Isenburg die Einführung eines Car-Sharing- und eines Fahrradverleihsystems geprüft werde – und zwar auf Initiative der Regierungskoalition aus CDU, FDP und FWG.

red

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