Die multikulturelle Stadt im Sucher

Neu-Isenburg ‐ Ihre Motive sind die Natur, die Menschen, die Stadt und seit kurzem auch Musikinstrumente. Anja Thomé ist die neue Stadtfotografin des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK). Von Katrin Stassig

Der Verein verleiht diesen Titel seit 2005 an einen Fotografen aus der Region und hat sich diesmal für eine Frau entschieden. Der Stadtfotograf – oder die Stadtfotografin – hat die Aufgabe, ein Jahr lang interessante Ereignisse oder Menschen in der Hugenottenstadt im Bild festzuhalten. Anschließend wird eine Auswahl der Fotos im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Anja Thomé lebt seit zweieinhalb Jahren in Neu-Isenburg. Auf der Suche nach einer neuen Stelle ist sie vom Bodensee-Raum ins Rhein-Main-Gebiet gekommen. Die gelernte Heilerziehungspflegerin arbeitet in einer Krabbelstube in der Hugenottenstadt. Sie selbst hat drei jugendliche Kinder, zwei Töchter und einen Sohn im Alter von 13 bis 17 Jahren.

Die Fotografie bezeichnet Anja Thomé als „eines meiner liebsten Hobbys“. Diesem widmet sie sich seit sieben Jahren, hat ihre Werke auch schon einige Male ausgestellt. Außerdem interessiert sich die 43-Jährige für Musik, Literatur und Malerei. Der Kontakt zum FFK ist über die Stadtbibliothek entstanden. Anja Thomé hatte gefragt, ob sie ihre Bilder dort ausstellen könnte. Bibliotheksleiterin Jutta Duchmann hat sie ans Forum weitervermittelt.

Als Stadtfotografin will Anja Thomé die Hugenottenstadt, in der sie sich schon sehr zuhause fühlt, noch besser kennen lernen. Ihre Idee ist es, Menschen zu fotografieren und sich mit den Religionen zu beschäftigen, die in der Stadt vertreten sind. Sie möchte mit Menschen aus diesen verschiedenen Religionen sprechen und sie fotografieren.  „Die Stadt ist ja sehr multikulturell“, stellt Anja Thomé fest. Mit ihrer Arbeit als Stadtfotografin möchte sie auch zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Während Anja Thomé ihre Arbeit aufnimmt, ist die des Stadtfotografen 2010 nahezu abgeschlossen. Marcus Stroh wird seine Bilder ab Ende Februar unter dem Titel „Stadtreise“ in der Stadtbibliothek ausstellen. Der Frankfurter versucht, Neu-Isenburg mit den Augen eines Besuchers zu sehen und den Einwohnern auf außergewöhnliche Art zu präsentieren, sei es in Farbe oder schwarz-weiß.

Die Vernissage findet am Dienstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr statt. Die Ausstellung ist dann bis zum 30. April zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen.

Rubriklistenbild: © Stassig

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