Für Jugend gegründet

Musikschule feiert 25-jähriges Bestehen

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Nicole Basadre (vorne) begleitet die Kindergruppen mit der Flöte bei ihren Darbietungen. Bei seiner Gründung 1993 trug der Trägerverein noch den Namen „Jugendmusikschule Neu-Isenburg “. Heute wie damals lernen Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene in der alten Goetheschule verschiedenste Instrumente.

Neu-Isenburg - Vergessen sind die bescheidenen Anfänge – was zählt, ist die heutige Situation. Das war der Tenor beim großen Tag der offenen Tür aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Musikschule Neu-Isenburg. Von Leo F. Postl 

Dabei konnte nicht nur jedermann Instrumente ausprobieren, auch der Nachwuchs beeindruckte mit seinem Können. In den Räumen der ehemaligen Goetheschule standen die Türen, vielmehr die Instrumentenschränke, offen und die Dozenten standen für Gespräche zur Verfügung. Und vielleicht das Wichtigste: Schülerinnen und Schüler der Musikschule zeigten ihr Können. Da staunten oft nicht nur die Eltern, zu welchen „Stars“ sich die Kinder auf der Bühnen entwickeln können.

Die Gründung der Musikschule Neu-Isenburg geht auf die 70er Jahre zurück. Damals war sie im Bund für Volksbildung organisiert. Nach dessen Auflösung wurde Anfang der Neunziger Jahre zunächst der Verein „Jugendmusikschule Neu-Isenburg“ gegründet. Man wollte insbesondere dem Nachwuchs eine Möglichkeit geben, sich musikalisch zu betätigen – sei es mit einem Instrument oder gesanglich. Der Pianist Christoph Sänger wurde als erster Leiter der Jugendmusikschule engagiert und am 1. Februar 1993 begann der geregelte Unterrichtsbetrieb. Die Geschäftsstelle der Jugendmusikschule befand sich zur Anfangszeit in einem kleinen Ladengeschäft in der Kronengasse 18.

„Damals waren es bereits rund 500 Kinder und Jugendliche, die Angebote der neugegründeten Jugendmusikschule wahrgenommen haben“, beschreibt Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel den erfolgreichen Weg. Der Unterricht fand damals in der Hugenottenhalle, dem Haus der Vereine, im Haus zum Löwen und auch in den Räumen der Albert-Schweitzer-Schule statt.

Im April 1997 wurde Thomas Peter-Horas Leiter der Jugendmusikschule. „Damals waren es rund 550 Kinder und Jugendliche, die von 27 Lehrkräften unterrichtet wurden“, erinnert sich Peter-Horas. Die wichtigsten Ziele waren zunächst die Konsolidierung des Haushalts sowie die Entwicklung und Neustrukturierung der Schule im Hinblick auf eine Mitgliedschaft im Verband deutscher Musikschulen (VdM). In Zusammenarbeit mit dem Vorstand, den Musikpädagogen und der sehr engagierten Verwaltungsmitarbeiterin Sigrid Müller konnten diese Ziele in kurzer Zeit umgesetzt werden. „In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Musikschule Neu-Isenburg zu einer musischen Bildungseinrichtung entwickelt, die nicht mehr aus dem kulturellen Leben unserer Stadt wegzudenken ist“, lobt Bürgermeister Hunkel das Engagement von Chören, Gruppen und Solisten bei öffentlichen Veranstaltungen.

Wie werde ich Hörakustiker/in?

Derzeit nehmen jährlich weit über 1300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Unterrichtsangebote unserer Musikschule wahr“, sagt der langjährige Leiter Peter-Horas. Diese Entwicklung ist auch wesentlich auf Joachim Großpersky zurückzuführen, der den Verein seit 2002 als Vorsitzender vertritt. „Die Musikschule ist nämlich keine kommunale Institution, sondern eine öffentlich geförderte Bildungseinrichtung in der Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins“, betont Großpersky.

Diese Unterscheidung ist den musizierenden Jüngsten jedoch herzlich egal. Sie legen sich beim großen Kinderkonzert mächtig ins Zeug und zeigen unter dem Motto „Wenn ich einmal groß bin“, welche Berufe sie gerne ergreifen möchten.

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