Spende für NABU-Naturschutzprojekt lässt Beeren, Äpfel und Kräuter wachsen

Naschgärten und Foto-Nistkästen für Neu-Isenburger Kitas

Die NABU-Ortsgruppe hat festgestellt, dass in den Gärten der Kitas meist nur pflegeleichtes Grün vorhanden ist. Eine Ausnahme ist die neue Kita Birkengewann, deren Außengelände hier zu sehen ist. Dort gebe es schon gute Ansätze, die aber auch noch um weitere Kräuter, Beerensträucher und Obstbäumchen ergänzt werden sollen. 	Foto: postl
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Die NABU-Ortsgruppe hat festgestellt, dass in den Gärten der Kitas meist nur pflegeleichtes Grün vorhanden ist. Eine Ausnahme ist die neue Kita Birkengewann, deren Außengelände hier zu sehen ist. Dort gebe es schon gute Ansätze, die aber auch noch um weitere Kräuter, Beerensträucher und Obstbäumchen ergänzt werden sollen. Foto: postl

Neu-Isenburg – Naschgärten für die Kitas: Die NABU-Ortsgruppe möchte erreichen, dass in den Außenanlagen von Neu-Isenburger Kindergärten essbare Früchte gedeihen und hierzu Beerensträucher und Obstbäume pflanzen. Da diese nicht erst in einigen Jahren Früchte tragen sollen, müssen sie in ausreichender Größe beschafft werden. Ein Projekt, das dem NABU-Vorsitzenden Heinz Kapp sehr am Herzen liegt und das Kinder schon früh für eine gesunde Natur begeistern soll.

Wichtig sei, dass die Kinder kennenlernen, was essbar ist. Das geht anfangs aber immer nur nach Anweisung. Dabei dürfen runde, rote, verlockende Johannisbeeren nicht mit den im Wald wachsenden runden, roten Früchten der abgeblühten Maiglöckchen verwechselt werden. Denn diese sind giftig. Die Botschaft: „Nicht alles, was rund und rot ist, ist auch essbar! Wenn man nicht ganz sicher ist, muss man fragen oder die Früchte in der Natur lassen. Das zu lernen, ist wichtig.“

Der NABU hat festgestellt, dass in den Gärten der Kindereinrichtungen meist nur pflegeleichtes Grün vorhanden ist. Eine Ausnahme sei die neue Kita Birkengewann. Dort seien schon gute Ansätze, die aber noch um weitere Kräuter, Beerensträucher und Obstbäumchen ergänzt werden sollen. Die NABU-Aktion beginnt in der genannten und in der Kita Eschenweg. Bilder vom Pflanzen der Gewächse wird man dann im Frühjahr sehen können, wenn die jeweiligen Kinder beim Graben, Setzen und Angießen helfen. Es sollen Johannisbeere, Apfel, Birne, Kräuter und Gewürze gepflanzt werden. Auch sollen Schildchen mit Bild und Hinweisen an den Pflanzen die Verwendung erläutern, zum Beispiel als Gewürz, als Tee oder zum Verzehr.

Dass Neu-Isenburgs Nabu-Ortsgruppe dieses nächste Naturschutzprojekt angehen kann, ist auch dem in Zeppelinheim ansässigen Energieversorger Eprimo zu verdanken. Denn die Weihnachtsspende des Ökostrom- und Ökogasanbieters in Höhe von 5000 Euro ging an die NABU-Ortsgruppe. Das haben sich die Eprimo-Mitarbeiter so gewünscht und unterstützen damit gezielt „grüne“ Projekte in der Region. „Das Team hat sich bewusst für ein Naturschutzprojekt entschieden und im Rahmen einer Mitarbeiterumfrage den NABU als Wunschkandidaten gewählt“, berichtet Eprimo-Geschäftsführer Hans-Martin Hellebrand. Durch die Spende wird auch die Ausstattung Isenburger Kindergärten und Schulen mit jeweils einem Nistkasten ermöglicht. Dank einer Kamera mit Fernübertragung kann dann das Brutgeschäft aus den Unterrichtsräumen heraus beobachtet werden, ohne zu stören.

Zu den wichtigsten Aufgaben der NABU-Ortsgruppe gehört die Pflege der beiden Naturschutzgebiete Bruch von Gravenbruch und Gehspitz. Aber auch das Amphibienschutzgebiet Fischer-Lucius wird betreut. Zudem wird über Vögel, Igel, Fledermäuse, Amphibien, aber auch insektenfreundliche Gärten beraten. Der örtliche NABU wirkt in verschiedenen Arbeitsgruppen in der Stadtverwaltung mit: Umweltschutz, Klimaschutz, Radverkehr, Stadtgrün und Stadtplanung.

Seit Jahrzehnten führt der NABU außerdem auch eine Naturschutzjugend, immer vom achten bis zum 18. Lebensjahr – ganz praktische Umweltbildung also, die zudem ergänzt wird mit gelegentlichem Unterricht in Schulen oder kleinen Veranstaltungen in Kindergärten.

Auch für 2021 plant die Ortsgruppe bereits, wenn auch bei den Terminen noch unter Corona-Vorbehalt. Bereits angesetzt ist beispielsweise für Samstag, 13. Februar, ein Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Gehspitzweiher, und für Sonntag, 16. Mai, eine vogelkundliche Führung in der Feldgemarkung Baierhansenwiesen, die die Isenburger gemeinsam mit Sprendlinger Engagierten organisieren.  (hov)

Infos im Internet

nabu-neu-isenburg.de

Eprimo-Sprecher Jürgen Rauschkolb (rechts) überbrachte Heinz Kapp von der Isenburger NABU-Ortsgruppe die Nachricht von der Spende.

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