NABU pflanzt mit dem Nachwuchs Beeren, Äpfel und Kräuter

Naschgarten für Neu-Isenburger Kitas

Es wird gewerkelt, gebuddelt und gelacht beim Setzen von Bäumchen und Beerensträuchern an der Kita Birkengewann: Mit viel Eifer helfen die Jungen und Mädchen den Fachleuten von NABU-Ortsgruppe und Blumen Pfeiffer beim Graben, Setzen und Angießen. Bei einer weiteren Aktion in drei Wochen folgen Kräuter und Zierblumen.
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Es wird gewerkelt, gebuddelt und gelacht beim Setzen von Bäumchen und Beerensträuchern an der Kita Birkengewann: Mit viel Eifer helfen die Jungen und Mädchen den Fachleuten von NABU-Ortsgruppe und Blumen Pfeiffer beim Graben, Setzen und Angießen. Bei einer weiteren Aktion in drei Wochen folgen Kräuter und Zierblumen.

Pflanzen, gießen, ernten, probieren: Der Naschgarten, der an der Kita Birkengewann entsteht, ist für den Nachwuchs in vielerlei Hinsicht lehr- und erlebnisreich. Die NABU-Ortsgruppe möchte mit dem Projekt erreichen, dass in den Außenanlagen von Neu-Isenburger Kindergärten essbare Früchte gedeihen und hierzu Beerensträucher und Obstbäume pflanzen.

Neu-Isenburg - Für das Pilotprojekt wurden zwei Kitas ausgewählt: Neben der Einrichtung im Birkengewann, wo es nun mit einer gemeinsamen Pflanzaktion so richtig los gegangen ist, bekommt auch die Kita Eschenweg einen Naschgarten.

Was gibt es schöneres (nicht nur) für Kinder, als frische Beeren, Kirschen oder auch Äpfel zu pflücken und diese gleich zu verzehren? Auch frische Kräuter, die mit ihrem Duft schon verlockend wirken, sind eine besondere Gabe der Natur. Dies alles dort in Einklang zu bringen, wo sich Kinder aufhalten, ist das Ziel. Statt eines Beetes mit pflegeleichtem Begleitgrün, wie sonst oft üblich, sollen nun Johannisbeere, Apfel, Birne, Kräuter und Gewürze gepflanzt werden. Auch sollen Schildchen mit Bild und Hinweisen an den Pflanzen die Verwendung erläutern, zum Beispiel als Gewürz oder als Tee.

Nun darf man auf städtischem Grund, dazu gehört auch die Fläche der Kita Birkengewann, nicht nach eigenem Gutdünken irgendwelche Pflänzchen so einfach irgendwohin pflanzen, es muss auch hier alles seine Ordnung haben. Also gab es bereits im Herbst eine Ortsbegehung mit Stadt-Biologin Hildegard Dombrowe, Kitaleiterin Katarzyna Marx und Heinz Kapp vom NABU.

Dabei wurde ausgelotet, welche Pflanzen an bestimmten Standorten, abhängig von Größe und Sonneneinstrahlung, am besten gedeihen könnten. Danach entwarf Dombrowe einen Pflanzplan. „Hier in dieser ganz neu gebauten Kita brauchten wir weniger auf den Boden zu achten, denn der ist ja noch nicht sonderlich verwurzelt, sondern konnten ganz gezielt nach den vorhandenen Flächen die Bepflanzung auswählen“, erklärt Kapp.

Jetzt war es endlich soweit: Das Fahrzeug von Blumen Pfeiffer fuhr an der Kita vor, voll beladen mit Bäumchen und Sträuchern. Der Gartenbaubetrieb hatte die Pflanzen im Auftrag des NABU besorgt. „Die Zusammenarbeit mit Blumen Pfeiffer hat sich für uns schon seit Jahren bestens bewährt“, lobt Kapp den an der Friedhofstraße ansässigen Betrieb. Mittlerweile kamen die Kinder der Nachmittagsbetreuung nach draußen und standen erwartungsvoll am Zaun – alle wollten mithelfen und fingen schon mal an zu graben. „Kinder, Euer Eifer ist lobenswert, aber so einfach geht das nicht, wir haben einen Plan“, bremste Mathias Pabst und verwies auf einen Plan mit dem Grundriss des Grundstücks und der genauen Anleitung, was wo gepflanzt werden soll. „Wir haben hier und da eine kleine Änderung vorgenommen und beispielsweise die Stachelbeere durch einen Strauch ohne Stacheln ersetzt – dies gilt auch für die Brombeere“, verwies Kapp auf die Vermeidung von Verletzungen. Gerne hätte der Naturschützer auch den einen oder anderen Bambus- oder Hartriegelstrauch wieder ausgegraben, denn davon gibt es seiner Ansicht nach zu viel auf dem Gelände. Aber was schon grünt, soll auch weiterhin wachsen dürfen.

Kirsche, Apfel und Pflaume lieben die Sonne, also wurde ein sonniger Standort für Apfelbäumchen und Süßkirsche gewählt. Die Brombeere und Himbeere kommen auch mit Halbschatten gut zurecht, auch für die fand man ein geeignetes Plätzchen. Egal was gepflanzt wurde, die Kinder waren mit großem Eifer dabei. „Und wann können wir die Himbeeren essen?“, wollte Greta wissen. Das wird zwar noch ein Weilchen dauern, doch die Vorfreude ist ja auch eine spannende Sache.

In rund drei Wochen steht die nächste Aktion an, dann werden Kräuter und Zierblumen gepflanzt. Darunter sind mehrjährige Pflanzen wie Rosmarin, Liebstöckel oder Salbei. Für die Frische-Küche gibt es Saisonkräuter wie Schnittlauch, Oregano oder Sauerampfer. Entlang des Nordzauns werden Traubenstöcke gesetzt. „In ein, zwei Jahren wird das hier ein richtiges Naschgarten-Paradies“, freut sich Kapp schon aufs erste Vorzeigeprojekt.  (lfp)

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