Erfolgsgeschichte

Neu-Isenburger feiern ihr Weinfest trotz Dusche von oben

Zur Eröffnung des Weinfestes spielen Blasmusiker aus Bad Vöslau auf. Mit dabei ist auch die Groß-Umstädter Weinkönigin Jana I. mit ihren Prinzessinnen Imke und Ariana, umrahmt vom Bad Vöslauer Bürgermeister Christoph Prinz und seinem Neu-Isenburger Amtskollegen Herbert Hunkel sowie Kommunalpolitikern. Fotos:postl

Das 28- Neu-Isenburger Weinfest war trotz instabilem Wetters gut besucht.

Neu-Isenburg - Es ist Freitagabend und noch gut eine Stunde hin bis zur Eröffnung des 28. Neu-Isenburger Weinfestes, aber die meisten Plätze im „Weindorf“ auf dem Rosenauplatz sind bereits besetzt. 

Die Isenburger scheinen wieder darauf gewartet zu haben, sich mit Freunden bei lauschigen Temperaturen in geselligen Runden zu treffen, um bei „Wein, Weib und Gesang“ ein paar fröhliche Abende zu verbringen. „Wir haben viele Stammgäste und wenn mal jemand nicht kommen kann, dann entschuldigt er sich sogar“, weiß Karl Kulick, Vertreter der Odenwälder Weininsel Groß-Umstadt. Vor 28 Jahren hatte der engagierte Dieter Staak das erste Weinfest organisiert und seitdem ist es zu einer wahren Erfolgsgeschichte geworden.

Weinfest in Neu-Isenburg: beste Stimmung

Die Band Capones sorgt mit Hits, Oldies und Country für beste Stimmung. Dann wird sie von Blasmusik abgelöst – es sind die musikalischen Botschafter aus Bad Vöslau. Auch die österreichische Partnerstadt ist mit ihrem Stand ein fester Bestandteil des Weinfestes. Diesmal wird das 40. Verschwisterungsjubiläum gefeiert und da sind die Bad Vöslauer – wie berichtet – mit großer Abordnung in die Hugenottenstadt gekommen. Bürgermeister Herbert Hunkel heißt neben seinem Amtskollegen Christoph Prinz weitere Repräsentanten sowie viele Freunde willkommen: „Ich freue mich immer, wenn wir unsere guten Freunde aus Bad Vöslau begrüßen können, diesmal sind auch neue Gesichter dabei.“

Noch bis Sonntag kann zur Livemusik ausgiebig getanzt werden. Heute spielt ab 18 Uhr die Purling Brooks Band.

Dann fallen erste Regentropfen und Bad Vöslaus Bürgermeister Christoph Prinz erinnert an das Motto seiner Stadt „Wein, Wald und Wasser“. Doch damit ist nicht Nass von oben, sondern aus tiefen Quellen gemeint. „Wir liefern unsere Mineralwasser auch nach Neu-Isenburg – aber ordentlich abgefüllt in Flaschen“, scherzt Prinz. Zum Wasser erinnert sich Landrat Oliver Quilling: „Ich durfte ja als Bürgermeister hier 14-mal dieses Weinfest eröffnen und mindestens sieben Mal hat es geregnet – aber der Stimmung überhaupt keinen Abbruch getan.“ „Wir lassen uns die Freude am Weingenuss dadurch nicht trüben“, sagt auch die Groß-Umstädter Weinkönigin Jana I., die mit ihren Prinzessinnen Imke und Ariane zur Eröffnung gekommen ist.

Regen schadet der Besucherzahl beim Weinfest nicht

Dann öffnet der Himmel erst einmal seine Schleusen und lässt alle noch kuscheliger zusammenrücken. Kaum ein Besucher geht nach Haus – und wird belohnt. Nach der kräftigen Regendusche wird noch lange gefeiert. Richtig proppenvoll ist es dann am Samstag. Zu den Rhythmen des Big T Trio wird fröhlich getanzt.

An den 15 Weinständen gibt es wieder Weine aus vielen Anbaugebieten Deutschlands, von der Odenwälder Bergstraße über Rheinhessen bis zur Mosel. Am Stand von Bad Vöslau empfehlen sich der Zweigelt und Grüner Veltliner – oder, wer es besonders feierlich“ mag, die „Waldandacht“.

Musikalisch und kulinarisch etwas geboten

„Bei uns geht der Kerner recht gut, aber auch Sauvignon blanc und Riesling Spätlese trocken. Aber Vorsicht, die Weißweine des Jahrgangs 2018 haben es in sich“, verweist Karl Kulick auf Alkoholprozente von bis zu 14,5 Prozent. Trockenheit und Sonne haben zu recht hohen Öchslegraden geführt – und 2019 dürfte es ähnlich kommen. Für entsprechende „Unterlagen“ sorgen verschiedene Essensstände.

Neben dem Weinfest lohnt auch der Besuch der Kunstausstellung in der Hugenottenhalle. Dort zeigt der griechische Künstler Nikos Samartzidis seine Arbeiten unter dem Motto „Reading the past“ (Bericht folgt). Das 28. Weinfest geht noch bis Sonntag. Am Wochenende ist wieder der Lions Club mit einem Tombola-Stand zugunsten der Kinderhilfestiftung mit dabei.

VON LEO F. POSTL

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