Besuch bei „Netzwerk Elternbegleitung“

Basteln mit Ministerin

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Ein großes Aufgebot an Medienvertretern aus dem ganzen Land begleitete den Besuch von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (rechts, in Rot) im Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße beim Projekt „Netzwerk Elternbegleitung“.

Neu-Isenburg - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist bei ihrem Besuch im Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße ganz nah mit dem Nachwuchs in Kontakt gekommen.

Bürgermeister Herbert Hunkel nutzte die Gelegenheit für die Forderung, der Bund solle bei der Kinderförderung die Kommunen direkter unterstützen.
„Ist das die Tante, die uns heute besuchen will?“, fragt die kleine Amira, als sich die Tür zur Bastelwerkstatt öffnet und eine Dame im roten Kostüm den Raum betritt, gefolgt von einem Tross aus Medienvertretern. „Hallo ihr Lieben, wie geht es euch?“, fragt die Besucherin. Dass dies die Bundesfamilienministerin ist, ist den Kindern am Basteltisch nicht so wichtig. Sie freuen sich vielmehr, dass die fremde Frau sich zu ihnen setzt und mit werkelt.

Seit 2017 unterstützt das Bundesfamilienministerium an 47 Standorten lokale Elternbegleitungsnetzwerke, die Beratungs- und Begleitungsangebote für geflüchtete Familien und Familien mit Migrationshintergrund entwickeln und umsetzen. Als Teil ihrer Sommertour durch Hessen, Bayern und Sachsen macht die Ministerin Dr. Franziska Giffey nun am Mittwochnachmittag in Neu-Isenburg Station, um sich vor Ort ein Bild zu machen vom von der Bundesregierung geförderten und im Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße umgesetzten Programm „Elternchance“. Gerade die Aspekte Flüchtlingsarbeit und Integration waren für sie ein besonderer Grund, die Hugenottenstadt zu besuchen – schließlich gab es hier über Monate eine Erstaufnahmeeinrichtung.

Nach der Bastelaktion mit den Kindern, bei der die Ministerin noch eine Schatztruhe mit vielen Spiel-Utensilien und ein XXL-Spielhaus überreicht, tauscht sich Giffey mit den Müttern am runden Tisch des Elterncafés aus. Alle haben einen Migrationshintergrund in ihrer Familie, doch sie fühlen sich, wie sie sagen, in Isenburg sehr gut aufgenommen. Während die Eltern sich bei Kaffee oder Tee treffen, um Alltagsproblem auszutauschen, sich gegenseitig Tipps geben oder gar helfen, ein Formular auszufüllen, werden die Kinder beim Basteln betreut.

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Giffey berichtet von den Plänen der Bundesregierung, 5,5 Milliarden Euro in die Kinderförderung zu investieren. An diesem Punkt hakt Bürgermeister Hunkel ein und fordert, dieses Geld mehr den Kommunen direkt zukommen zu lassen. „Wir hier in Neu-Isenburg sind schon gut aufgestellt und tun mehr, als das Gesetz vorschreibt, aber wir könnten noch besser sein, wenn wir mehr Unterstützung seitens des Bundes hätten“, betont Hunkel. (lfp)

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