„Ein deutlicher Schritt nach vorne“

Brüder-Grimm-Schule den lang ersehnten Ganztags-Status

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Toilettengebäude weg, Verpflegungseinrichtung hin: An der Brüder-Grimm-Schule laufen die Bauarbeiten zwischen Turnhalle und Schulgebäude auf Hochtouren, derzeit wird das Fundament für die neue Mensa gegossen. 

Aufbruchstimmung an der Waldstraße: Mit „gleich zwei großen Neuigkeiten“ warten diese Woche Joachim Bremer, Leiter des Hauptschulzweigs und der Förderstufe, und weitere Vertreter der Brüder-Grimm-Schule auf.

Neu-Isenburg – Erstens: Nach beharrlichem Bemühen darf die Haupt- und Realschule mit Förderstufe ab dem kommenden Schuljahr endlich ins „Profil 2“ der Schulen mit Ganztagsangeboten wechseln. Und zweitens: Das lange Warten auf die Baugenehmigung hat ein Ende, der Kreis Offenbach als Schulträger hat mit den Arbeiten für den neuen, ebenfalls lang ersehnten Mensabau begonnen. „Das ist für unsere Schule natürlich ein deutlicher Schritt nach vorne und gibt uns ganz neue Möglichkeiten“, freut sich Bremer. Wenn er sich nun die Perspektive fürs nächste Schuljahr anschaue, dann habe er „ein großes Grinsen im Gesicht“.

Nachdem die Lehranstalt lange auf eine eigene Mensa gewartet hatte, sei dann jetzt „auf einmal alles sehr schnell gegangen“, berichtet Lehrer-Kollege Jonas Volz. Innerhalb von zwölf Monaten soll die neue Mensa auf dem Schulgelände der BGS entstehen. „Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange und das Projekt geht zügig voran“, so Volz. Nachdem der Flachbau, der das ehemalige Toilettengebäude beherbergte, bereits Anfang Februar abgerissen und dann das Fundament gelegt wurde, geht es nun mit dem eigentlichen Bau los. Im Frühjahr 2020 soll dann die rund 2,1 Millionen Euro teure Mensa eröffnet werden, in der bis zu 96 Schüler Platz finden. Schulkiosk und Toiletten werden ebenfalls ihren Platz in dem 366 Quadratmeter großen, eingeschossigen Neubau finden.

Während der Baumaßnahmen verbringen die Schüler ihre Pausen auf dem Schulhof an der Beethovenstraße und nutzen neu installierte Toilettenhäuser. Schwere Arbeiten sollen hauptsächlich am Nachmittag stattfinden, damit der Unterricht so wenig wie möglich von Baulärm beeinträchtigt wird.

Und auch beim Thema Nachmittagsbetreuung tut sich viel: Denn ab dem kommenden Schuljahr wird die BGS eine Schule mit Ganztagsangeboten im „Profil 2“ sein. „Ein Anliegen, das wir schon sehr viele Jahre lang mit uns tragen“, kommentiert Bürgermeister Herbert Hunkel. Vor zwei Wochen hat die Schule den ersehnten Bescheid erhalten.

Konkret bedeutet dies, dass es an allen fünf Schultagen freiwillige Betreuungsangebote von 7.30 bis 16 Uhr gibt. Von Montag bis Freitag können Schüler somit kostenlos Arbeitsgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung und auch Sport- und Spielgruppen besuchen. Darunter gibt es viele Angebote wie etwa die Hip-Hop-Tanz-, Holzwerkstatt- oder Kletter-AG. In Kooperation mit dem benachbarten Jugendcafé gibt es außerdem eine Koch- und eine Schulband-AG. Vor der Schule können die Schützlinge in die Frühbetreuung gehen und nach dem Unterricht zum Mittagessen. „So kann sich jedes Kind das richtige für sich raussuchen und ein vielfältiges Angebot an Betreuungsmöglichkeiten und Aktivitäten in Anspruch nehmen“, so die Schulleitung.

Derzeit ist das BGS-Team um Lehrer Ömer Gündüz dabei, eine „Arbeitsgruppe Ganztag“ zusammenzustellen, die ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Zwei Jahre lang hat die Lehranstalt jetzt Zeit, um einen umfangreichen Kriterienkatalog zu erfüllen. Eine Aufgabe, für die man sich aber bestens gewappnet sieht: „Wir machen ja die ganze Zeit schon deutlich mehr, als im Profil 1 vorgesehen“, sagt Joachim Bremer. „Ich behaupte, wir erfüllen bereits jetzt etwa 80 Prozent der Kriterien, kooperieren beispielsweise mit Vereinen und bieten Hausaufgabenbetreuung.“ Der Wechsel ins „Profil 2“ biete der Schule aber künftig ganz neue, bessere Möglichkeiten – beispielsweise mehr Personal.

Von Barbara Hoven

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