Nicht länger warten

Ausbau der Anschlussstelle Dreieich an der A661 gefordert 

Neu-Isenburg -  Das Projekt liegt auf dem Gebiet der Nachbarstadt. Doch der Ausbau der Anschlussstelle Dreieich an der A661 ist von besonderer Bedeutung für Neu-Isenburg – auch gerade im Bezug auf die Regionaltangente West (RTW). Von Holger Klemm 

Deshalb will die Stadt eine Verschiebung der Maßnahme nicht hinnehmen. Bürgermeister Herbert Hunkel misst dem Ausbau höchste Priorität für Neu-Isenburg und das Land Hessen bei. In einem Schreiben an Staatssekretär Mathias Samson unterstreicht er noch einmal die Dringlichkeit und bittet das Land, die beabsichtigte Verschiebung der Maßnahme zu überdenken. Der Rathauschef findet deutliche Worte: „Wir können nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten. Der Ausbau der Anschlussstelle wurde bereits für Anfang des Jahres in Aussicht gestellt. Dass jetzt die Pläne zurückgestellt werden, hat weitreichende Auswirkungen auf mehrere überregionale Projekte wie den Bau der Regionaltangente West (RTW) sowie die Einhaltung des Luftreinhalteplanes und Lärmaktionsplanes des Landes Hessen.“

Mit dem Bau der Ampelanlage an der Dreieicher Anschlussstelle vor einigen Jahren hätten sich die dortigen Verkehrsverhältnisse deutlich verbessert. Aus Sicht der Stadt wurden damit auch die Voraussetzungen für die Verlegung der Umleitungsstrecken U69 und U56 der A3, die bislang durch Neu-Isenburg führen, und für die Einrichtung eines Lkw-Durchfahrverbotes in der Friedhofstraße in Neu-Isenburg geschaffen.

In dem Schreiben verweist Hunkel darauf, dass die RTW eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen des Landes sei. Für eine reibungslose Umsetzung und den Betrieb der RTW seien aber die Verlegung der Umleitungsstrecken und ein Lkw-Durchfahrtverbot von großer Bedeutung. Mit der Entlastung der Friedhofsstraße könne ein deutlich verbesserter Verkehrsablauf und damit verbunden ein störungsfreier Betrieb der RTW erwartet werden. Durch das Fahrverbot könne auch die Lärmbelastung dort reduziert werden, unter der die Anwohner seit Jahren leiden.

Dafür müsse aber die Anschlussstelle Dreieich umgebaut werden, betont Hunkel weiter. Geplant sind Verbesserungen an der Abfahrtsrampe aus Richtung Frankfurt, um mehr Platz für die Autos zu schaffen. Nur so könne der Verkehr künftig südwestlich an Neu-Isenburg vorbei geleitet werden. Das Vorhaben genieße momentan aber keine hohe Priorität im hessischen Verkehrsministerium.

Lieferwagen auf A661 bei Dreieich in Flammen: Bilder

„Darüber hinaus sind diese beiden Maßnahmen aufgrund ihrer positiven Wirkung Bestandteil des Hessischen Luftreinhalte- und des Lärmaktionsplans und demzufolge auch für das Land von großer Bedeutung“, heißt es in dem Schreiben an den Staatssekretär weiter. Ein Fahrverbot für Laster in der Friedhofstraße trägt nach Meinung von Hunkel dazu bei, die gestellten Klimaziele zu verwirklichen. „Eine dringende Umsetzung ist daher geboten beziehungsweise es müssen die dafür erforderlichen Voraussetzungen zeitnah geschaffen werden“, so der Bürgermeister weiter.

Sollten vonseiten des Landes weiterhin Bedenken gegen den Umbau der Anschlussstelle bestehen, bittet die Stadt um alternative Überlegungen, um die wichtigen Maßnahmen – wie versprochen – schnell zu realisieren.

Rubriklistenbild: © Archiv: zcol

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