Privater Sicherheitsdienst

City-Streife in Neu-Isenburg zeigt Wirkung

Sie unterstützen Polizei, Ordnungsamt und Streetworker im Sommer bei den nächtlichen Kontrollen: Michael Aufleger (links) und Florian Kassel vom Rhein-Main Sicherheitsdienst aus Hainburg gehen auch in Neu-Isenburg auf Streife.
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Sie unterstützen Polizei, Ordnungsamt und Streetworker im Sommer bei den nächtlichen Kontrollen: Michael Aufleger (links) und Florian Kassel vom Rhein-Main Sicherheitsdienst aus Hainburg gehen auch in Neu-Isenburg auf Streife.

Wenn es am Wochenende in Neu-Isenburg dunkel wird, junge Menschen sich zum Feiern treffen und Orte wie der Sportpark oder der Rosenauplatz für Gruppentreffen genutzt werden, dann sind sie unterwegs: Seit vergangenem Jahr laufen je zwei Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes in der wärmeren Jahreszeit von Juni bis September durch die nächtlichen Straßen der Hugenottenstadt. Sie haben beispielsweise Ruhestörer und Müllsünder im Visier.

Neu-Isenburg – Sie haben beispielsweise Ruhestörer und Müllsünder im Visier. Mit zusätzlichen Kontrollen in öffentlichen Grün- und Sportanlagen, auf Spielplätzen und anderen öffentlichen Flächen will die Stadt auch in diesem Sommer abends Ruhestörungen ebenso verhindern wie Vandalismus (jüngst vor allem im Sportpark ein Problem) – und gleichzeitig noch mehr Präsenz zeigen und so das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen. Denn in den Sommermonaten seien die Sport- und Spielplätze in den Abendstunden sehr beliebt, heißt es von der Stadt: „Zum Leidwesen von Kindern und Eltern werden diese Orte in den Nachtstunden allerdings häufig auch mal zweckentfremdet. Es finden Gelage statt, deren Spuren am nächsten Tag noch zu sehen sind: Zigarettenkippen, zerbrochene Flaschen und überquellende Müllkörbe.“ Erstmals hatte die Stadt daher 2019 eine sogenannte City-Streife eingesetzt, die zusätzlich zu den Streetworkern, den Ordnungspolizeibeamten und der Polizei unterwegs ist. „Das Konzept hat sich bewährt. Wir haben im vergangnen Jahr sehr viel positive Resonanz von den Bürgern und auch der Polizei bekommen“, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Der DLB könne schließlich nicht jeden Morgen alle Sport- und Spielplätze im Stadtgebiet kontrollieren und der hinterlassende Unrat sei nicht nur sehr unschön, sondern auch eine Gefahr für spielende Kinder. „Deshalb heißt es, streng durchzugreifen und auch Bußgelder zu verhängen, wenn es die Situation erfordert“, stellt der Erste Stadtrat klar.

Die City-Streife mit Mitarbeitern vom Rhein-Main Sicherheitsdienst aus Hainburg sind seit Anfang Juni und noch bis Ende September im Stadtgebiet unterwegs. Der Einsatz erfolgt von donnerstags bis samstags jeweils von 18 bis 2 Uhr. „Dies dient als zusätzlicher Baustein und Beitrag zu Sicherheit und Ordnung in der Stadt“, betont Schmitt.

Rund 17 000 Euro investiert die Stadt für die vier Monate Zusatz-Kontrollen. Und wie nicht nur Vanessa Mauer gestern berichtet, zeige die City-Streife durchaus Wirkung. „Wir haben schon sehr positives Feedback aus der Bürgerschaft erhalten“, sagt die stellvertretende Leiterin des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. „Die Lärmbeschwerden sind beispielsweise zurückgegangen.“ Auch Kultur- und Sportdezernent Theo Wershoven kann – sozusagen als „Hausherr“ der direkt an den Rosenauplatz grenzenden Hugenottenhalle – von positiven Effekten der zusätzlichen Kontrollen berichten. Auf dem Rosenauplatz, wo es zuletzt ja immer wieder mal Beschwerden über nächtliche Gelage, Müll und Krach gegeben hatte, habe sich die Lage wesentlich gebessert, seit die Sicherheitsleute regelmäßig vor Ort seien. Wershoven bittet daher darum, den Platz auch weiterhin im Auge zu behalten.

Weniger geworden, ergänzt Schmitt, seien auch die Probleme im Sportpark, wo die Stadt in jüngerer Vergangenheit immer mal wieder mit Vandalismus zu tun gehabt habe.

Immer zwei Leute sind draußen pro Abend unterwegs. Etwa 30 bis 40 verschiedene Stellen fahren sie pro Abend an. Auch im Sportpark laufen sie stets ihre Runden, zeigen Präsenz. Die Streetworker, so ergänzt Schmitt, sind nach wie vor ebenfalls in den Abendstunden im Einsatz. „Und selbstverständlich werden die Spielplätze im Stadtgebiet tagsüber auch durch die Ordnungspolizeibeamten überwacht.“ Bei Verstößen werden die Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Wer zum ersten Mal erwischt wird, muss mit einem Verwarngeld in Höhe von 20 Euro durch das Ordnungsamt rechnen.

Als Grundlage für die Überprüfung der Personen und das Verhängen von Bußgeldern gilt die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt. Darin steht in Sachen Benutzung der Kinderspiel- und Bolzplätze beispielsweise, dass die Spielgeräte nicht von Leuten benutzt werden dürfen, die älter als 14 Jahre sind. Und, dass Spielplätze nur von 7 bis 20 Uhr und „entsprechend ihrem Zweck“ genutzt werden dürfen. (hov)

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