Neuauflage mit Fragezeichen

Coronakrise erschwert Planungen für die Eisbahn in Neu-Isenburg

Ein Bild aus unbeschwerteren Tagen: Die Premiere der Eisbahn 2019 auf dem Rosenauplatz wurde sehr gut angenommen. Unklar ist, ob es erneut zu dem Vergnügen kommt.
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Ein Bild aus unbeschwerteren Tagen: Die Premiere der Eisbahn 2019 auf dem Rosenauplatz wurde sehr gut angenommen. Unklar ist, ob es erneut zu dem Vergnügen kommt. (Archivfoto)

Das Eisvergnügen im vergangenen Dezember auf dem Rosenauplatz war ein voller Erfolg. Deshalb waren sich die Stadt und alle Beteiligten nach dem Ende einig, dass es Ende 2020 eine Wiederholung geben soll. Ein entsprechender Bericht liegt den Stadtverordneten vor.

  • Eisbahn auf dem Rosenauplatz in Neu-Isenburg war ein voller Erfolg
  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 bedroht jedoch eine Neuauflage
  • Im Laufe des Jahres 2020 wird eine Entscheidung getroffen

Neu-Isenburg – Allerdings ist es angesichts der Corona-Pandemie unsicher, ob es zu einer Neuauflage kommen wird. „Wir würden es gerne wieder machen, keine Frage“, sagt auf Anfrage der Erste Stadtrat Stefan Schmitt. Man müsse aber schauen, wie sich die Situation weiter entwickelt und ob die Sponsoren bei der Sache bleiben. Ursprünglich stand der Bericht des Magistrats auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzungsrunde, wurde aber wegen der aktuellen Situation verschoben.

Eisbahn in Neu-Isenburg steht wegen Coronavirus auf der Kippe

Bei der Abfassung konnte von der Corona-Pandemie noch keine Rede sein. Besonders positiv ist für den Ersten Stadtrat, dass der geplante städtische Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro nicht in Anspruch genommen werden musste. Mit Hilfe von 22 Sponsoren konnte die Bahn mit Kosten von 90.000 Euro brutto finanziert werden. Das Eisvergnügen war somit kostenneutral für die Stadt und ein besonderer Anziehungspunkt in der Weihnachtszeit für Neu-Isenburger und ihre Gäste. An insgesamt 30 Tagen drehten vom 12. Dezember bis 17. Januar etwa 9000 Besucher ihre Pirouetten auf dem Eis und das trotz des schlechten, regnerischen Wetters.

Auch das Rahmenprogramm wurde sehr gut angenommen: Das Spektrum reichte vom Pre-Opening zugunsten der Dino-Kindereisenbahn und der großen Eröffnung mit Hitradio FFH über die Eisdiscos auch für Kinder sowie Eisstockschießen und dem Training mit den Minilöwen des Frankfurter Eishockeyclubs bis hin zur großen Closing-Party.

Der Magistrat weist in dem Bericht darauf hin, dass für den Betrieb klimaneutraler Ökostrom aus Wasserkraft verwendet wurde, geliefert von den Stadtwerken Neu-Isenburg. Der Stromverbrauch der Eisbahn betrug demnach rund 29.000 Kilowattstunden. Pro Betriebstag sind das durchschnittlich 670 Kilowattstunden. Der tägliche Stromverbrauch des Neu-Isenburger Hallenbades zum Vergleich beträgt rund 1550 Kilowattstunden. Damit geht der Magistrat auf Bedenken zur Klimabelastung durch die Eisbahn ein.

Eisbahn in Neu-Isenburg war 2019 ein voller Erfolg – Platzt die Neuauflage wegen dem Coronavirus?

Auch die Zusammenarbeit mit der Eisfirma IceRink aus Potsdam habe sehr gut funktioniert. So sei das Eis ab dem Tag der Eröffnung durchgängig ohne größere Mängel, trotz schlechten Wetters, befahrbar gewesen. Zudem sei die Eisbahn auch bei Kindern und Schulklassen ein Renner gewesen. Auf die Belange der Anwohner habe man durchgängig Rücksicht genommen, es sei lediglich zu einer Beschwerde aus der Nachbarschaft über die Eisbahn gekommen.

In dem Bericht heißt es weiter, dass der Budenzauber mit seinen vier Hütten für den Verweilcharakter an der Eisbahn sorgte und ebenfalls gut angenommen wurde.

In seinem positiven Fazit hebt der Magistrat hervor, dass einige Stellschrauben noch verbessert werden sollten, damit das Projekt weiter vorangetrieben werden kann und etabliert wird. „Die Intention der Eisbahn wurde mehr als erfüllt und die Bevölkerung hat das durch ihre Besucherzahlen, trotz schlechten Wetters, eindrucksvoll bestätigt“, heißt es weiter.

Entscheidung im Laufe des Jahres: Kommt die Eisbahn in Neu-Isenburg trotz Coronavirus? 

Vor der Corona-Krise war geplant, die Eisbahn mit umfangreichem Rahmenprogramm in diesem Winter vom 10. Dezember bis zum 17. Januar auf dem Rosenauplatz aufzubauen. Die Fläche soll erneut 400 Quadratmeter groß sein und die Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 22 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der anliegende kleine Budenzauber ist auch für die kommende Eissaison geplant und soll die Besucher zum Verweilen einladen. Mit dem Betreiber der vergangenen Saison stehen Gespräche über die künftige Ausrichtung und Gestaltung an. Denkbar wäre auch eine Almhütte zum Verweilen der Besucher. Doch da müsse man schauen, dass die Anwohner dadurch nicht gestört werden, betont Schmitt.

Aber wie gesagt, das ganze Vorhaben steht unter Vorbehalt. „Dabei wären solche Veranstaltungen angesichts der vielen aktuellen Einschränkungen wünschenswert“, betont Schmitt. Man müsse im Frühsommer schauen, ob die Wiederholung möglich ist.

Sie wollen Älteren und Risikogruppen in der Coronakrise helfen: Junge Neu-Isenburger bauen ein Corona-Nachbarschaftsnetzwerk auf. Das Coronavirus breitet sich derweil in Hessen aus. In den Kliniken in Offenbach und Umgebung hat man sich vorbereitet und auf Corona-Notbetrieb geschaltet.

VON HOLGER KLEMM

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