Spendenfest

Wichtige Mission: 27. Dinofest soll Spendenmarke von 300 .000 Euro knacken

Seit 27 Jahren ist die Dino-Kindereisenbahn nun schon unterwegs. Mit den Fahrten durch die Kleingartenanlage Eichenbühl und dem Programm des Dinofests wurden wieder Spenden für krebskranke Kinder gesammelt. Fotos: Postl

Ein kleiner grüner Dinosaurier ist nicht nur das Symbol der DinoBahn, sondern auch Freudenquell für viele an Krebs erkrankte Kinder.

Neu-Isenburg – Vor 27 Jahren hatte Erich Fröls eine „kleine“ Idee – die sich im Laufe der Zeit als grandios herausstellen sollte – wie man ihnen etwas Gutes tun kann. Durch persönlichen Kontakt lernte er Kinder kennen, die an Krebs erkrankt waren, aber ihren Lebenswillen und ihre Lebensfreude nicht verloren hatten. „Da musste ich etwas machen, um irgendwie zu helfen, das Leid zu lindern“, beschreibt Fröls die Intention für sein Projekt. „Ich wollte für die Kinder etwas Abwechslung in den monatelangen Krankenhausalltag bringen, denn medizinisch konnte ich ja nichts tun. “.

Also baute Fröls die Dino-Kindereisenbahn. Mit Freunden organisierte er ein Fest in der Kleingartenanlage Eichenbühl und bot Rundfahrten an. Daraus ist mittlerweile eine schöne Tradition geworden und die Dino-Kindereisenbahn – die mittlerweile einen eigenen Verein hat – ist auch bei anderen Festen in Isenburg und der Region dabei. Eines ist jedoch immer gleich: Der Erlös aus den Rundfahrten und dem Dinofest kommt dem Verein Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt zugute. Mittlerweile beträgt die Spendensumme insgesamt beachtliche 293 404 Euro. Mit der aktuellen Auflage des Fests wollen Fröls und sein Team die 300 000er Marke knacken.

Gründer und Ober-Dino Erich Fröls (rechts) macht Groß und Klein mit seiner Kindereisenbahn eine Freude.

„Ich habe gerade eine Spende von 1 500 Euro erhalten und eine weitere Zusage über 1 000 Euro. Wenn das so weitergeht, sollten wir die 300 000-Euro Marke erreichen, wenn nicht gar übertreffen“, meint Fröls bei der Eröffnung des 27. Dinofests. Neben der Kinderbahn sorgen viele Künstler und Musikgruppen für Programm. Die Helfer des Vereins verkaufen Speisen und Getränke und betreuen die Tombola und die politischen Parteien sorgen mit dem Schubkarrenrennen am Sonntagmorgen wieder für einen besonderen Höhepunkt. „Wenn das Fest erst einmal läuft und das Wetter passt, dann mache ich mir keine Sorgen um den Erfolg“, ist Fröls zuversichtlich, dass er nach der Bilanz einen neuen Spendenrekordstand vermelden kann.

Lob und Anerkennung für die Arbeit des „Team Fröls“ überbrachte nicht nur Erster Stadtrat Stefan Schmitt, sondern auch Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner. Gekommen sind auch Prof. Dr. Christian Steurer, Gisela Dingert und Eva-Maria Ehlert vom Verein Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt. „Was dieser kleine Verein aus Neu-Isenburg hier wieder einmal auf die Beine gestellt hat – und dies schon über so viele Jahre hinweg – ist einfach bewundernswert“, betont das Vorstandsmitglied Steurer.

„Ja, alle loben mich, was mich auch freut, doch ohne meine vielen Mitstreiter hätte ich das alles niemals erreicht“, stellt Fröls klar. Wie viele engagierte Dino-Akteure es wirklich gibt, sieht man wieder einmal beim Dinofest. „Ich kann mich einfach auf viele verlassen, die sind automatisch immer dabei – was mir vieles leichter macht, denn Arbeit gibt es immer genug“, sagt der Gründer. Der „Ober-Dino“, wie er liebevoll genannt wird, telefoniert sich immer noch die Finger wund und redet sich die Lippen franzelig, nur damit jede Ausgabe des Dinofests ein Erfolg wird – und krebskranken Kindern „Kleinigkeiten mit großer Wirkung“ ermöglichen kann, die ihnen das Leben etwas erträglicher machen. „Wenn ich sehe, wie sich die Kinder freuen und ihre Augen leuchten, dann habe ich meine Mission erfüllt“, betont Fröls.

VON LEO F. POSTL

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