Auszeichnung für DLB-Gärtnermeisterin

Ein Händchen fürs Gestalten

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Lisa-Marie Schmandt zeigt die Pläne zu zwei Projekten, an denen sie arbeitet. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung hat sie sich für den Bildungspreis des zuständigen Bundesverbandes beworben – und das mit Erfolg.  

Neu-Isenburg/Dreieich - Lisa-Marie Schmandt sitzt an ihrem Arbeitsplatz beim Dienstleistungsbetrieb in Neu-Isenburg und schiebt auf ihrem Bildschirm „Gestaltungselemente“ hin und her.

Ist die Natursteinmauer besser hier oder dort? Wo kann man noch große Baumstämme als Elemente platzieren? Oder wo gibt es Platz für Ruhebereiche? Diese Fragen zu lösen und dabei die am besten geeigneten Materialien auszuwählen, ist eine Sache. Die Kosten sind dabei aber auch nicht zu unterschätzen. Das alles hat die Gärtnermeisterin für Garten- und Landschaftsbau bestens im Griff. Lisa-Marie Schmandt hat im Juli 2017 die Prüfung als Beste ihres Ausbildungsjahrgangs abgeschlossen. Nun erhält sie den Bildungspreis „GaLaBau-Helden“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).

Der berühmte „grüne Daumen“ reicht heute längst nicht mehr aus, um in dem Bereich Karriere zu machen. „Neben der grundsätzlichen Planung sowie der Frage nach den passenden Pflanzen und Stauden wird die Kostenkalkulation immer wichtiger“, betont Schmandt – und genau dies ist eine ihrer Stärken. „Die Auftraggeber wollen wissen, was die Herstellung und was die weitere Pflege und Unterhaltung kostet“, beschreibt die Gärtnermeisterin das recht breite Spektrum ihrer Aufgaben.

„Ich wollte schon immer in diesem Bereich tätig sein“, betont die in Urberach aufgewachsene junge Frau. Nach ihrem Abitur an der Ricarda-Huch-Schule in Sprendlingen begann sie eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau bei der damals in Sprendlingen ansässigen Firma August Fichter. Später wechselte sie zu einer Offenbacher Firma, wo sie hauptsächlich im Privatgartenbereich eingesetzt war. „Als ich dann von der Stelle beim DLB hörte, habe ich mich sofort beworben und wurde genommen“, schildert sie ihren Weg zum DLB in Neu-Isenburg.

In ihrer Freizeit singt sie in einer kleinen Damen-Gruppe (Harmon Regards), tanzt gerne und liebt das Bogenschießen, welches sie bei der Schützengesellschaft Neu-Isenburg ausübt. Absoluten Vorrang hat für sie jedoch ihre berufliche Verpflichtung. „Wenn ich was mache, dann richtig - und vor allem gerne“, betont die 30-Jährige. Als Meisterarbeit gestaltete sie einen kompletten „Patientengarten“ in Heppenheim, der viel Beachtung fand. Ferner ist sie zertifizierte Baum- sowie Spielplatzkontrolleurin und damit eine beim DLB vielseitig einsetzbare Fachkraft.

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Als jüngste Arbeiten kann Schmandt unter anderem auf die Gestaltung des Lindenplatzes mit dem Hooschebaa-Denkmal verweisen. Richtig stolz ist sie auf die von ihr mitgestaltete Anlage in der Liebknechtstraße, ebenfalls in Sprendlingen gelegen.

„Das war ja schon mal eine tolle Überraschung, als ich erfuhr, dass mit dem Bildungspreis ausgezeichnet werde“, kann sie ihren Stolz nicht verbergen. Weiterer großer Moment ist die Preisübergabe im September bei der GaLaBau-Messe in Nürnberg. Der Bildungspreis „GaLaBau Helden 2017“ ist mit 1000 Euro dotiert, zusätzlich gibt es einen Bildungsgutschein im Wert von 1500 Euro.

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Bis zu diesem Termin muss sie aber noch ein paar Entwürfe abliefern und Kalkulationen erstellen. Beim DLB ist man jedenfalls stolz auf solch eine qualifizierte Mitarbeiterin. Ein Kollege hat ihr schon mal ein Schild „Eigentum des DLB“ prägen lassen, um mögliche Abwanderungsgedanken erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Die GaLaBau Helden werden von einer fachkundigen Jury des BGL ausgewählt. Dabei werden außergewöhnliche Leistungen und besonderes Engagement für die Branche in den Fokus gestellt. (lfp)

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