Vereinsgelände vom Kinder- und Jugendzirkus wird in DLB-Regie hergestellt

Neu-Isenburg greift Wannabe unter die Arme

Dieser Guck wird bald Geschichte sein: Um den Umzug mit vielen Hürden abzuschließen, unterstützt die Stadt den Zirkus Wannabe.
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Dieser Guck wird bald Geschichte sein: Um den Umzug mit vielen Hürden abzuschließen, unterstützt die Stadt den Zirkus Wannabe.

Viele Isenburger schätzen die Arbeit der Wannabes – das freizeitpädagogische Angebot für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene gehört seit elf Jahren zur Hugenottenstadt. Viele haben daher gespendet, um dem Kinder- und Jugendzirkus beim Umzug zu helfen. Doch da hakt es angesichts der Pandemie weiterhin. Nun kommt Hilfe von der Stadt.

Neu-Isenburg - Die Rinderwiese im Birkengewann, auf der der Zirkus seit 2018 kampiert, sollte nur als Übergangsquartier genutzt werden – solange, bis auf dem Vereinsgelände östlich der B46, zwischen dem Kaninchenzuchtverein H82 und dem Orplid-Gelände, alle naturschutzrechtlichen Auflagen zum Schutz des Bodens und des Grundwassers erledigt worden sind, um dort langfristig das Quartier aufzuschlagen. Eine Alternative zum Umzug gibt es bekanntlich nicht, denn auf dem Areal des Interimsquartiers sollen die Mobilitätsstation und Freizeitflächen fürs Neubaugebiet entstehen.

Doch trotz aller Planungen und der Welle der Hilfsbereitschaft stößt das Unternehmen Zirkus-Umzug bislang immer wieder an seine Grenzen (wir haben berichtet). Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich alles. Es fehlte an finanziellen Mitteln und ehrenamtlich Helfenden. Um das Gelände in einen dem Bebauungsplan genügenden Zustand zu versetzen, wurden die Gesamtkosten auf rund 120 000 Euro geschätzt.

Um den Wannabes den Neuanfang auf dem gesicherten Vereinsgelände nun endlich zu ermöglichen, hat die Stadt beschlossen, den Zirkus beim Umzug zu unterstützen. „Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Stadt über den Mietvertrag mit dem Land für den Zustand des Geländes haftet und diese erlebnispädagogische Einrichtung längerfristig für die Stadt gesichert werden soll“, erläutert der Magistrat. Das Vereinsgelände werde daher nun in städtischer Regie durch den Dienstleistungsbetrieb (DLB) hergestellt.

Der Verein verpflichtet sich im Gegenzug dazu, eingehende Spenden für die Herrichtung des Geländes zu verwenden und dem Magistrat einen Sitz im Vorstand des Vereins einzuräumen. Darüber hinaus wird in der Satzung festgeschrieben, dass bei einer Vereinsauflösung das gesamte unbewegliche Vermögen der Stadt zufällt.

Der DLB gehe die Sache jetzt an und organisiere den Umzug, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. Auch er misst dem erlebnispädagogischen Angebot große Bedeutung zu – und sieht darin noch viel Potenzial. „Wer weiß, vielleicht bekommen wir eines Tages sogar eine Zirkus-Kita, warum nicht?“, fragt Hunkel.  hov

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