In der kürzesten Nacht

Besucher kommen bei Stadtteilfest voll auf ihre Kosten

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Die Kita-Kinder begeisterten beim Zeppelinheimer Stadtteilfest die zahlreichen Besucher mit ihrem Singspiel. Auch sonst wartete ein abwechslungsreiches Programm für alle Generationen.

Für die Rahmenbedingungen sorgt zwar die Stadt Neu-Isenburg, doch es sind die Zeppelinheimer selbst, die „ihr“ Stadtteilfest gestalten. „Ja, das wollen wir auch so und darauf sind wir auch ein bisschen stolz“, erklärt Ortsvorsteher Sebastian Stern.

Zeppelinheim – Er selbst geht mit bestem Beispiel voran, denn neben seinem „Job“ als erster Ansprechpartner für die Zeppelinheimer auf politischer Ebene ist er in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert und bewährt sich als Moderator während des dreitägigen Programms vor dem Bürgerhaus.

Für das diesjährige Stadtteilfest stellte Bürgermeister Herbert Hunkel eine günstige Konstellation fest: „Wir haben heute zu Beginn des Festes den längsten Tag – aber auch die kürzeste Nacht – und wir können die Eigenständigkeit der Selma-Lagerlöf-Schule (SLS) feiern.“ Was die kleine, aber feine Grundschule in Zeppelinheim betrifft, verwies das Stadtoberhaupt auf das besondere Engagement des Fördervereins und der Nachmittagsbetreuung. „Es war die Idee von Michael Gruber, der leider schon verstorben ist, einen Förderverein zu gründen. Und es waren viele engagierte Zeppelinheimer, die diesen Förderverein zu dem gemacht haben, was er heute ist: nämlich nicht mehr wegzudenken“, so Hunkel.

Vorsitzender Thorsten Reblin berichtete über die zahlreichen Aktivitäten: „Wir stellen jeder Klasse ein Budget zur Verfügung, über das eigenverantwortlich verfügt werden kann.“ Zugleich verwies er auf viele Kurs- und Betreuungsangebote, die es sonst nicht geben würde. Die Veranstaltungen, an denen der Förderverein der Grundschule beteiligt ist, seien nicht nur zur „Erwirtschaftung“ von Geldern gedacht, sondern sie bringen auch Leben in die Schulgemeinschaft und den Stadtteil insgesamt. Reblin erinnerte in diesem Zusammenhang an den immer mit großer Begeisterung aufgenommenen Advents-Kreativmarkt. Für das Stadtteilfest konnte Sabine Klein von der Nachmittagsbetreuung die neue Torwand für den Familiennachmittag zur Verfügung stellen.

Nach der offiziellen Eröffnung, bei der der Bürgermeister allen Zeppelinheimern dankte, die sich wieder einmal in vorbildlicher Weise in ihr Stadtteilfest eingebracht hätten, folgte der gesellige Teil. An den Ständen der TuS Zeppelinheim, der Freiwilligen Feuerwehr, des Jugendraums, des Tennis-Club Blau-Weiß und der Kirchen herrschte bald reger Betrieb und DJ SLY sorgte für die entsprechende Party-Stimmung.

Gut besucht war das Festzelt in Zeppelinheim an allen drei Tagen.

Ein ungewöhnliches Bild zeigte sich dann am Samstagnachmittag. Da wurde ein großes Trampolin von der Sporthalle über den Heideweg und die Flughafenstraße zum rückwärtigen Zugang des Festplatzes gerollt – zum Erstaunen manches Autofahrers. Dieses Sportgerät wurde für den sehenswerten Trampolin-Auftritt der Turner der TuS um den Vorsitzenden Dr. Halil Altindag benötigt.

Zuvor begeisterten schon die Kinder der Kindertagesstätte Zeppelinheim mit ihrem Singspiel als auch die Kids aus der Betreuung der SLS mit ihrem HipHop-Tanz. Der fröhliche Familiennachmittag fand dann unter schattigen Bäumen seine Fortsetzung. Leicht getrübt wurde der Samstagabend. Erst einmal musste der ordentliche Regenguss überstanden werden, bevor das Fest mit dem Original Mühlbacher Trio wieder Fahrt aufnehmen konnte.

Das Stadtteilfest fand gestern Morgen traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst seine Fortsetzung. Danach wurden treue und verdiente Mitglieder der TUS geehrt. Mit dem Mühlbacher Trio wurde dann noch bis in den Sonntagnachmittag hinein gefeiert. Die dreitägige Sause brachte nicht nur viele Zeppelinheimer wieder einmal zusammen, sondern auch viele Gäste aus der Kernstadt und der Umgebung. Und alle zeigten sich rundum zufrieden.

VON LEO F. POSTL

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