W-Lan in der Schule

Neues Gebäude für die Goetheschule in Neu-Isenburg

+
Die Einweihung des Erweiterungsbaus der Goetheschule übernahmen (von links) Schulsprecher Simon Schön, Erster Stadtrat Stefan Schmitt, Schulleiter Ralph Hartung, Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner, Landrat Oliver Quilling, Schulsprecher Lukas Herig und Bürgermeister Herbert Hunkel.

Die Goetheschule in Neu-Isenburg hat seit diesem Schuljahr ein neues Gebäude.

Neu-Isenburg – Da tut der erste Schultag nach sechs Wochen Sommerferien gar nicht mehr weh: Nach 18 Monaten Bauzeit dürfen die Gymnasiasten den fertig gestellten Bildungstempel entlang der Offenbacher Straße endlich besichtigen und beziehen.

Den Schülern gefällt, was sie sehen: Die großen Glasfassaden, die viel Licht in die neue Aula, die acht Klassenräume, den Musiksaal und den Kunstraum lassen, kommen gut an. Auf rund 980 Quadratmetern auf zwei Etagen ist endlich mehr Platz zum Lernen, eine große Galerie sorgt für Aufenthaltsqualität in den Pausen und Freistunden. „Es war bislang auf den Fluren immer sehr überfüllt, das wird sich jetzt hoffentlich gut entzerren. Wir finden, dass das Gebäude sehr gelungen ist“, lobt Lukas Herig vom Schulsprecherteam der Goetheschule.

Die Innenarchitektur der Räume ist frisch und modern: Grauer Sichtbeton wird mit warmen Eichenholzelementen der Türen, Fensterrahmen und Sitzgelegenheiten aufgelockert. Der hellgrüne Linoleumboden ist freundlich und unempfindlich zugleich. „Wir haben jeweils eine Wand im Raum für die Akustik mit Holz vertäfelt. Das ermöglicht auch bei Gruppenarbeiten eine ruhige Atmosphäre“, erläutert Stefan Hambach, Projektleiter vom Fachdienst Gebäudewirtschaft des Kreises Offenbach, die Details.

Außerdem ist in den Räumen neueste Technik verbaut, das Gebäude ist komplett mit WLAN ausgestattet und interaktive Beamer ermöglichen in jedem Klassenraum modernen Unterricht. Ein Fahrstuhl erschließt das Gebäude barrierefrei – wichtig in Zeiten der Inklusion.

Das Goethe-Logo, das nachts beleuchtet wird, ziert das neue Oberstufengebäude des Gymnasiums.

Landrat Oliver Quilling, vor 35 Jahren selbst Abiturient an dem Isenburger Gymnasium, ist froh, über die gelungene Erweiterung: „Nachdem die Goetheschule seit dem Bau der Mensa keine Aula mehr hatte, wurde es Zeit für den neuen Versammlungsraum, den wir jetzt geschaffen haben“, betont er bei der Einweihung. Für die Aula gibt es eine praktische Lösung: Der Musikraum, leicht erhöht, lässt sich mit einer mobilen Wand abteilen. Bei Veranstaltungen und Konzerten ist der Saal als Bühne nutzbar. Scheinwerfer und eine ausfahrbare Leinwand sind bereits eingerichtet. Die Aula kann nach draußen mit einer Sitzecke unter freiem Himmel erweitert werden. „Für Abiturfeiern ist diese auch in Zukunft nicht ausreichend groß. Aber für Theaterabende und Ausstellungen haben wir jetzt einen großartigen Ort“, ist Schulleiter Ralph Hartung sehr zufrieden.

Bürgermeister Herbert Hunkel wünscht den Schülern einen tollen Start im neuen Gebäude. Er lobt die gelungene Architektur der Schule, die zudem eine Aufwertung für den Ortseingang zum Neubaugebiet Birkengewann bedeute. Für die Schule ist der gewonnene Platz eine Voraussetzung, künftig sechszügig zu arbeiten und in den 2020er Jahren zu G9 zurückzukehren, wie Quilling abschließend betont.

Rund vier Millionen Euro hat der Kreis investiert, gefördert durch Land und Bund mit dem Kommunalen Sonderinvestitionsprogramm (KIP).

VON NICOLE JOST

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare