Für mehr Verständnis

„Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit“ gegen Ausländerfeindlichkeit

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Die „Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit“ ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit setzen. 

Beunruhigt zeigt sich Sarantis Biscas, Vorsitzender des Ausländerbeirats. Immer öfter hört er auch in Neu-Isenburg, einer eigentlich weltoffenen, internationalen und toleranten Stadt, ausländerfeindliche Parolen.

Neu-Isenburg – In einem rauer werdenden Umfeld kommt deshalb der „Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit“ eine noch größere Bedeutung zu. Seit 18 Jahren wird sie auf Anregung des damaligen Stadtverordnetenvorstehers Werner Ebert von der Stadt gemeinsam mit Vereinen, Initiativen und Institutionen auf die Beine gestellt. Ziel ist es, sich gegenseitig besser kennenzulernen, Vorurteile abzubauen, um so das Miteinander zu fördern. Bis zum 17. November stehen 29 Einzelveranstaltung auf dem Programm.

„Ob filmisch, musikalisch oder kulinarisch, mit Ausstellungen, Theaterstücken oder Lesungen wird sich den Themen Toleranz und Mitmenschlichkeit genähert“, betonen Biscas und der Erste Stadtrat Stefan Schmitt. Einer der Höhepunkte ist wieder der „Tag der Nationen – ein Fest der Integration“ am Samstag, 24. August, von 13 bis 20 Uhr auf dem Rosenauplatz. Organisiert wird es vom Ausländerbeirat in Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachbereich Soziales und Integration. Auf die Besucher warten erneut Folkloretänze, musikalische Darbietungen, Spaß und Unterhaltung für Jung und Alt sowie internationale Speisen und Getränke. Die Eröffnung übernehmen um 13.30 Uhr Biskas und Bürgermeister Herbert Hunkel. Das Fest setzt seit vielen Jahren ein Zeichen für gelebte Integration und die Freundschaft von Menschen verschiedenster Nationen in der Stadt.

Buntes Programm

Bereits am Freitag, 23. August, flimmert bei Einbruch der Dunkelheit gegen 20.30 Uhr die französisch-belgische Tragikomödie „Die brillante Mademoiselle Neila“ aus dem Jahr 2017 über die Leinwand am Rosenauplatz. Dabei kommt es zu einem wechselseitigen Lernprozess zwischen einer Jurastudentin mit maghrebinischen Wurzeln und einem Professor, der für seine rassistischen und sexistischen Gemeinheiten bekannt ist. Mitveranstalter ist das Iseborjer Kinno. Der Eintritt ist frei. Bei Regen geht es in den Musiksaal der Hugenottenhalle.

Die Flüchtlingshilfe veranstaltet den Infoabend „Seenotrettung im Mittelmeer“ am Mittwoch, 28. August, um 19.30 Uhr in der evangelischen Johannesgemeinde, Friedrichstraße 94. Michael Buschheuer, Gründer von Sea-Eye, berichtet über die Aktivitäten des Rettungsschiffs und die verzweifelten Versuche, im Mittelmeer Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Auch dazu ist der Eintritt frei.

Wie bereits berichtet, zeigt das Iseborjer Kinno am Dienstag, 3. September, um 19.30 Uhr im Cineplace, Beethovenstraße 89a, den Dokumentarfilm „Eingebrannt – Frauen auf Kreta 1941 - 1945“ von Barbara und Leonie Englert. Die Filmemacherinnen sind den deutschen Kriegsverbrechen dort nachgegangen. Barbara Englert führt in den Film ein. Karten zu zwei Euro gibt es an der Abendkasse sowie im Vorverkauf beim Open-Air-Kino am 23. August.

Kulturelle Annäherung

Eine deutsch-türkische Vorlesestunde mit Selma Walther für Kinder ab drei Jahren folgt am Mittwoch, 4. September, um 16 Uhr in der Stadtteilbibliothek Gravenbruch, Dreiherrnsteinplatz 3.

Das Café Grenzenlos zeigt die Plakatausstellung von Pro Asyl mit dem Titel „Menschen & Rechte sind unteilbar“ – zu sehen am Mittwoch, 4. September, von 16 bis 18 Uhr in der evangelisch-reformierten Gemeinde am Marktplatz.

Weiterer Höhepunkt ist am Sonntag, 15. September, um 10 Uhr der Gottesdienst in 15 Sprachen in der evangelisch-reformierten Buchenbuschgemeinde mit der internationalen Musikgruppe Saitensprung. Beim Frauenfrühstück am Mittwoch, 18. September, um 10 Uhr im Cineplace zeigt Enrico Corsano seinen Film „Ankommen“, in dem er acht Frauen aus Neu-Isenburg interviewt hat.

Die weiteren Veranstaltungen werden gesondert vorgestellt.  

hok

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