Gefragtes Aushängeschild

Auslastung der Hugenottenhalle um zehn Prozent gestiegen

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Die Auslastung der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg ist um zehn Prozent gestiegen. (Symbolbild)

Bei der Diskussion über die Sanierung und den Umbau der Hugenottenhalle und Stadtbibliothek lohnt auch ein Blick auf den Stellenwert des Kulturkomplexes in der Region.

Neu-Isenburg – Und dieser ist hoch zu bewerten, wie das Hallenmarketing um Pia Herold und Marc Jensen hervorhebt. „Die Hugenottenhalle ist Aushängeschild und gleichzeitig kultureller Mittelpunkt der Stadt. Der Standort könnte nicht besser sein“, betont Herold bei der Vorstellung des aus ihrer Sicht erfreulichen Jahresberichts.

Im vergangenen Jahr lag die Auslastung der Halle bei 86,1 und damit um zehn Prozent höher als noch 2018. „Das ist auf die ständige Akquise und die Betreuung vor Ort zurückzuführen“, versichert Herold. Die Auslastung bezieht sich auf die 235 möglichen Belegungstage im Jahr in der Hugenottenhalle. Da habe es 2019 204 Veranstaltungen gegeben.

Highlights waren ausverkaufte Konzerte von Naturally7, Kings of RnB und Luciano, die ausverkauften Comedy- und Kabarett-Veranstaltungen von Woody Feldmann, Bülent Ceylan und Steffen Henssler. Renner waren zudem das Kikeriki-Theater (zwei Vorstellungen mit jeweils 800 Gästen), Mundstuhl und die Veranstaltung mit Motivationstrainer Saygin Yalcin. Auch große Kindertheater-Events sorgten für ein volles Haus. So war Feuerwehrmann Sam ausverkauft, das Dschungelbuch sahen 600 Kinder mit ihren Eltern.

Neben den Veranstaltungen im Kultur- und Unterhaltungsbereich sind Marketing-Maßnahmen und die Firmenakquise weitere Schwerpunkte. Und da sieht es gar nicht schlecht aus, wie Herold betont. „Die Hugenottenhalle hat sich zu einer stilvollen Location für hochkarätige Firmenfeiern entwickelt“, freut sie sich. Dabei spiele auch die Qualität des hauseigenen Restaurants Tonino eine Rolle für Firmen, Weihnachtsfeiern und Jubiläen in die Huha zu legen.

Zur Akquise dient beispielsweise auch die monatliche After-Work-Party, die im schönen Ambiente eines nicht wieder zu erkennenden Foyers das Nutzungspotenzial der Halle verdeutliche.

Bei Tagungen stoße das Haus allerdings an seine Grenzen, da es kaum Pausenflächen gebe. „Eine schnelle Suppe und ein Glas Wasser wird bei 400 Tagungsgästen zum Balanceakt“, berichtet Herold und verweist auf zu wenige Sitzmöglichkeiten und ein zu geringes Büfettvolumen. Das soll sich durch den Umbau ändern. Neben der dringend sanierungsbedürftigen Grundversorgung müsse das Nutzungspotenzial der Halle erweitert werden. Dass dringend etwas getan werden müsse, zeige sich an den Problemen vom Wasser im Keller über geplatzte Leitungen und durchwurzelte Abflusskanäle bis zum Ausfall von Heizung und Heißwasserversorgung.

Zuständig ist das Hallenmarketing auch für das Bürgerhaus Zeppelinheim, das sich im vergangenen Jahr zum Terminal Zepp entwickelt hat. Herold spricht von einem „hippen Ort für extravagante Vermietungen in Anbindung an den nahen Flughafen“. Dort sollen künftig externe Partner für das Catering und außergewöhnliche Raumkonzepte sorgen. Die Akquise startet im Frühjahr. Aktuell ist bereits eine neue Webseite (terninal-zepp.de) an den Start gegangen, die Veranstaltern und Firmen den Ort schmackhaft machen soll.

Für die Hugenottenhalle sind 2020 wieder einige Höhepunkte zu erwarten, Herold nennt als Beispiele das Balkan-Festival am 15. Februar. Auf dem Terminkalender stehen unter anderem: Markus Krebs (7. März), Faun (12. März). Mario Basler (14. März), das Musical „Die Schöne und das Biest“ (18. März), Jürgen von der Lippe (21. März), Kings of RnB (1. April), das Bee Gee Musical (18. April), Power Percussion (22. April), der Feuerwehrmann Sam (16. Oktober) und die Trumpet Night mit Max Mutzke (12. November).

VON HOLGER KLEMM

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