Eindämmung der Pandemie

Impf-Taxi für Neu-Isenburg – Stadt hat Pläne für Corona-Impfung

Corona-Impfung
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Die Corona-Impfzentren öffnen in Hessen nächste Woche, die Stadt Neu-Isenburg bietet Senioren einen Fahrdienst an (Symbolbild).

Nicht alle können selbst zur Corona-Impfung fahren. Die Stadt Neu-Isenburg im Kreis Offenbach will Senioren einen Taxi-Dienst anbieten.

Neu-Isenburg – Das Land Hessen hat am Dienstag mit der Terminvergabe für die Corona-Schutzimpfungen begonnen. Angehörige der höchsten Priorisierungsgruppe, zu der vor allem Bürger ab 80 Jahren gehören, können ab sofort Impftermine über eine eigens eingerichtete Homepage sowie täglich zwischen 8 und 20 Uhr unter 116117 und 0611 50592888 vereinbaren. Aufgrund der extrem hohen Nachfrage waren die Internetseite und Hotlines zum Start zeitweise überlastet.

Flankierend zu der Information des Sozialministeriums wendet sich Bürgermeister Herbert Hunkel mit einem Brief persönlich an alle Neu-Isenburger, die 80 Jahre und älter sind – um sicherzustellen, dass alle Bürger der Hugenottenstadt auch wirklich ausreichend informiert werden. Gleichzeitig bietet die Stadt den Bürgern Unterstützung an. „Wir lassen unsere Senioren in dieser schwierigen Situation nicht allein und begleiten sie gerne“, verspricht das Stadtoberhaupt. Die Impfungen beginnen ab 19. Januar zunächst im regionalen Impfzentrum für Neu-Isenburg, der Frankfurter Festhalle (direkt erreichbar mit der Straßenbahnlinie 17 ab Stadtgrenze Neu-Isenburg), später dann auch im Impfzentrum in Heusenstamm.

Corona im Kreis Offenbach: Impftaxis für Senioren aus Neu-Isenburg

„Senioren, die bei der Vereinbarung eines Impftermins Unterstützung benötigen, können sich an die Mitarbeiter der städtischen Stadtteilberatungsstellen für Ältere wenden“, betont Hunkel. „Dort erfahren sie Unterstützung.“ Wer sich über die Schutzimpfung informieren möchte, kann online auf das Infoangebot des Landes Hessen zurückgreifen.

Von der Stadt wird auch ein Impftaxi für Menschen angeboten, die zwar mobil, aber nicht hinreichend sicher sind, die Fahrt allein zu unternehmen – und auch keine Angehörigen haben, die sie fahren können. Zudem weist der Magistrat auf den mobilen Impfdienst für Senioren über 80 Jahre hin, die aufgrund körperlicher Einschränkungen kein Impfzentrum aufsuchen können: Sie würden zu Hause geimpft. „Die mobilen Impfteams der Landkreise und kreisfreien Städte, die in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz waren, werden die Hausbesuche durchführen“, teilt die Stadt mit. Das Land werde alle Über-Achtzigjährigen schriftlich über die Anmeldungen informieren und ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine starten.

Corona-Impfungen im Kreis Offenbach: Hausbesuche in Neu-Isenburg erst in einigen Wochen

Wie das Land mitgeteilt habe, werde es wegen geringer Impfmengen aber noch einige Wochen dauern, bis Hausbesuche durch mobile Impfteams landesweit erfolgen. „Daher ist es nach wie vor von großer Bedeutung, dass Angehörige sowie Pfleger die Abstands- und Hygieneregelungen weiterhin beherzigen, um Senioren vor einer Infektion zu schützen“, appelliert Hunkel an die Bürger. (Holger Klemm)

An folgende Beratungsstellen können sich Neu-Isenburger Senioren telefonisch wenden:

  • Haus Dr. Bäck und Stadtteilzentrum West, Monika Ripper, 06102 241 537.
  • Beratungsstelle Zeppelinheim: Christa Dill, 06102 241541.
  • Beratungsstelle Schützenstraße 84: Ursula Döbert, 06102 813 99 89 (bis 20. Januar).
  • Beratungsstelle Pappelweg 38-42: Andrea Winschuh, 06102 38837.
  • Beratungsstelle An den Schulwiesen 4: Stefanie Mann, 06102 306913.
  • Quartier IV, Luisenstraße 18: Gundula Saurer, 06102 25124.
  • Freiherr-vom-Stein-Straße 16: Renate Heinß, 06102 73 33 46.
  • Gravenbruch: Dreiherrnsteinplatz 4, Michaela Grätsch, 06102 75 65 75, und Meisenstraße 24, Marina Schildkamp, 06102 501873. 

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