Kritik im Ausschuss

Was wird aus „Am Trieb“ – Neu-Isenburg diskutiert über eine Fahrradstraße

Nachdem das Birkengewann an der Straße Am Trieb vollständig bebaut ist, steht die Entscheidung über den endgültigen Ausbau an. Im Gespräch ist auch eine Fahrradstraße. Foto: postl
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Nachdem das Birkengewann an der Straße Am Trieb vollständig bebaut ist, steht die Entscheidung über den endgültigen Ausbau an. Im Gespräch ist auch eine Fahrradstraße.

Über den endgültigen Ausbau der Straße Am Trieb haben die Stadtverordneten zu befinden. Der Magistrat empfiehlt die probeweise Einrichtung einer Fahrradstraße.

Neu-Isenburg – Eine Vorentscheidung im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr (BPUV) wurde auf Antrag mehrerer Fraktionen – diese hatten noch Klärungsbedarf – in die Stadtverordnetenversammlung verwiesen.

Nachdem das Birkengewann zumindest Am Trieb nahezu vollständig bebaut ist, soll der endgültige Straßenausbau erfolgen. Gemäß Erschließungsträgervertrag hat die Stadt mit dem Unternehmen Depenbrock festgehalten, dass auch die Ostseite der Straße Am Trieb Bestandteil der Erschließung ist. Im Juni 2017 gab es dazu eine Infoveranstaltung.

Bei der Diskussion kristallisierten sich da einige Forderungen heraus. Dazu zählten die Einrichtung eines separaten Radweges in beide Richtungen, beziehungsweise eines kombinierten Geh- und Radweges. Ferner wurde eine Erhöhung der Anzahl öffentlicher Stellplätze gewünscht. Aber auch die Verkehrsführung als Einbahnstraßensystem stand auf der Liste.

Die Stadt hat daraufhin das Ingenieurbüro Habermehl und Follmann beauftragt. Dieses hat drei Varianten erarbeitet und diese im September 2017 in einer Anwohnerversammlung vorgestellt. Vorgeschlagen wurden eine Einbahnstraße mit Gehweg – und Radfahrer frei – in beiden Richtungen, ein Schutzstreifen auf beiden Seiten oder eine Fahrradstraße. Die Anwohner plädierten für eine Fahrradstraße als Vorzugsvariante, wohl auch um dort künftig möglichst wenig motorisierten Fremdverkehr zu haben. Vor einer endgültigen Entscheidung soll dort probeweise eine Fahrradstraße eingerichtet werden.

Die Straße Am Trieb“ ist 450 Meter lang, hat eine Fahrbahnbreite von rund sechs Metern und gehört zu einer Tempo-30-Zone. Derzeit sind 40 reguläre öffentliche Stellplätze ausgewiesen, die Straße ist als Anwohnerstraße zu bewerten. „Die Fahrradstraße ist umsetzbar“, konstatiert das Ingenieurbüro Habermehl und Follmann. Weiterhin könnten 50 bis 55 Stellplätze ausgewiesen könnte. Die Fahrradstraße biete eine sichere und komfortable Führung für den Rad- als auch Fußverkehr, der Autoverkehr habe sich unterzuordnen. Radler haben Vorrang und dürfen auch nebeneinander fahren. Diese soll nach dem Minikreisel an der Offenbacher Straße auf der parallel verlaufenden „Offenbacher Straße“ – dort fährt auch der Schulbusverkehr – zur Goetheschule verlängert werden.

Im Ausschuss herrschte Uneinigkeit über den generellen Ausbau als Fahrradstraße. So wurde darauf verwiesen, dass gerade die Schüler – aber auch die meisten anderen Radfahrer – die Brücke bei der Feuerwehr nutzen sollten, um über die Friedhofstraße vom Buchenbusch gen Norden zu gelangen. „Der Grüngürtel ist doch ideal für die Schüler, um zur Goetheschule zu gelangen“, sagte Jörg Müller (FDP) . Überhaupt sei die Situation mit generell weniger Verkehr wenig repräsentativ für eine Bewertung.

Nun darf man gespannt sein, ob die Stadtverordneten am 24. Juni zu einer Entscheidung kommen. Möglicherweise wird diese in den Ausschuss zurückverwiesen.

VON LEO F. POSTL

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