Gravenbruch

Mehr Parkraum : CDU-Fraktion setzt auf Umbau der Garagenanlagen

Auch rund um den Dreiherrnsteinplatz in Gravenbruch ist es schwer, einen Parkplatz zu finden. Die CDU setzt nun darauf, die bestehenden Garagenanlagen in dem Stadtteil umzubauen.
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Auch rund um den Dreiherrnsteinplatz in Gravenbruch ist es schwer, einen Parkplatz zu finden. Die CDU setzt nun darauf, die bestehenden Garagenanlagen in dem Stadtteil umzubauen.

In einem Stadtteil von Neu-Isenburg stellen knappe Parkplätze seit Jahren ein Problem dar. Die CDU will jetzt die Garagenanlagen umbauen.

Neu-Isenburg - Das Thema Parken bewegt in Neu-Isenburg-Gravenbruch weiter die Gemüter, nachdem der Magistrat ein Parkraumkonzept vorgelegt hat. Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat hat nun für die nächste Sitzung am Donnerstag, 29. Oktober, einen Prüfantrag an den Magistrat vorgestellt. Demnach soll die Möglichkeit untersucht werden, neue Abstellplätze anstelle bisheriger Garagenanlagen zu schaffen. „Seit Jahren begleitet uns in Gravenbruch das Problem des zu knappen Parkraumes“, schreibt die Fraktion. Nachdem im vorliegenden Konzept klar dargelegt worden sei, dass eben dieses auch nicht mehr Parkraum bringen werde, sei es an der Zeit über weitere Möglichkeiten nachzudenken, die neben einzelnen Beschränkungen in den Straßen einen nachhaltigen Erfolg bringen könnten. Denn Parkplätze werden dringend gebraucht.

Da sei besonders auf die zunehmende E-Mobilität als auch auf den begrenzten Raum Rücksicht zu nehmen. Deshalb sollte der Magistrat prüfen, inwiefern es baurechtlich möglich ist, einige der bestehenden Garagenanlagen durch doppelstöckige Anlagen zu ersetzen. Diese sollten aus einer etwa ein Meter im Boden liegenden Etage mit Einzelgaragen und auf dem Dach aus einem offenen Parkdeck bestehen. Im Falle der Realisierbarkeit könnte der Magistrat in geeigneter Weise auf die Eigentümer der Anlagen zugehen, und für das Modell werben und gegebenenfalls Anreize schaffen.

In der Begründung verweist die CDU darauf, dass die Garagenanlagen in Gravenbruch fast 60 Jahre alt seien. Teilweise gebe es bereits Baumängel durch Feuchtigkeit in den Böden und unteren Mauerteilen. Die alten Eternitdächer müssten auch saniert werden. Bei einigen sei das bereits geschehen. „Hier kommen auf die Eigentümer ohnehin Kosten zu“, meint die CDU-Fraktion. Bei geschickter Raumnutzung könnten im optimalen Fall auf der gleichen oder sogar auf einer kleineren Fläche die doppelte Menge Parkplätze zur Verfügung stehen, so die Hoffnung der Antragsteller. Durch die Tieferlegung der unteren Etage werde die Gesamthöhe der bisherigen Garagen nur unwesentlich überschritten, sodass keine übermäßige optische Beeinträchtigung entsteht werden. Die Seiten der Gebäude könnten zudem bepflanzt werden.

Auch die FDP hatte kürzlich, wie berichtet, einen Vorschlag zur Schaffung von Parkraum vorgelegt. Demnach halten die Liberalen nichts von dem Vorschlag im Parkraumkonzept, für LKW und vor allem Sprinter Parkraum vor den Toren des Stadtteils zu reservieren, um diese an der Einfahrt nach Gravenbruch zu hindern. Zudem dürfe es keine Differenzierung in gute, schlechte und ganz schlechte Parkraumnutzer geben. Vielmehr schlägt die FDP vor, zusätzlich Parkraum zu schaffen – auf oder unter dem Dreiherrnsteinplatz. So könnte beispielsweise ein zweigeschossiges oberirdisches Parkdeck geschaffen werden, das bei ansprechender Gestaltung auch optisch ein Gewinn sein könnte.

Die nächste Sitzung des Ortsbeirats Gravenbruch beginnt am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr im Kinderzentrum am Dreiherrnsteinplatz 3. (Holger Klemm)

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