Hospizdienst

Mit dem Tod leben Neues Hilfsangebot für Kinder und Erwachsene im Rathaus

Hilfe für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihren Familien bieten Alexander Rudolf, Leiter des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser, und Claudia Bauer-Herzog auch in Neu-Isenburg an.
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Hilfe für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihren Familien bieten Alexander Rudolf, Leiter des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser, und Claudia Bauer-Herzog auch in Neu-Isenburg an.

Den Moment des Todes eines Menschen halten die Angehörigen in langer Erinnerung. Viele Erlebnisse des gemeinsamen Lebens geraten über die Jahre vielleicht in Vergessenheit.

Neu-Isenburg – „Aber der Tod ist ein so markantes Ereignis, daran erinnern sich viele Familienmitglieder wohl für immer. Damals, als Opa starb“, berichtet Alexander Rudolf, Leiter des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes des Malteser Hilfsdienstes in Stadt und Kreis Offenbach. Umso wichtiger sei es für die Angehörigen, diesen schweren Gang bei aller Trauer in guter Erinnerung zu behalten, mit dem Gefühl, den Sterbenden bestmöglich unterstützt zu haben. Das ist nicht immer ganz einfach und bedarf manchmal Hilfe. Seit vielen Jahren schon bieten die Malteser genau diese Unterstützung bei der Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe an.

„Die Corona-Hygienevorschriften machen unsere Arbeit natürlich nicht gerade leichter“, betont Rudolf, „aus diesem Grund möchten wir gerade jetzt unser Gesicht zeigen und mit unserem Angebot an die Öffentlichkeit gehen“, erläutert der Leiter des Hospizdienstes. Denn mit ihrem speziellen Beratungsangebot kommen die Malteser jetzt vor Ort ins Rathaus nach Neu-Isenburg.

Seit diesem Monat hat das Team der drei hauptamtlichen Mitarbeiter jeden Freitag zwischen 10 und 12 Uhr persönliche Sprechzeiten in der Hugenottenallee 53. Das Team betreut Sterbende und ihre Angehörigen in Neu-Isenburg, Heusenstamm, Dietzenbach und Obertshausen. Dazu gibt es 47 ehrenamtliche Sterbebegleiter, die von dem hauptamtlichen Team betreut werden.

„Ganz neu bieten wir auch einen Kinder- und Jugendhospizdienst an“, erklärt Rudolf. Diesen ambulanten Dienst, dessen Mitarbeiter Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern beraten und besuchen, koordiniert Claudia Bauer-Herzog für Stadt und Kreis Offenbach. Sie hat viel Erfahrung in diesem Bereich, da sie schon seit zehn Jahren im Kreis Aschaffenburg und Miltenberg mit Kindern und Jugendlichen und ihren Familien gearbeitet hat.

Die Beratung der Malteser ist kostenlos für die Hilfesuchenden und die Mitarbeiter stehen mit viel Fachkompetenz und Offenheit auch für eine regelmäßige Begleitung und Beratung zur Verfügung. „Im Herbst wollen wir in Neu-Isenburg auch wieder eine Schulung für ehrenamtliche Sterbebegleiter anbieten“, kündigt Rudolf an. Auch ein kostenloser Erste-Hilfe-Kurs soll in Kürze in Neu-Isenburg stattfinden.

Wer die Hilfe des Hospizdienstes benötigt, kann sich unter 06104 6695810 an die Mitarbeiter wenden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite oder per E-Mail (hospiz.obertshausen@malteser.org). (Nicole Jost)

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