Fürs kulturelle Wir-Gefühl

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Das letzte Projekt von Wilhelm Hein Krahn bleibt nicht unvollendet: Die ehemalige Möbelfabrik Gessmann ist jetzt ein Künstlerhaus.

Neu-Isenburg (hov) - Sein letztes Projekt bleibt nicht unvollendet: Der Wunsch des in der vergangenen Woche verstorbenen Wilhelm Hein Krahn, in der alten Gessmann-Möbelfabrik ein Künstlerhaus aufzubauen, geht in Erfüllung.

„Eine junge Architektin wird das Projekt in seinem Sinne weiterführen“, ist gestern von Stadt-Pressesprecherin Cornelia Doebel zu erfahren. Und wie zum Beweis ihrer Worte erreicht die Redaktion kurz darauf die Mitteilung, dass die ehemalige Möbelfabrik zum Künstlerhaus wird. „Neu-Isenburg gewinnt erneut Profil als Standort für Kunst und Kultur“, schreibt die Frankfurter Architektin Natascha Hempel.

Künstlern und Kreativen sollen die neuen Ateliers in der Ludwigstraße Raum zum Arbeiten bieten. Die kleinteilige Ausrichtung, sagt Hempel, erlaube eine Vielzahl von Ateliermöglichkeiten, die einzeln oder kombiniert seit Anfang Mai gemietet werden können. Zur Straße hin gibt es zudem einen Laden, der zur Ausstellung und zum Verkauf der Arbeiten genutzt werden kann.

Café-Künstlertreff lädt zum Verweilen ein

Ein 40 Quadratmeter großes Atelier ist vom Hof aus zugänglich. Das Atelierhaus betritt der Besucher durch eine hohe, fast 100 Quadratmeter große und lichtdurchflutete Halle. Diese soll künftig für Einzelausstellungen oder als Bildhauerwerkstatt dienen. Ein Café-Künstlertreff lädt zum Verweilen ein.

Die Ateliers liegen in der ersten und zweiten Etage, sind unterschiedlich groß und können auch miteinander kombiniert werden. Ein großer Raum bietet die Möglichkeit, als Gemeinschaftsatelier oder Schulungsraum genutzt zu werden. Einige der zwischen 40 und 100 Quadratmeter großen Ateliers sind bereits vermietet, andere stehen interessierten Künstlern offen.

Noch Sponsoren gesucht

Ganz im Sinne des Ideengebers Wilhelm Hein Krahn und zur Erinnerung an das Gessmann-Einrichtungshaus und die Gessmann-Galerie sollen die Künstler durch günstige Mietpreise und eine kostenlose Nutzung der Gemeinschaftsräume unterstützt werden. Dafür werden noch Sponsoren gesucht, die bereit sind, Kunst und Kultur in Neu-Isenburg über kleine Beiträge für das Künstlerhaus zu fördern. „Das Angebot richtet sich jedoch nicht nur an Isenburger Künstler, sondern auch an Interessierte von außerhalb“, betont Hempel. Sie hofft, auch Isenburger Unternehmer als Förderer gewinnen zu können. „So bildet diese Aktivität eine wesentliche Grundlage für ein kulturelles Wir-Gefühl, dass von allen Teilen der Bevölkerung gefördert werden sollte“, schreibt sie. Künstler und Interessierte können das Künstlerhaus nach Absprache besichtigen. Infos gibt es unter 06102 89910.

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