STADTUMBAU

Lichtblick für Optik und Klima in Neu-Isenburg

Arg in die Jahre gekommen ist die aus den 1970ern stammende Straßenbeleuchtung im Alten Ort. Die Masten der verschiedenen Sorten von Lampen sind teils nicht mehr standfest. Ab heute nun soll Besserung her. Foto: hov
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Arg in die Jahre gekommen ist die aus den 1970ern stammende Straßenbeleuchtung im Alten Ort. Die Masten der verschiedenen Sorten von Lampen sind teils nicht mehr standfest. Ab heute nun soll Besserung her.

Warmweißes Licht aus nostalgischen Lampen für den Alten Ort: Mit der Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit „altstadt- und klimagerechten“ Lampen soll ab dem heutigen Montag die nächste Maßnahme aus dem Großprojekt Stadtumbau umgesetzt werden.

Neu-Isenburg – Die Stadt hat die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH beauftragt, 80 Leuchten und 57 Masten auszutauschen. Die ausgewählten Modelle haben eine nostalgische Form und passen nach Meinung des Magistrats sehr gut in das Straßenbild der Altstadt. „Das Innenleben ist dank modernster LED- und Reflektortechnik energieeffizient und klimagerecht. Das Licht ist warm-weiß und hat eine angenehme, breit-strahlende Lichtcharakteristik; einzelne Bereiche, in denen weniger Licht erwünscht ist – wie zum Beispiel vor Hauswänden – können durch Segmente abgeschattet werden“, weiß Dirk Luckmann, Abteilungsleiter Stromnetz bei den Stadtwerken, zu berichten.

Die Kosten einschließlich aller Nebenarbeiten betragen nach Angaben des Magistrats 213 428 Euro. Damit liege das Angebot sogar weit unter den kalkulierten 270 000 Euro. Die Stadtwerke seien mit dem Angebot der günstigste Anbieter bei der Ausschreibung gewesen.

„Mit den Fördermitteln aus dem Stadtumbau-Programm werden wir Neu-Isenburg schöner machen“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. „Nachdem im vergangenen Jahr bereits Sitzbänke auf dem Rosenauplatz aufgestellt wurden, freuen wir uns auf diesen Lichtblick im Alten Ort.“

Ohnehin ist die künftige Gestaltung des Alten Orts bekanntlich seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema – ist dieser doch das historische Herz der Hugenottenstadt. Doch besonders die Straßenbeleuchtung aus den 1970er Jahren ist arg in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig. Auch die Bürgerinitiative „Schöner Alter Ort“ hatte schon vor Jahren den Wunsch geäußert, statt der „derzeit vier verschiedenen Sorten von Straßenlaternen“ sei eine einheitliche, energiesparende Beleuchtung erstrebenswert.

Alle städtebaulichen Maßnahmen des Förderprogramms Stadtumbau hat die Stadt im Internet veröffentlicht. Im Programm soll in den nächsten zehn bis zwölf Jahren – mit Beteiligung der breiten Öffentlichkeit und gemeinsam mit Unternehmen, Einzelhändlern, Bürgerinitiativen, Vereinen – eine Vielzahl von abgestimmten Lösungen umgesetzt werden.

Bereits bewilligte Maßnahmen sind neben der Erneuerung der Beleuchtung zum Beispiel ein Verkehrsgutachten für den Alten Ort, das nach Angaben des Magistrats in Arbeit ist, oder das Parkraumbewirtschaftungskonzept für die Hugenottenstadt. Dafür ist ein Auftrag erteilt. Zudem werde derzeit ein Leistungsverzeichnis erstellt fürs Verkehrskonzept für die Frankfurter Straße.

Von Barbara Hoven

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