Nicht nur Kinder fühlen sich pudelwohl

Neues Familienzentrum „Das Känguruh“ eingeweiht: Verein hat steinigen Weg gemeistert

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Viel Platz für Kreativität: Nicole De Caro-Klein (hinten) und Helene Stehr-Böhlendorff (rechts) freuen sich mit den Kids über das neue Familienzentrum.

„Hier ziehen wir so schnell nicht mehr aus“, sagt Helene Stehr-Böhlendorff unter dem Beifall der vielen Eltern, die zum Einweihungsfest für das Familienzentrum „Das Känguruh“ in die Friedrich-List-Straße 61 gekommen sind.

Neu-Isenburg – Dort, in den ehemaligen Räumen der städtischen Kita, haben die Känguruhs, die zuvor in einem Gebäude der Marktplatzgemeinde An den Schulwiesen 17-19 ansässig waren, seit August endlich eine Bleibe nach langen Jahren gefunden: Die Stadt hat für den Verein die ehemaligen Kita-Räume erneuert und renoviert, sodass die Känguruhs dort nun mit ihren zwei U3-Gruppen und einer Kita-Gruppe insgesamt Platz für 49 Jungen und Mädchen haben. „Nach über 20 Jahren haben wir endlich eine kindgerechte Einrichtung erhalten“, freut sich Geschäftsführerin Stehr-Böhlendorff.

„Wir wussten zwar, dass wir im Gebäude An den Schulwiesen nur für eine gewisse Zeit bleiben werden, aber es war dennoch länger als gedacht – umso mehr freuen wir uns jetzt, hier eine hoffentlich längere Bleibe gefunden zu heben“, betont sie.

Für die Pädagogische Leiterin Nicole De Caro-Klein ist es jetzt „wie im Paradies“, wie sie die räumlichen Gegebenheiten und das große Außengelände, das allen Riesenspaß mache, beschreibt. Die drei Gruppen und ihre Betreuer haben sich mittlerweile eingelebt und jeder hat sein „Plätzchen“ gefunden. Nach dem Auszug der städtischen Kita – diese bezog bekanntlich die neu erbaute Kita im Birkengewann – wurden die Räumlichkeiten renoviert und den Wünschen der Känguruhs angepasst. Die Freude darüber ist beim Eröffnungsfest am Samstagnachmittag groß.

Neu-Isenburg: Das Känguruh hat sechs Umzüge hinter sich

Bürgermeister Herbert Hunkel beschreibt noch einmal den steinigen Weg des Vereins „Das Känguruh“, der mittlerweile sechs Umzüge hinter sich hat. „Trotz aller Widrigkeiten in den 22 Jahren haben sie nicht aufbegehrt, sondern haben mit dem besonderen Engagement der Eltern immer das Beste für das Wohl ihrer Kinder daraus gemacht“, lobt der Rathauschef alle Beteiligten und überreicht den Kindern einen großen gelben Kipplaster. Das Stadtoberhaupt selbst erhält für sein Engagement ein „Willkommenskänguruh“, so wie es jedes neue Kind, das in das Familienzentrum kommt, erhält.

Wie aus Eltern der vom Verein betreuten Kinder eine große Familie geworden ist, beschreibt Isabel Altmann, die Vorsitzende des Vereins „Das Känguruh“. „Als ich 2011 nach der Geburt meiner Tochter auf der Suche nach einem Krippenplatz war und von einer Mitarbeiterin im Pekip-Kurs mir dieses Familienzentrum empfohlen wurde, hätte ich nie gedacht, dass ich nach acht Jahren – heute – hier aus einer echten Familie gehe“, beschreibt Altmann ihre Empfindungen. Im Haus An den Schulwiesen habe sie mit ihrem Mann und der ganzen Familie an fast 2000 Tagen nicht nur ihre Kinder gebracht und wieder abgeholt, sondern dort auch gebastelt, viele Gespräche geführt, gespielt – und vor allem gelebt, sagt Altmann. „Ich wünsche allen Eltern, dass sie, ganz gleich was sie suchen, genau das hier im neuen Zuhause der Känguruhs finden“, betont die in zwei Wochen aus dem Amt scheidende Vorsitzende des Vereins.

Neu-Isenburg: Räumlichkeiten eine eindeutige Verbesserung

Für Nicole De Caro-Klein sind vor allem die Räumlichkeiten eine besondere Verbesserung – auch für das Personal. „Wir haben jetzt einen eigenen Personalraum, wo sich die Erzieher vorbereiten und auch mal zurückziehen können“, verweist die Pädagogische Leiterin auf eine wichtige Neuerung. „Wir suchen noch weitere Erzieher, da spielen solche Aspekte auch eine Rolle.“

Der von Eltern getragene Verein „Das Känguruh“ betreut, einschließlich der Dependance im Familienzentrum an der Kurt-Schumacher-Straße, rund 70 Familien. „Wir bieten drei unterschiedliche Betreuungsmodelle, von der Krabbelgruppe über die Tagesbetreuung bis hin zu einer Englisch-Gruppe für Kinder ab vier Jahren“, nennt De Caro-Klein die Vorzüge.

Jetzt wird noch der große Vogel am Eingang gegen ein Känguruh ausgetauscht, dann ist die Känguruh-Familie wirklich in ihrem Paradies angekommen.  

lfp

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