Vor dem Spielpark Tannenwald

Zebrastreifen soll besser einsehbar werden

Neu-Isenburg - Er ist nagelneu gestaltet und verspricht Abkühlung bei dieser Hitze: Der Spielpark Tannenwald ist derzeit ein gefragtes Ausflugsziel, was natürlich mit viel Autoverkehr einhergeht.

Die Stadt hat die Verkehrssituation an der Friedensallee im Auge und will zeitnah die Sicht auf die Fußgänger am Zebrastreifen verbessern.
„Um kritische Verkehrssituationen und innerstädtische Gefahrenpunkte frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden, sind die Mitarbeiter der Verkehrsbehörde in Neu-Isenburg regelmäßig im Außeneinsatz“, erklärt gestern Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Bei einem dieser Vorort-Termine, bei dem auch der Erste Stadtrat dabei war, stand nun die Verkehrssicherheit in der Friedensallee im Bereich des Zebrastreifens vor dem Tannenwald auf dem Prüfstand. Hintergrund war auch die in den sozialen Medien derzeit laufende Diskussion über die Frage, wie sicher die Kinder und Erwachsenen auf Höhe des Tannenwald-Eingangs über die Straße kommen.

Noch dazu war es bekanntlich Ende Juli am dortigen Zebrastreifen zu einem Verkehrsunfall gekommen; eine 81-jährige Autofahrerin hatte zwei Kinder angefahren. Zwar sei nach derzeitigem Stand der polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall nicht überhöhte Geschwindigkeit der Grund für den Unfall gewesen, formuliert Schmitt vorsichtig. Der Unfall in dem Bereich des Zebrastreifens im vergangenen Monat sei übrigens der erste Verkehrsunfall dort seit über zehn Jahren gewesen.

Trotzdem sei die Stadt an dieser Stelle derzeit „extra-sensibel“ und schaue lieber einmal zu oft hin – auch wegen des gerade neu eröffneten Tannenwalds, der viele Besucher anzieht.

Bereits 2012 hat die Stadt bekanntlich an der Stelle in der Friedensallee ein Dialog-Display aufgestellt, das je nach Tempo des Verkehrsteilnehmers anstelle der Geschwindigkeit die Worte „Danke“ oder ein mahnendes „Langsam“ einblendet. Die dortigen Geschwindigkeitsmessungen belegen laut Magistrat, dass sich die Autofahrer vor dem Tannenwald im Wesentlichen an die vorgegebene Geschwindigkeit halten. „Ich glaube schon, dass die Displays greifen“, betont Schmitt. Als Beispiel berichtet der zuständige Dezernent gestern von einer dortigen Geschwindigkeitskontrolle am vergangenen Donnerstag. Zwischen 8.43 und 9.50 Uhr seien 177 Fahrzeuge gezählt worden, „nur drei Fahrzeugführer überschritten die erlaubte Geschwindigkeit, das sind nur 1,7 Prozent“.

Knall auf Fall: Neue Airbags für noch mehr Sicherheit

Natürlich sei oft eine überhöhte Geschwindigkeit die Ursache von Verkehrsunfällen, „dies war im vorliegenden Fall aber nicht der Grund“. Die Unfallursache werde derzeit durch die Polizei geklärt, auch Zeugen würden noch vernommen. „Dennoch werden wir die Einsehbarkeit des Zebrastreifens für die Verkehrsteilnehmer kurzfristig optimieren“, berichtet Schmitt. Geplant ist, im Bereich der Aufstellfläche für die Fußgänger einen Blumenkübel aufzustellen, der verhindert, dass dort ein Auto parken kann. „Somit wird die Sicht auf die Fußgänger verbessert“, hoffen die Fachleute. Dies führe, so ergänzt Schmitt mit Bedauern, zwar dazu, dass ein Parkplatz weggenommen werden muss. Doch die Sicherheit der Fußgänger und insbesondere der Kinder habe in diesem Fall natürlich Vorrang. Die Anwohner im unmittelbaren Bereich des Fußgängerüberwegs habe die Stadt bereits über die bevorstehende Maßnahme schriftlich informiert. Läuft alles nach Plan, soll der Blumenkübel am heutigen Donnerstag aufgestellt werden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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