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Neu-Isenburg nimmt Vorreiterrolle ein

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Von: Holger Klemm

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Neue Prokuristin der NIKi gGmbH ist Clarissa Malerczyk.
Neue Prokuristin der NIKi gGmbH ist Clarissa Malerczyk. © p

Es war eine wegweisende Entscheidung der Stadt Neu-Isenburg, vor fünf Jahren die städtische NIKi gGmbH zu gründen, um die Schulkindbetreuung auf sichere Beine zu stellen. Mit 1020 Plätzen in der Nachmittagsbetreuung an den sechs Grundschulen ist Neu-Isenburg Spitzenreiter im Kreis.

Neu-Isenburg - Um die Eltern in den Schulfördervereinen zu entlasten, wurde nach einer Idee des damaligen Bürgermeisters Herbert Hunkel am 28. November 2016 eine stadteigene Gesellschaft – die Neu-Isenburger Kinderbetreuung (NIKi) – gegründet, die im Januar 2017 ihre Tätigkeit aufnahm. „Damit haben wir die Schulkindbetreuung professionalisiert und in einen rechtlich sicheren Rahmen gestellt“, betont Hunkel. Die vorbildliche Arbeit der Fördervereine in der Schulkindbetreuung wurde seinen Angaben nach fortgesetzt, die guten und bewährten Angebote wurden erhalten und bis heute weiter ausgebaut, zum Beispiel in den Ferien. Die NIKi gGmbH kümmert sich um alle personellen, administrativen und organisatorischen Aspekte als zentral koordinierender Dienstleister. „Damit hat Neu-Isenburg hessenweit eine Vorreiterrolle übernommen“, führt Hunkel weiter aus. Auch Kultusminister Alexander Lorz fand bei seinen Besuchen in der Hugenottenstadt lobende Worte für das Modell.

Träger für das Betreuungsangebot am Nachmittag sind die Stadt und die NIKi gGmbH. 2022 beläuft sich der städtische Zuschuss auf 2,3 Millionen Euro. Alle 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den ehemaligen Fördervereinen und Betreuungseinrichtungen der Grundschulen wurden in die NIKi gGmbH übergeleitet – heute sind es 78.

Bis zur Gründung der städtischen Gesellschaft wurde die Betreuung an den sechs Grundschulen sehr unterschiedlich organisiert, je nach Schulkonzept und arbeitsvertraglichen Regelungen. Auf Initiative von Hunkel wurde eine Lösung gesucht, um die Fördervereine zu entlasten und aus der Haftung zu nehmen. Mit NIKi konnten nach Angaben der Stadt alle komplexen arbeitsrechtlichen Fragestellungen gebündelt, Arbeitsverträge, Vergütungen und Prozesse standardisiert werden. Hinzu kam eine einheitliche Fachaufsicht. Durch Synergieeffekte bei der Zentralisierung der Verwaltung seien die Kosten gesenkt worden, die beständige Geschäftsleitung habe zu mehr Planungssicherheit für die Angestellten gesorgt. Oberstes Aufsichtsorgan ist die Gesellschafterversammlung, vertreten durch den Magistrat. Die Geschäftsführerin ist die Fachbereichsleitung Kinder und Jugend, vertreten durch Sonja Ohr und die beiden Prokuristen der NIKi. Der Beirat setzt sich aus dem Bürgermeister, Magistratsmitgliedern, der Vorsitzenden des Ausschusses für Familie, Jugend, Soziales und Senioren sowie Vertretungen der Schulleitungen, der pädagogischen Leitungen und Elternbeiräte zusammen.

Nach dem Ausscheiden der bisherigen Prokuristin Barbara Theis zum Jahresende 2021 hat die Gesellschafterversammlung Clarissa Malerczyk zur Nachfolgerin bestellt. Die Wirtschaftsfachwirtin, die 19 Jahre lang für die Fraport, tätig war, wird künftig gemeinsam mit Felicitas Schneider als Prokuristin die Gesellschaft vertreten. Die gebürtige Hofheimerin arbeitet seit Mitte November bei der NIKi. „Ich freue mich jeden Tag auf meine Arbeit, weil der Beruf so vielseitig ist. Wir übernehmen die Abrechnung, den Jahresabschluss, die Einstellung bis hin zur Kommunikation mit den Einrichtungen. Dies ist wirklich eine visionäre Organisation der Schulkindbetreuung zum Wohle der Kinder“, betont die 45-Jährige.  hok

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