Uran in der Garage?

Mann findet Dose mit gefährlicher Aufschrift ‒ Kripo ermittelt

Mit Sicherheitsausrüstung wurde der vermeintliche Fund des radioaktiven Materials von der Feuerwehr untersucht.
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Mit Sicherheitsausrüstung wurde der vermeintliche Fund des radioaktiven Materials von der Feuerwehr untersucht.

Eine Dose mit der Aufschrift „Uranerz, stark strahlend“ sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr Neu-Isenburg im Kreis Offenbach. Nun hat die Kripo Ermittlungen aufgenommen.

Update vom Mittwoch, 28.04.2021, 16.40 Uhr: Nach dem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Neu-Isenburg bei Offenbach hat die Polizei weitere Details bekannt gegeben. Einem Mann war nach eigenen Angaben beim Aufräumen seiner Garage am Montag (26.04.2021) bereits gegen 13 Uhr eine Dose mit unbekanntem Inhalt umgekippt. Aus der Dose sollen daraufhin „Steine“ gefallen sein, die er zunächst wieder zurück in die Dose packte. Dabei fiel dem Mann die Aufschrift „Uranerz - hoch strahlend“ auf.

Als er am frühen Abend die Rettungskräfte verständigte, rückten diese mit einem Großaufgebot an und sperrten den vermeintlichen Gefahrenbereich aus Sicherheitsgründen weiträumig ab. Erst gegen 22.50 Uhr konnte nach Hinzuziehen der Rufbereitschaft des Umweltministeriums geklärt werden, dass die „Steine“ aus der Dose natürliche Uranmineralien sind, von denen keine unmittelbare Gefährdung ausging.

Der Besitzer der Garage im Kreis Offenbach, der vorsorglich in einer Frankfurter Klinik untersucht wurde, konnte die Ambulanz bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen und nach Hause gehen. Das Fachkommissariat für Umweltdelikte der Kriminalpolizei Offenbach hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und stellt sich unter anderem die Frage, woher die Dose stammt und wer sie in der Garage deponierte. Die Mineralien wurden am Dienstag (27.04.2021) von Fachkräften des Regierungspräsidiums Darmstadt abgeholt und ordnungsgemäß entsorgt.

Neu-Isenburg bei Offenbach: Mann findet Dose mit bedrohlicher Aufschrift

Erstmeldung vom Dienstag, 27.04.2021: Neu-Isenburg – Die Feuerwehr aus Neu-Isenburg bei Offenbach musste am Montagabend (26.04.2021) zu einem besonderen Einsatz ausrücken. Eine Person hatte gemeldet, beim Aufräumen in der Garage einen Behälter mit der Aufschrift „Uranerz, stark strahlend“ gefunden zu haben.

Mit neun Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften inklusive Strahlenschutzausrüstung rückte die Feuerwehr beim Fundort in der Alicestraße in Neu-Isenburg bei Offenbach an und, in der Tat, fand dort den beschriebenen Behälter. Sofort seien am Einsatzort Messungen durchgeführt worden, teilte die Feuerwehr Neu-Isenburg mit. Eine Kontamination der Person, die den Behälter gefunden hatte, konnte jedoch nicht festgestellt werden. Sicherheitshalber wurde die Person in ein Krankenhaus gebracht, welches sie aber kurze Zeit später wieder verlassen konnte.

Kreis Offenbach: Feuerwehr-Großeinsatz wegen Uran-Fund: Nur leicht erhöhte Radioaktivität

Am Einsatzort wurde nun auch im Umfeld des Behälters gemessen. Dort konnte in der Tat eine leicht erhöhte Radioaktivität festgestellt werden. Die Werte lagen jedoch laut Feuerwehr „weit unter jeglicher Warn- und Alarmschwelle“. Durch Spezialkräfte der Berufsfeuerwehr Frankfurt konnte der Stoff identifiziert und klassifiziert werden. Nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium Darmstadt wurde der Behälter in ein Fass gepackt und an seinem Fundort belassen.

Die Feuerwehr Neu-Isenburg stellte sich erst vor kurzem personell neu auf. Sebastian Morawe ist erst seit Anfang des Monats neuer Stadtbrandinspektor in Neu-Isenburg im Kreis Offenbach. (als)

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