FDP bohrt in Sachen Verlängerung nach

Offene Fragen zur RTW

Obwohl es die RTW noch nicht gibt, muss sie schon jetzt in alle Infrastrukturmaßnahmen der Stadt miteinbezogen werden. Zum Beispiel in die viel diskutierte Frage, wie die Kreuzung der Frankfurter mit der Friedhof- und Carl-Ulrich-Straße gestaltet werden soll. -   Foto: ms
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Obwohl es die RTW noch nicht gibt, muss sie schon jetzt in alle Infrastrukturmaßnahmen der Stadt miteinbezogen werden. Zum Beispiel in die viel diskutierte Frage, wie die Kreuzung der Frankfurter mit der Friedhof- und Carl-Ulrich-Straße gestaltet werden soll.

Neu-Isenburg - Die Regionaltangente West (RTW) ist ein Projekt, das Neu-Isenburg nachhaltig verändern wird – und für entsprechend viel Gesprächsstoff sorgt in der Stadt.

Weil jedoch aus Sicht der FDP-Fraktion „viele für die diesbezüglichen Entscheidungen wichtige Fragen noch nicht geklärt sind“, bohren die Liberalen nun mit einer ausführlichen schriftlichen Anfrage an den Magistrat nach. Denn diese Fragen seien „wichtige Faktoren für das Bauprojekt und unsere Bürger“, heißt es in der von Fraktionschef Thilo Seipel unterzeichneten Anfrage. Den Fokus richten die Liberalen dabei vor allem auf das umstrittene Thema RTW-Verlängerung bis ins Birkengewann.

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Die FDP will mehr Fakten darüber haben, wohin die Reise geht. Unter anderem fragt die Fraktion daher nach, ob 100 Meter lange Züge durch Neu-Isenburg fahren werden, was entsprechende „stadt-teilende“ Haltestellenlängen verursache, oder ob kürzere Züge geplant sind. Auskunft fordert die Fraktion des Weiteren darüber, ob die vom Planungsbüro Habermehl und Follmann geplanten „Pförtnerampeln“ zur Zuflusssteuerung des Autoverkehrs (künstliche Stauung) vor den Toren der Stadt in der Ost-West-Achse seitens Hessen-Mobil überhaupt genehmigungsfähig seien. Und auch darüber, wo genau das bei einer Verlängerung der RTW im Osten zusätzlich geplante Parkhaus errichtet werden soll: „Ist dieses mit der dort geplanten Sportanlage kompatibel oder muss die Sportanlage dann kleiner ausfallen?“, steht im Fragenkatalog.

Auch wie es mit den Fahrspuren auf der Friedhofstraße bei einer RTW-Verlängerung bis ins Birkengewann aussehe und welche Variante der Gleisführung zwischen Frankfurter Straße und Herzogstraße bei einer Verlängerung realisiert werden soll, fragt die FDP. Und: „Soll eine eingleisige Trassenführung auf separatem Gleiskörper erfolgen, oder soll eine zweigleisige fahrbahngleiche Trassierung mit Erhalt der insgesamt vier Fahrstreifen für den Pkw-Verkehr realisiert werden?“

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Weitere Punkte im Fragenkatalog beziehen sich darauf, wie die künftigen Abbiegebeziehungen für den motorisierten Individualverkehr entlang der Friedhofstraße bei einer RTW-Verlängerung geregelt würden und ob die Aral-Tankstelle auch zukünftig aus beiden Fahrtrichtungen erreichbar bleibe. Und schließlich richten die Liberalen den Blick auch aufs Geld: „Welche investiven Kosten entstehen der Stadt für die RTW-Verlängerung bis Birkengewann? Welches Betriebskostenrisiko wird die Stadt Neu-Isenburg mit und ohne Verlängerung tragen?“

Antworten erhofft sich die FDP bis zur nächsten Sitzung des Stadtparlaments, die für den 30. Oktober – und damit ausnahmsweise an einem Dienstag- statt Mittwochabend – angesetzt ist. (hov)

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