Isenburg on Ice

Eisbahn auf dem Rosenauplatz für 2020 abgesagt - Stadt prüft Hygienekonzept für Weihnachtsmarkt

Ein Bild aus unbeschwerteren Tagen: Die Premiere der Eisbahn 2019 auf dem Rosenauplatz wurde sehr gut angenommen. Aus einer Neuauflage in diesem Jahr wird jedoch nichts.
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Ein Bild aus unbeschwerteren Tagen: Die Premiere der Eisbahn 2019 auf dem Rosenauplatz wurde sehr gut angenommen. Aus einer Neuauflage in diesem Jahr wird jedoch nichts.

Die Premiere im vergangenen Winter kam nicht nur beim Nachwuchs gut an. Auch die Stadt wertete das Eisvergnügen im Dezember 2019 auf dem Rosenauplatz als Erfolg – und so waren sich die Stadt und alle Beteiligten nach dem Ende bald einig, dass es Ende 2020 eine Wiederholung geben sollte. „Das Flair würde in diesem Jahr wegfallen.“

Neu-Isenburg - Doch nun ist es gewiss, dass daraus nichts wird: In diesem Jahr bremst Corona auch „Isenburg on Ice“ aus. „Aufgrund der weiter bestehenden Corona-Pandemie kann die Veranstaltung mit der Eisbahn auf dem Rosenauplatz nicht durchgeführt werden. Von einer entsprechenden Ausschreibung wurde abgesehen.“ So ist es in den aktuellen Mitteilungen des Magistrats zu lesen, die die Stadtverordneten in der Parlamentssitzung am Mittwochabend auf ihren Tischen vorfanden.

Das Virus und die damit einhergehenden Verordnungen ließen den Verantwortlichen letztlich keine andere Wahl – zumal man vor völlig neuen Herausforderungen in der Umsetzung der Eisbahn stand. Im Verlauf der zahlreichen Gespräche sei deutlich geworden, „dass dabei umfassende kalkulatorische sowie organisatorische Neuplanungen hätten erfolgen müssen“. So etwa hätte das Gelände eingezäunt werden müssen. Auch Maßnahmen wie Besucherzahlkontrolle, Datenerfassung und das Eislaufen mit Maske und in festgelegten Zeitfenstern wären unumgänglich gewesen. Maximal 39 Personen hätten die Eisfläche gleichzeitig nutzen dürfen. Und schließlich hätte es auch keine Gastronomie wie im vergangenen Jahr geben können. Faktisch wäre das kleine Hüttendorf weggefallen – samt Glühweinausschank und Snackverkauf.

Kurz: eine unbeschwerte Umsetzung des Eisvergnügens wäre in diesem Winter nicht möglich gewesen. Und die vielen Auflagen hätten die Sache enorm verteuert.

„Somit bleibt unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen festzuhalten, dass eine Eisbahn in diesem Jahr eine rein sportliche Angelegenheit zum Eislaufen ohne Aufenthaltsqualität wäre“, schreibt der Magistrat. „Das Flair, das viele Isenburger im letzten Jahr noch begeisterte und zu munterem Verweilen an der Eisbahn geführt hatte, bei dem sehr viele Eltern und Großeltern ihre Kinder begleiteten (insgesamt 9000 Schlittschuhläufer), würde in diesem Jahr wegfallen.“ Aus diesen Gründen habe man einvernehmlich beschlossen, in dem Jahr der Pandemie keine Eisbahn auf dem Rosenauplatz zu veranstalten.

Ganz gestorben sein soll die Idee damit aber nicht. Die Mitteilung des Magistrats schließt mit dem Hinweis: „Wenn irgend möglich, soll im übernächsten Winter 2021/22 wieder eine Eisbahn auf dem Rosenauplatz realisiert werden.“ Die Planungen würden unter enger Einbindung der Sponsoren in dieser Richtung fortgesetzt.

Und wie sieht es mit dem Weihnachtsmarkt aus? Wird es einen Budenzauber im Alten Ort unter Pandemie-Bedingungen geben? „Wir prüfen noch ein passables Hygienekonzept für einen Weihnachtsmarkt“, sagte dazu gestern Bürgermeister Herbert Hunkel auf Anfrage. Sobald das Ergebnis vorliege, werde er berichten. (hov)

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