Das Festival-Fieber steigt

26. Open Doors Festival startet am Wochenende

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Gypsys Orchestra

Neu-Isenburg - Zum 26. Mal verwandelt sich Neu-Isenburg am Wochenende beim Musikspektakel Open Doors in eine große Bühne. Von Freitag an sind an drei Tagen 40 Bands zu hören, dazu gibt es allerlei Feiertrubel und einen neuen Soli-Button.

Und eine gute Nachricht für Fans der großen Sause vermeldet Organisator Michael Kercher gleich mit: Auch für drei weitere Jahre sei das Festival nun gesichert.Kercher der von der Stadt beauftragte Organisator der Open Doors, ist mit seinem Team dieser Tage in der letzten, ganz heißen Vorbereitungsphase für die 26. Auflage des Musikfestivals. Denn die geht am kommenden Wochenende drei Tage lang über die Bühne. Und doch geht es beim Pressegespräch zunächst nicht um das diesjährige Festival – sondern tatsächlich schon um diejenigen der Jahre 2019, 2020 und 2021.

Das Gespräch kommt auf den Ausblick, denn Kercher hat mit seinem schon vor vielen Wochen verfassten Vorwort zum 2018er-Festival-Begleitheft aufhorchen lassen. „Das Jubiläum ist überstanden – und 25 Jahre Musikspektakel in Neu-Isenburg waren offensichtlich noch nicht genug“, schreibt er – er freue sich, das 26. Festival ankündigen zu können. „Ob es dann allerdings auch danach noch weitergeht, ist in Zeiten von Haushalts- und Budgetkürzungen eine bis dato noch offene Frage.“

Bilder: Open Doors in Neu-Isenburg

Partyband Hessentaler

Die aber, so freut sich Kercher nun zu vermelden, mittlerweile habe beantwortet werden können. Gemeinsam mit den von Seiten der Stadt zuständigen Akteuren um Kulturdezernent Theo Wershoven, Thomas Leber, Leiter der Hugenottenhalle, und den Fraktionen „sind wir übereingekommen, dass wir das noch mindestens drei Jahre weiter machen“. Auch am Budget werde in dieser Zeit nicht geruckelt. „Das heißt, dass das Festival für drei weitere Jahre gesichert ist, und darüber hinaus würde ich das auch machen“, ergänzt Kercher. Auch wenn die Suche nach Sponsoren, von denen das Festival bekanntlich neben dem Zuschuss der Stadt lebt, immer komplizierter werde. Dass die Macher im Vergleich zu den Vorjahren das Programm abspecken mussten, liegt, wie berichtet, beispielsweise auch daran, dass sich kein Sponsor für die Charity-Bühne beim Bier Müller hat finden lassen. Aber Kercher und sein Team der Agentur „12 Löwen“ haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit die Veranstaltung ihrem in den Vorjahren beständig aufgebauten guten Ruf und hohen Anspruch gerecht werden kann.

Band The Punch’n’Judy Show

Den formuliert Festival-Koordinator Dominik Stotzem bei der Programmvorstellung so: „Wir wollen mit unserem multikulturellem Bühnenprogramm keine Wünsche offen lassen. So werden nicht nur ganze Familien, sondern auch Freunde handgemachter Livemusik, Tanzfanatiker und Nachtschwärmer angesprochen.“ Ab Freitag, 20. Juli, spielen 40 Bands auf elf Bühnen. Das Team um Kercher hat für das dreitägige Spektakel ein breit gefächertes Musikprogramm vorbereitet, bei dem sich alle wiederfinden sollen. Da werden auf der Hauptbühne in der Huha harte Töne zu hören sein, wenn am Freitag Purple Rising die größten Hits der Hardrock-Legende Deep Purple spielen – als Einheizer für den Gig des Gypsys Orchestra samt Bläser-Satz und Streichquartett.

Da werden auch emotionale Töne kommen, wenn etwa die Soul-Giganten Superphonix spielen. Dazu steht die Salsa-Bastion Orquesta Salsamania ebenso im Programm wie sonntags zum Ausklang die Volksrocker Hessentaler. Groove Connect, die Quietschboys, Noizebox oder auch die folkigen Publikumslieblinge von Paddy Goes To Holyhead sind nur einige der weiteren Namen. Im Treffpunkt an der Bahnhofstraße heizen die Mädels der AC/DC-Tributeband X-Hells am Freitagabend ein.

Formation Orquesta Salsamania

Die City wird mit 75 Verkaufsständen belebt. Wie berichtet, bleibt das Festival zwar auch 2018 kostenlos, die Besucher können es aber unterstützen, indem sie freiwillig für fünf Euro einen Button kaufen. Zwei Euro von den Einnahmen fließen als Spende in die Charity-Aktion zugunsten der Kinderhilfestiftung, die anderen drei an die Stadt. Der Magistrat hofft, so wenigstens einen Teil der Kosten (mehr als 70.000 Euro gab Stadt für die Sause zuletzt aus) abzufangen. Denn die waren in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen gestiegen.

Der Buttonverkauf sei bereits gut angelaufen, sagt Kercher. „Viele Isenburger haben sich an den Vorverkaufsstellen in der Huha, im Bürgeramt und im Rathaus den kleinen roten Button organisiert und zeigen Flagge beim Festival.“ Während Thomas Leber mit dem Verkauf von rund 500 Buttons rechne, gehe er eher von 25.000 aus, merkt Kercher noch augenzwinkerd an – „ich hoffe, wir werden uns dann in der Mitte treffen“.

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