Grundschüler nutzen Nachmittagsangebot

Schulkindbetreuung ist stark gefragt

Neu-Isenburg - Die Stadt hat die Betreuungsquote von Grundschulkindern in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Damit hat sie im Kreis Offenbach die Nase vorne.

Weil die Grundschulen bei der Betreuung an die Belastungsgrenzen gestoßen waren, hatte die Stadt bekanntlich Ende 2016 als erste Stadt im Kreis eine gemeinnützige GmbH zur Schulkindbetreuung namens Niki gegründet. Nicht nur die bisherige Bilanz zu deren Arbeit stimmt Bürgermeister Herbert Hunkel positiv – sondern auch allgemein die Zahlen im Bericht der Schulkindbetreuung im Kreis Offenbach 2016/17, den der Fachdienst Schule des Kreises vorgelegt hat. Dem ist zu entnehmen, dass die Schulkindbetreuung in Neu-Isenburg stark gefragt ist: 71,9 Prozent der Grundschüler nutzen nach dem Unterricht das Betreuungsangebot für den Nachmittag. Damit liege Isenburg „kreisweit mit Abstand vorne“.

Berücksichtige man noch weitere Maßnahmen wie die Hausaufgabenhilfen, so werde sogar eine Betreuungsquote von 88,4 Prozent der Grundschüler in Isenburg erreicht. Somit, bilanziert der Magistrat, habe die Stadt seit dem Jahr 2014 „eine Steigerung der Betreuungsquote in der Schulkindbetreuung um 12,1 Prozent und mit weiteren Maßnahmen um 18,4 Prozent“ erreichen können.

Alle angemeldeten Kinder der sechs Grundschulen erhalten laut Aussage aus dem Rathaus einen Betreuungsplatz – „die Belegungsquote von 102,6 Prozent wird durch Platzsharing-Modelle erreicht“. Im Mittelwert liegt die wöchentliche Öffnungsdauer der Betreuungseinrichtungen in der Hugenottenstadt bei 34,1 Stunden – im Kreis sind es 29,1 Stunden.

Vier Betreuungen im Kreis haben mit 50 oder mehr Wochenstunden die üppigsten Öffnungszeiten, darunter zwei Isenburger Schulen; die Ludwig-Uhland- und die Wilhelm-Hauff-Schule.

Bilder: Einschulung 2017 in Dreieich und Neu-Isenburg 

Doch nicht nur der quantitative Ausbau der Schulkindbetreuung ist nach den Worten Hunkels bemerkenswert, sondern auch die hohe Qualität, wie der aktuelle Bericht des Kreises zeige. Denn auch in diesem Bereich habe Isenburg die Nase im kommunalen Vergleich vorn. „Wir bieten für die Kitakinder ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot“, stellt Hunkel heraus. Der Bedarf der Eltern ende jedoch nicht mit dem Schuleintritt der Kinder. „Deswegen ist es uns sehr wichtig, die Schulkindbetreuung bestmöglich auszubauen, um die Familien zu entlasten und ihnen Planungssicherheit zu geben.“ Hunkel lobt die Arbeit von Niki-Geschäftsführerin Sonja Ohr und den 68 Mitarbeitern. An allen sechs Grundschulen gebe es ein an den Bedürfnissen der Eltern ausgerichtetes Betreuungsangebot, „um einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leisten“.

Im Jahr 2016 gingen 931 Kinder in die Schulkindbetreuung, dafür wendete die Stadt Neu-Isenburg rund 3,1 Millionen Euro auf. „Mittlerweile sind es noch mehr Kinder, wir haben inzwischen die 1000 geknackt“, ergänzt Ohr bei der Vorstellung des Berichts. Als zentral koordinierender Dienstleister soll die Niki gGmbH den organisatorischen Rahmen der Schulkindbetreuung weiter verbessern und Synergien nutzen. Die Fördervereine der Schulen seien dadurch deutlich entlastet worden. (nn)

Rubriklistenbild: © dpa

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