Auch zwei Gründungsmitglieder sind beim Turnier dabei

Skatclub Hugenottenbuben feiert 40. Geburtstag

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Karten sind ihre Passion: Vorsitzender Wolfgang Both (stehend) verfolgt das Skatturnier zum Jubiläum der Hugenottenbuben.

Neu-Isenburg - Vor 40 Jahren haben sich die Hugenottenbuben zusammengefunden – seither hat der Skatclub einige Erfolge feiern können. Neue Mitspieler, auch Rommé-Fans, sind immer gern gesehen.

Im Gemeinschaftsraum des Stadtteilzentrums West wird wieder einmal kräftig Skat geklopft und Rommé gespielt an diesem Samstagnachmittag. Das kommt freilich öfters vor – doch diesmal ist es eine ganz besondere Veranstaltung: die Hugenottenbuben feieren mit einem Turnier ihr 40-jähriges Bestehen. Was vor vier Jahrzehnten mit einem losen Treffen von am Skatspiel interessierten Isenburgern begann, hat sich zu einer festen Gemeinschaft entwickelt, die nun schon seit 40 Jahren Bestand hat. „Am Anfang waren es freilich nur Buwe, wie wir hier in Isenborsch sagen, aber bald kamen auch Damen zu uns – und die haben wir natürlich gerne aufgenommen“, schildert Wolfgang Both, derzeitiger Vorsitzender der Hugenottenbuben, kurz die Vereinsgeschichte. Jeden Freitagabend wird immer Skat gekloppt, hier sitzen meist Herren an den Tischen. Nebendran sind es mehrheitlich Damen, die sich beim Rommé-Spiel vergnügen; doch auch Herren gesellen sich immer öfter dazu. Die derzeit rund 30 Mitglieder kommen aber nicht nur aus der Hugenottenstadt, sondern auch aus Dietzenbach, Sprendlingen oder gar Kelsterbach.

Für sie ist Skat alles andere als ein „Kneipenspiel“, wie es im Volksmund manchmal heißt: In den Reihen der Hugenottenbuben gibt es echte Könner und einige recht erfolgreiche Spieler. „Wir sind genau genommen ein richtiger Sportverein und wurden sogar vor fünf Jahren vom Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ausgezeichnet“, verweist Both auf den bekannten Namen „Hugenottenbuben“ in der Skat-Sportszene. Früher waren die Hugenottenbuben mit drei Mannschaften im Ligabetrieb vertreten, die beste spielte gar in der Skat-Bundesliga. „Jetzt spielen wir mit einer Mannschaft noch in der Landesliga, was ja auch schon ein Erfolg ist“, betont Both.

Richtig erfolgreich sind die „Buben“ immer noch als Einzelspieler oder im Tandem. So nahmen Mitglieder im vergangenen Jahr an der Bundesmeisterschaft in Magdeburg teil und in diesem Jahr an der Bundesmeisterschaft Tandem in Bonn. Bei der Verbandsgruppenmeisterschaft in Oberissigheim belegten Hugenottenbuben-Senioren gleich alle drei erste Plätze – ein beachtlicher Erfolg.

Tasten, schubsen, zaubern: Gesellschaftsspiele für Familien

Beim Jubiläumsturnier zum 40-jährigen Bestehen spielen die 24 Teilnehmer indes mehr um die Ehre denn um Preise. „Alle Einsätze werden wieder ausgespielt“, verweist Both auf eine Staffelung der Ausschüttung.

Besonders stolz sind die Hugenottenbuben auf ihre beiden noch aktiven Gründungsmitglieder: Sowohl der 87-jährige Helmut Brunner als auch der 85-jährige Willi Seiferlein machen (manchmal) den Jüngeren noch etwas vor. „Das sind richtige Schlitzohren, da muss man schon gut aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird“, beschreibt Both scherzhaft seine Erfahrungen am Skattisch mit den beiden Gründungsmitgliedern.

Wer Interesse am Skat- oder Rommé-Spiel hat, der kann einfach freitagabends ab 19.30 Uhr ins Stadtteilzentrum West kommen, sich an einen Tisch setzen – und mitspielen. „Bei uns ist jeder willkommen, wir nehmen alle gerne auf“, betont Wolfgang Both. (lfp)

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