Coronakrise

Solidarisch trotz Corona: Nachbarschaftsnetzwerk in Neu-Isenburg

Sie wollen Älteren und Risikogruppen in der Coronakrise helfen: Junge Neu-Isenburger bauen ein Nachbarschaftsnetzwerk auf.

Neu-Isenburg – Die Krise führt die Menschen zusammen und auch in der Hugenottenstadt haben sich Bürger zusammengeschlossen, um gemeinsam Leute zu unterstützen, die besser nicht selbst in die Apotheke gehen oder für die der Einkauf für das alltägliche Leben wegen der Ansteckungsgefahr zu groß ist. „Während sich das Coronavirus ausbreitet, möchten wir all den Menschen zur Seite stehen, die sich am meisten davor schützen müssen. Wir wollen uns gegenseitig helfen bei Einkäufen, mit dem Hund gehen oder auch bei der Kinderbetreuung“, erläutert Sven Marquardt, Sprecher des Isenburger Jugendforums, die Idee, die hinter „Solidarisch trotz Corona – Neu-Isenburg“ steckt. Gemeinsam mit Hannes Leutloff von den Isenburger Grünen und Sophie Felauer ruft Marquardt zur Bildung eines solidarischen Nachbarschaftsnetzwerkes auf: „Wir suchen freiwillige Organisatoren und Helfer, die bereit sind Haushalte mit gefährdeten Personen mit wichtigen Erledigungen zu unterstützen und mit Lebensmitteln zu versorgen“, erläutert er. .

Der erste Aufruf auf den sozialen Netzwerken war auch bereits erfolgreich: „Wir haben schon viele Unterstützer gefunden und konnten Gruppen im Norden und Süden von Neu-Isenburg und auch für Gravenbruch und Zeppelinheim einteilen. Damit können wir für alle Helfer die Wege verkürzen und das gesamte Stadtgebiet abdecken“, erklärt Marquardt. Die ersten Hilfsanfragen sind schon erledigt, in den vergangenen beiden Tagen wurden wichtige Medikamente ausgefahren.

„Durch Solidarität stehen wir die nächsten Wochen gemeinsam durch“, ist der engagierte junge Isenburger überzeugt.

Er glaubt auch, dass mit diesem Angebot unvernünftige Hamsterkäufe vermieden werden können: Wenn drei Großpackungen Toilettenpapier auf der Einkaufsliste der Hilfesuchenden stehen, verspricht der Organisator der Hilfe, wird nur eine für jeden Haushalt eingekauft. „Schön ist auch, dass wir schon viel positive Resonanz erhalten haben. Von Bürgermeister Herbert Hunkel gab es ein Lob und eine Risikopatientin hat sich für die Hilfe bedankt und im Gegenzug angeboten, dass sie gerne bereit ist, stundenweise Telefondienste zu übernehmen, damit unsere Leitungen so gut wie möglich besetzt sind“, berichtet Marquadt von seinen ersten Erfahrungen. Wer bei „Solidarisch trotz Corona – Neu-Isenburg“ Hilfe anfragen möchte, kann dies per E-Mail unter solicorona.ni@gmail.com tun. Die Helfer sind außerdem per Telefon unter 069 348690695 zwischen 10 und 18 Uhr erreichbar.

Die Whatsapp-Gruppe hat ebenfalls die Nummer 069 348690695. Über den Messengerdienst Telegram können die Ortsgruppen direkt angeschrieben werden:

  •  Neu-Isenburg Ost: http://tiny.cc/coronasoliniost
  •  Neu-Isenburg West: http://tiny.cc/coronasoliniwest
  •  Gravenbruch : http://tiny.cc/coronasoligravenbruch
  •  Zeppelinheim : http://tiny.cc/coronasolizeppelin 

njo

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