Steigenden Bedarf decken

Stadt schafft zusätzliche Betreuungsplätze - Waldkindergarten vor dem Start

Hier am Zugang zum Heegwald, in der Nähe der Kleingartenanlage Fischer Lucius, soll der Waldkindergarten samt Wetter-Pavillon seinen Platz finden.
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Hier am Zugang zum Heegwald, in der Nähe der Kleingartenanlage Fischer Lucius, soll der Waldkindergarten samt Wetter-Pavillon seinen Platz finden.

Die Stadt Neu-Isenburg will neue Kita-Plätze schaffen. Über 150 neue Plätze sind geplant.

Neu-Isenburg – Um den steigenden Bedarf an Betreuungsangeboten für Kinder unter sechs Jahren und für die unter Dreijährigen zu decken, wird die Stadt das Platzangebot in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. 70 U6-Plätze und bis zu 60 U3-Plätze sollen bereits im Kindergartenjahr 2020/21 realisiert werden.

Innerhalb eines Jahres sollen zusätzlich 50 U6-Plätze angeboten werden. Dazu werden Pavillons im Kinder- und Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße und Gartenstraße aufgestellt. Die Erweiterung umfasst Platz auf 150 Quadratmetern für jeweils eine Gruppe Kita (drei bis sechs Jahre) inklusive einem kleinen Personalraum, WC-Anlage, Teeküche, Flurbereich und Hausanschlussraum. Die geschätzten Kosten liegen bei 355 000 Euro pro Pavillon.

Voraussichtlich im kommenden Frühjahr wird darüber hinaus das Kinder- und Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße um eine Waldkindergartengruppe für 20 Kinder (U6) erweitert.

„Wir hatten schon oft Anfragen von interessierten Eltern nach einem Waldkindergarten. Jetzt stehen wir kurz vor der Verwirklichung. Das würde nicht nur das pädagogische Angebot in der Neu-Isenburger Kindertagesstättenlandschaft bereichern, es wäre auch schnell umsetzbar. Wir haben bereits einen geeigneten Standort in Absprache mit dem zuständigen Forstamt im Heegwald gefunden. Auch die Standortsuche für einen Pavillon zur vorgeschriebenen Betreuung bei Unwettersituationen ist nahezu abgeschlossen“, verrät Bürgermeister Herbert Hunkel.

Wie bereits berichtet, will die Stadt weitere Räume für die Kindertagespflege zur Verfügung stellen. Bis zum Frühjahr 2021 sollen dadurch zehn U3-Plätze in zwei Wohnungen der Gewobau im Birkengewann angeboten werden. Bei Bedarf können bis zu 50 weitere Plätze durch die Anmietung von zehn weiteren Erdgeschosswohnungen der Gewobau mit Terrasse und kleinem Garten bereitgestellt werden. Die Beschlüsse dazu müssen noch gefasst werden.

Die Bagger waren bis Ende Juni auf dem Gelände der alten Verwaltungsstelle und Polizeistation am Dreiherrnsteinplatz in Aktion. Nach den aktuellen Planungen wird dann im August mit dem Neubau der Kita mit Verwaltungsstelle, Polizeistation und Wohnungen begonnen. Auch der Endtermin steht schon fest: Bis Ende 2021 soll das Gebäude bezugsfähig sein.

Der geplante Neubau bietet in zwei Vollgeschossen nicht nur Platz für die Einrichtung einer dreigruppigen Kita, sondern auch für die Polizeistation und die Verwaltungsstelle. Direkt dahinter steht eine Außenspielfläche von etwa 570 Quadratmetern in Richtung Schule und städtischer Sportanlage zur Verfügung.

In Anbetracht der weiteren Entwicklung im Stadtteil Gravenbruch ist die Planung flexibel. Außerdem können in einem Staffelgeschoss Dienstwohnungen für das Kita-Personal und städtische Mitarbeiter angeboten werden. Die Kita selbst soll weiterhin von der evangelischen Kirche betrieben werden. Die geschätzten Baukosten des Gebäudes liegen bei rund 3,6 Euro. Fördermittel in Höhe von 1,15 Millionen erhält die Stadt als Zuschuss vom Land. hok

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