Projekt „Alter Ort trifft Neue Welt“

Stadtumbau: Neu-Isenburger können online Projekte bewerten

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Neu-Isenburg wird schöner: Unter dieser Überschrift steht der Leitfaden für den ehrgeizigen Stadtumbau „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“.

Als nächsten Schritt auf dem Weg zum ehrgeizigen Projekt „Alter Ort trifft Neue Welt“ hat die Stadt eine Onlineplattform freigeschaltet. Bürger können sich dort informieren und bis zum 30. Juli abstimmen.

Neu-Isenburg – Seit einem Jahr wird vor Ort, in den Gremien, in Arbeitsgruppen und in den Lokalen Partnerschaften am ehrgeizigen Projekt „Stadtumbau“ getüftelt. Für das Fördergebiet „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“ wurden Leitbilder und Zielformulierungen entwickelt und um die 60 konkrete Maßnahmen definiert, die im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) niedergeschrieben sind – und die die Stadt inzwischen dem zuständigen Ministerium vorgelegt hat. Nachzulesen sind in dem Konzept Projekte auf fünf verschiedenen Handlungsfeldern: „Verkehr und Mobilität“, „Städtebau und Wohnen“, „Soziale Infrastruktur, Kultur und Freizeit“, „Lokale Ökonomien, Gastronomie und Einzelhandel“ sowie „Klimaschutz und Klimaanpassung“. Ganz oben auf dem Zettel steht bekanntlich ein räumliches Verkehrskonzept mit Wegebeziehungen zwischen Altem Ort, Frankfurter- und Bahnhofstraße sowie zum Isenburg-Zentrum.

Das Interesse der Bürger an dem Mammutprojekt, das sich bei den bisherigen Beteiligungsrunden auf stabilem Niveau eingependelt hatte, soll wach gehalten werden – und zwar ab sofort auch mit einer speziellen Plattform zur Online-Beteiligung. „Nicht alle Projekte können verwirklicht werden“, erklärt Bürgermeister Herbert Hunkel. „Deswegen ist es für uns besonders wichtig, die Bürger zu befragen, welche Schwerpunkte sie setzen wollen.“ Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, habe man nun die Onlineplattform eingerichtet, „als digitale Beteiligungsform“.

Freigeschaltet ist die Seite (stadtumbau.neu-isenburg.de) ab sofort. Bis zum 30. Juli können die Isenburger nun ihre Meinung zu jedem Projekt über eine Kommentarfunktion abgeben oder mit einem „Like“ ein spezielles Projekt als besonders wichtig hervorheben.

Und sich natürlich gründlich über die einzelnen Maßnahmen informieren, die – unterteilt in die fünf Handlungsfelder – vorgestellt werden. Mit einem Klick auf die interaktive Stadtkarte können Interessierte die Gesamtliste der erarbeiteten Ideen nach den Gebieten „Neue Welt“, „Innenstadt“ und „Alter Ort“ filtern. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Liste beispielsweise nach einem bestimmten Handlungsfeld zu sortieren. Oder nach einer bestimmten Örtlichkeit, zum Beispiel dem Rosenauplatz, zu suchen. Auch ist es möglich, sich gezielt über ein bestimmtes Projekt, etwa die Beleuchtung im Alten Ort, zu informieren.

Eine konkrete Idee lautet zum Beispiel, einen Citymanager einzusetzen. „Die größte Herausforderung für die Frankfurter Straße ist die Doppelfunktion, die sie zu erfüllen hat: Einerseits ist sie der zentrale Versorgungsbereich, andererseits ist sie eine zentrale Hauptverkehrsachse für den Verkehr nach und aus Frankfurt. Diese Herausforderung führt zu zahlreichen Unklarheiten, wie zukünftig mit der Frankfurter Straße umzugehen ist“, heißt es zu dieser Projektidee. Bedauert werde in Isenburg auch „die Menge und Verortung der Glückspielanbieter und Wettbüros“. Hier werde ein Zusammenhang mit „geringqualitativem“ Einzelhandels- und Gastronomieangebot vermutet. „Dennoch hat Neu-Isenburg auch sehr hochwertige gastronomische Betriebe mit Strahlkraft über die Stadtgrenze hinaus. Zur Unterstützung der weiteren Maßnahmen im Bereich Gastronomie und Einzelhandel soll vor Ort ein Citymanager installiert werden.“ Die Aufgabe könne im Idealfall „eine lokale Persönlichkeit“ übernehmen, die sich um Netzwerkaufbau oder die Steuerung von Neuansiedlungen kümmert. Eine Testlaufzeit von etwa drei Jahren sei angedacht, heißt es weiter.

Diese und viele weitere Ideen sind auf den Internetseiten nun nachzulesen. Wer eine Maßnahme kommentieren möchte, kann dies über eine Sprechblase tun. Hierfür müssen die Nutzer allerdings registriert und angemeldet sein – so soll verhindert werden, dass irgendjemand aus persönlichen Interessen zigfach für eine bestimmte Sache abstimmt.

Die Phase, in der die Bürger ihre Bewertungen abgeben können, läuft von nun an etwa sieben Wochen; die Ergebnisse der Abstimmung werden auch danach noch weiter einzusehen sein.

Gemeinsam mit der Empfehlung des Ministeriums, mit deren Eintreffen Hunkel „noch vor der Sommerpause“ rechnet, und der Abstimmung der Bürger soll dann die Stadtverordnetenversammlung im Herbst über das ISEK einen abschließenden Beschluss fassen. (hov)

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