Probelauf auf dem Spielplatz

Bald heißt es „Wasser marsch“ im Tannenwald

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Beim Probelauf sah der neue Wasserspielplatz im Tannenwald gestern jedenfalls schon mal ganz gut aus. Wenn alles glatt geht, können die Besucher ihn am Freitag, 20. Juli, endgültig in Besitz nehmen.  

Neu-Isenburg - Darauf haben die Isenburger lange sehnsüchtig gewartet. Mit dem berühmten Knopfdruck setzten Rüdiger Cibis, Leiter des Frankfurter Grünflächenamtes, und Florian Zorn, Projektleiter der Firma Immo Herbst, den auf Frankfurter Stadtgebiet liegenden Wasserspielplatz im Tannenwald probeweise in Gang.

Aus rund einem Drittel der mehr als 30 Düsen sprühte und sprudelte es. Zum Probelauf, den Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel verfolgten, kamen mehr Isenburger als Frankfurter. Dies ist aber auch repräsentativ für die späteren Besucher. „Wir wissen, dass dieser schöne Waldpark auch für die Neu-Isenburger, die Erholung in freier Natur suchen, von großer Bedeutung ist. Deshalb haben wir uns auch für eine Wiederbelebung des Wasserspielplatzes starkgemacht“, betonte Rosemarie Heilig. Hunkel ergänzte: „Auch der leider den Flammen zum Opfer gefallenen Goetheturm war bei den Isenburgern beliebt. Deshalb setzen wir uns für den Wiederaufbau ein – und unterstützen dies mit Spenden.“

Zugleich erinnerte der Bürgermeister daran, dass die vor einigen Jahren aus Frankfurt eingegangene Meldung, den Wasserspielplatz im Tannenwald schließen zu wollen, große Betroffenheit auslöste: „Das war wie ein Keulenschlag für uns“. Doch durch die Zusammenarbeit von Frankfurt und Neu-Isenburg hat sich alles zum Besten gewendet. „Wir haben viele und intensive Gespräche geführt und sogar die Grenzen verschoben, um in das Programm Soziale Stadt aufgenommen zu werden und eine entsprechende Förderung zu erhalten“, berichtet Heilig.

Hunkel verwies auf die langjährige gute Zusammenarbeit, die mit einem Städtevertrag besiegelt sei. Seit 1961 betreiben beide Städte die Einrichtung im Frankfurter Stadtwald gemeinsam. „Wir haben uns deshalb auch gerne an den Kosten beteiligt, das sind wir unseren Bürgern, aber auch der Stadt Frankfurt schuldig“, betonte Hunkel. Insgesamt haben die Sanierung und der Neubau des Waldspielplatzes rund 1,3 Millionen Euro gekostet. An den Kosten für die Wasserspielanlage in Höhe von etwa 870.000 Euro beteiligte sich Neu-Isenburg mit 200.000 Euro, zusätzlich 300.000 Euro kamen aus dem Landes-Förderprogramm Soziale Stadt. Der Frankfurter Kostenanteil lag bei 370.000 Euro. Für das neue Betriebsgebäude investierte Frankfurt zusätzlich rund 464.000 Euro.

Bei der Sanierung wurde auch die Wasseraufbereitungsanlage ausgetauscht. Nun ist eine automatisierte Überwachung und Steuerung der Wasserqualität möglich – dies bedeutet dass Chlorgehalt und pH-Wert des Wassers regelmäßig überprüft und automatisch nachdosiert wird. Untersuchungen von Wasserproben durch das Gesundheitsamt sind dadurch nur noch wöchentlich nötig. Untergebracht ist die Anlage im neuen Betriebsgebäude. Dort gibt es auch Toiletten

Heilig hofft, dass es bald endgültig „Wasser marsch“ heißt. Zuvor müssen beim Probelauf noch das Rohrleitungssystem gründlich durchgespült und die chemische Wasserreinigung eingestellt werden. Zudem muss das Gesundheitsamt grünes Licht geben. „Wir wollen am 20. Juli das Wassersprühfeld übergeben“, so Heilig. (lfp)

Bilder: Altstadtfest in Neu-Isenburg

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