Gestaltungsfibel als Grundlage

Stadtquartier Süd in Neu-Isenburg: Startschuss für neues Viertel

Die Vorbereitungen fürs neue Quartier Süd haben nun auch sichtbar begonnen: Mit schwerem Gerät sind Fachleute dabei, die alten Gewerbegebäude und Bahnanlagen auf dem Areal der Ex-Bundesmonopolverwaltung für Branntwein an der Schleussnerstraße zu beseitigen.
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Die Vorbereitungen fürs neue Quartier Süd haben nun auch sichtbar begonnen: Mit schwerem Gerät sind Fachleute dabei, die alten Gewerbegebäude und Bahnanlagen auf dem Areal der Ex-Bundesmonopolverwaltung für Branntwein an der Schleussnerstraße zu beseitigen.

Seit Kurzem tanzen die Bagger um einen Teil der alten Gewerbegebäude herum: Die Vorbereitungen dafür, dass Neu-Isenburg einen neuen Stadtteil bekommen kann, haben damit nun auch ganz sichtbar begonnen.

  • Startschuss für den Neubau des Stadtquartiers Süd
  • Neu-Isenburg bekommt neues Viertel 
  • Stilprägende Gebäude sollen erhalten bleiben 

Neu-Isenburg – Mit schwerem Gerät sind Fachleute dabei, auf dem Areal der Ex-Bundesmonopolverwaltung für Branntwein an der Schleussnerstraße alte Hallen zu beseitigen – um Platz zu machen für das neue Stadtquartier Süd mit hunderten Wohneinheiten für bis zu 1700 Menschen und Platz für 1900 Jobs.

Stadtquartier Süd in Neu-Isenburg: Meilenstein für Neubau erreicht

Wie berichtet, hatte das Stadtparlament am 19. März grünes Licht für den Bebauungsplan zum Stadtquartier Süd gegeben, Ende vergangener Woche hat die Stadt nun den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 55 „Stadtquartier Süd“ veröffentlicht. „Ein weiterer Meilenstein ist damit erreicht“, freut sich Bürgermeister Herbert Hunkel. Mit der Realisierung des Stadtteils zwischen Schleussnerstraße, Frankfurter Straße und der Hugenottenallee sind nun die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau und der Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner befasst. Gemeinsam wird auf einer rund 115 000 Quadratmeter großen Fläche – das entspricht in etwa 16 Fußballfeldern – ein neues, gemischt-genutztes Quartier entwickelt. Der Nutzungsmix sieht Wohnungen, Büroflächen, Hotels, Einzelhandel sowie einen Quartiersplatz und öffentliche Parks vor. Eine Kita rundet die Vielfalt der Nutzungen ab. Im kommenden Jahr sollen die Erschließungs- und 2022 dann die Bauarbeiten für die meist fünfgeschossigen Gebäude beginnen.

380 Wohnungen entstehen bei Neubau des Stadtquartiers Süd in Neu-Isenburg

Für das Quartier Süd verwandeln die beiden Bauherren das ehemalige Industriegelände, auf dem bisher das Unternehmen Agfa und eine Außenstelle der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein angesiedelt waren, in ein urbanes Gebiet mit rund 700 Wohnungen. Dazu gibt es einen rund 4500 Quadratmeter großen Grünzug als öffentlichen Park und einen Quartierplatz. In mehreren Bauabschnitten entstehen auf den Grundstücken der Gewobau rund 380 Wohnungen und rund 5000 Quadratmeter Gewerbeflächen. Ein Teil der Wohnungen soll als Eigentumswohnungen verkauft, der überwiegende Teil zur Miete angeboten werden. Weitere rund 380 Wohneinheiten und rund 36 000 Quadratmeter Geschossfläche sollen auf dem Ex-Agfa-Areal durch den dortigen Eigentümer Groß & Partner entstehen.

Nicht alles kommt weg: Der Klinkerbau der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Branntwein an der Schleussnerstraße wird als Herzstück des Quartiers mitsamt der Durchfahrt und der daran angeschlossenen Halle auf der westlichen Seite saniert, eine Kita zieht ins Hauptgebäude ein. Wie die aussehen kann, zeigt dieser Entwurf.

Neubau in Neu-Isenburg: Abriss läutet Bau von Stadtquartier Süd ein

Die Gewobau hat die Grundstücke der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in der Schleussnerstraße 6 und die Grundstücke Hugenottenallee 150 und 168 erworben. Gesamtfläche: rund 34 800 Quadratmeter. Dort hat nun zur Vorbereitung der Neubaumaßnahme besagter Abriss alter Gewerbegebäude und Bahnanlagen begonnen. Das mit Klinkern verkleidete Haus entlang der Schleussnerstraße, mit der Durchfahrt sowie die daran angeschlossene Halle auf der westlichen Seite, bleibt erhalten und werden saniert. „Damit stellen wir sicher, dass das stadtbildprägende Ziegelsteingebäude der Bundesmonopolbrennerei erhalten bleibt – und in städtischer Hand“, betont Hunkel. „In das Gebäude der ehemaligen Hauptverwaltung soll ein Kindergarten einziehen, außerdem sind barrierearme Wohnungen vorgesehen.“

Gestaltungsfilbel hilft bei Neubau von Stadtquartier Süd in Neu-Isenburg

Die Architektur aller Bauten soll ihre Basis in einer Gestaltungsfibel finden. Diese, so erklärt der Magistrat, diene den Planern und Entwicklern als gestalterischer roter Faden. Sie bedeute keine Festlegung im Einzelfall, „sondern gibt den möglichen Gestaltungsrahmen vor. Darin sind Vorschläge zur Gestaltung der Fassaden, Fenster, Türen, Mülltonnen-Abstellanlagen bis hin zu Dachaufbauten, Balkonen, technischen Anlagen, Grünflächen oder Werbeanlagen enthalten“. So sollen „identitätsstiftende Nachbarschaften geschaffen und gesichert“ werden.

Neubau des Stadtquartiers Süd in Neu-Isenburg: Interessenten können sich melden

Interessenten für Wohnungen der Gewobau können sich bereits jetzt unverbindlich auf der Liste kundenbetreuung@gewobau-ni.de eintragen lassen. Interessenten für Wohnungen von Groß & Partner können Sabine Schlempp (Sabine.Schlempp@gross-partner.de) anschreiben, Gewerbemieter wenden sich per Mail an Bernadette Zirden (Zirden@gross-partner.de).

(hok)

Neben dem Startschuss beim Bau des Stadtquartiers Süd bewegte vor allem die Corona-Krise die Bewohner der Region. In Neu-Isenburg wird an der Veranstaltung des Open-Doors-Festivals festgehalten. Auch der Wanderzirkus Wannabe leidet unter der Krise. 

Zusätzlich müssen sich einige Anwohner in Neu-Isenburg über Müllberge ärgern. In der Erich-Ollenhauer-Straße türmt sich der Sperrmüll. Dabei ist es ganz einfach, beim DLB einen Abfuhrtermin zu vereinbaren.

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