Eine Halle voller Tänzer

TSC richtet Hessenmeisterschaft aus

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Die „Dancing Sweethearts“, die Schüler des gastgebenden TSC, begeisterten die Zuschauer, und riesig war ihr Jubel über den Gewinn der Vize-Hessenmeisterschaft.

Neu-Isenburg - Die Hugenottenhalle ist proppenvoll, selbst an der Tageskasse gibt es keine Eintrittskarten mehr. „Was ist denn da drinnen los?“, fragt eine Isenburgerin, die sich draußen den Weg durch aufwendig gestylte Tänzerinnen bahnt.

An den Wasserspielen auf dem Rosenauplatz vergnügen sich die jungen Sportler, schlagen das Rad oder verbiegen sich kunstvoll. „Das ist alles nur Spaß, gleich wird es drinnen richtig ernst“, meint Sirin Herne von Schwarz-Weiß Frankfurt und schlägt zur Freude gleich noch ein Rad. Die Gruppe begutachtet sich selbst noch einmal, dann geht es in die Halle. „Wir sind zwar noch nicht dran, aber wir wollen sehen, was die Konkurrenz kann“, verrät Herne.

Denn drinnen geht an diesem Wochenende die 32. Hessenmeisterschaft im Garde- und Schautanzsport über die Bühne. Gleich zwei Tage sind nötig, um die vielen Solotänzer, Duos und Gruppen unterzubringen. Wieder einmal hatte sich der rührige Tanzsportclub Ysenburg (TSC) bereit erklärt, eine Meisterschaft auszurichten. Mit 175 Tänzen aus den 28 teilnehmenden Vereinen ein Mammutprogramm – auch für das Organisationsteam um Sportwart Michael Kaul. Doch beim TSC hat man reichlich Erfahrung und gar schon Europameisterschaften ausgerichtet. „Wenn man die Leute braucht, sind sie da – und das ist das Schöne bei uns“, beschreibt Kaul das Erfolgsrezept.

Im Saal werden nicht nur die letzten Stylings bei den Tänzerinnen – und recht wenigen Tänzern – vorgenommen, sondern auch die Kulissen ausgepackt. Diese werden für die verschiedenen Kategorien der Schautänze benötigt. Dabei soll tänzerisch eine Geschichte erzählt werden, das passende Bühnenbild soll dabei die tänzerischen Interpretationen verstärken. So hat etwa der Schautanz Charakter der Schülerformation aus Neuenhain das Thema „Die rote Zora“ und die Formation der TSG Künzell sucht „Das perfekte Kindermädchen“.

Auch tolle Kostüme gab’s zu bestaunen, wie das von Veronika Dizer.

Auch die fantasievollen Kostüme beeindrucken Jury und Gäste. Da ist vor allem Veronika Dizer zu nennen, die sich in „ein fantastisches Tierwesen“ verwandelt hat und auf der Bühne einen großartigen Tanz abliefert. Das Kostüm hat ihre Mama Elena entworfen und geschneidert – allein dafür hätte es schon einen Sonderpreis geben müssen. Leider landet sie nur auf dem dritten Platz. „Wir sind trotzdem zufrieden, die Jury hat halt ihre Kriterien“, tröstet Mama Elena ihre Tochter.

Ähnlich auch die Entscheidung in der Klasse „Schautanz modern“ der Schüler. Hier hat der TSC Ysenburg seine einzige Formation am Start. Die „Dancing Sweethearts“, eine noch recht junge Gruppe, die von Diana Jasarovska und Inthira Latze betreut wird, sorgten in dieser Saison schon für Furore. Sie nehmen erstmals am Turniergeschehen teil und haben sich schnell zu einer der besten Formationen in ihrer Kategorie gemausert. Der Heimvorteil hätte also durchaus für die Hessenmeisterschaft genutzt werden können. Zwar ist es am Ende „nur“ der Vize-Hessenmeistertitel – doch der Jubel ist trotzdem riesig. Der Sieg geht hier an Unlimited Dance Kids aus dem Zusammenschluss von TG SSV Raunheim und TV Hausen.

Über die perfekt organisierte Veranstaltung mit nahezu 1000 Aktiven hielten Bürgermeister Herbert Hunkel und Landrat Oliver Quilling ihre „schirmende Hand“. Beide stellten das besondere Engagement des TSC Ysenburg heraus, der auch durch seine sportlichen Erfolge den Namen Neu-Isenburg in alle Welt hinaus trage. (lfp)

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