Bürgermeister und Erster Stadtrat ziehen positive Zwischenbilanz

Neu-Isenburg: Radverkehrskonzept mit positiver Zwischenbilanz

Zu den umgesetzten Vorhaben des Radverkehrskonzepts zählen verschiedene Schutzstreifen wie beispielsweise an der Kurt-Schumacher-Straße. Foto: postl
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Zu den umgesetzten Vorhaben des Radverkehrskonzepts zählen verschiedene Schutzstreifen wie beispielsweise an der Kurt-Schumacher-Straße.

So unterschiedlich können Ansichten und Wahrnehmungen sein: Während die AG Verkehrswende endlich mehr Engagement der Stadt bei der Umsetzung des Radverkehrskonzepts fordert, zieht diese eine positive Zwischenbilanz.

Neu-Isenburg –  Bislang seien 80 Prozent der im Radverkehrskonzept aufgezählten Maßnahmen in Bearbeitung oder bereits umgesetzt. Deshalb zeigen sich Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt zuversichtlich, dass der Radverkehrsanteil in Neu-Isenburg bis 2025 deutlich erhöht werden kann. 

Neun Vorhaben wurden ihren Angaben nach bereits abgeschlossen, 14 seien in Bearbeitungen. Diese lägen zum Teil in der Zuständigkeit von Dritten wie Hessen Mobil. Da habe die Stadt erreicht, dass überörtliche Radwegverbindungen in Planung seien. Einige Vorhaben erfolgen im Rahmen von Großprojekten wie dem Förderprogramm Stadtumbau und dem Umbau der Carl-Ulrich-/Friedhofstraße. Allein durch die Planung für die RTW entstünden sechs Kilometer Radweg auf der Ost-West-Verbindung, jeweils drei Kilometer auf beiden Seiten der Straßen, führen Hunkel und Schmitt weiter aus.

Neu-Isenburg: Radverkehrskonzept als langfristiger Prozess

„Die Planung und Umsetzung von Radwegen kann ein langfristiger Prozess sein“, so die Rathausspitze. Von der Schaffung des Baurechts, der Beteiligung der Bürger, der Beachtung von Natur- und Artenschutzmaßnahmen bis zur Fertigstellung eines Radweges müsse mit mehreren Jahren gerechnet werden. Die Bedenken von Bürgern würden zudem ernst genommen. 

Deshalb stünden bei den Punkten des Konzepts regelmäßig die Neupriorisierung und die Prüfung auf Dringlichkeit an. „Das Radverkehrskonzept ist kein abgeschlossenes Paket, sondern wird kontinuierlich ergänzt – beispielsweise durch neue Entwicklungen bei der Mobilität oder anderen städtebaulichen Projekten“, betonen Hunkel und Schmitt. Mit der AG Radverkehr werde fortlaufend am Konzept gearbeitet. Seit der Verabschiedung 2015 und des Mobilitätskonzepts 2018 seien 22 neue Projekte und Aufgaben ergänzt und 13 davon umgesetzt worden, fünf befänden sich in der Bearbeitung. Vier weitere lägen in anderen Zuständigkeiten oder stünden im Rahmen anderer Stadtentwicklungsprojekte an.

Neu-Isenburg: Verbindung nach Zeppelinheim

Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören die Anpassung der Radwege an die novellierte Straßenverkehrsordnung, die Verbindung nach Zeppelinheim über die Waldroute, Schutzstreifen an der Kurt-Schumacher-Straße, an der Friedensallee, an der Herzogstraße, am Gravenbruchring und an der Offenbacher Straße im Bereich des Birkengewanns. Hinzu kämen der Minikreisverkehr am Knotenpunkt Offenbacher Straße/Am Trieb, aber auch weitere Radabstellanlagen und -boxen am Bahnhof und an der Straßenbahnendhaltestelle sowie der Austausch von alten „Felgenkillern“. In den Bereich laufende Projekten falle die Prüfung geeigneter Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Interkommunal stehe unter anderem die Schnellverbindung von Frankfurt nach Darmstadt an.

Alle Maßnahmen würden mit der 2010 entstandenen AG Radverkehr erörtert, die aus Vertretern der Verwaltung, der Rad- und Umweltverbände wie dem ADFC sowie Bürgern besteht. Hunkel und Schmitt bedanken sich für das Engagement der AG. Hinzu komme die Beteiligung an überörtlichen Initiativen wie der AG Nahmobilität in Hessen, die ebenfalls zur Verbesserung der Bedingungen beitrage. Hunkel und Schmitt versichern, dass die Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs eine hohe Priorität habe.  

hok

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