VHS-Programm

Volkshochschule Neu-Isenburg: „Bei uns wird jeder fündig“

Viele Offerten für 2020: Vhs-Geschäftsführerin Sabine Wershoven (links) und Vorstandsvorsitzende Christine Wagner präsentieren das neue Programm vor dem Stammhaus in der Fußgängerzone Bahnhofstraße, das die Vhs mit Blick auf die Innenstadtbelebung gerne auch in Zukunft als Verwaltungszentrale behalten möchte. Foto: postl

Volkshochschule Neu-Isenburg stellt neues Programm mit 260 Veranstaltungen vor

Neu-Isenburg – Sprachkurse, Gesundheitsthemen und Reisen sind das Fundament der Volkshochschule Neu-Isenburg. Aber im neuen Programm ist auch Platz für Neues und Ausgefallenes.

Geschäftsführerin Sabine Wershoven und die Vorstandsvorsitzende Christine Wagner stellten nun die Angebote für das erste Halbjahr 2020 vor.

Als großer Erfolg „mit nachhaltiger Wirkung“ ist die lange Nacht der Volkshochschule zum 100. Geburtstag noch in bester Erinnerung. „Das war ein wunderbares Erlebnis für unsere Gäste, aber auch für uns selbst“, sind Wershoven und Wagner immer noch begeistert. Doch ihr Blick geht nach vorne. „Bildung ist nach wie vor ein wichtiges Thema für die Gesellschaft. Nur wer Fakten und Hintergründe kennt, kann selbst objektiv urteilen und entsprechende Lehren daraus ziehen“, betont die Vhs-Geschäftsführerin. „Vor allem kulturelle und politische Bildung können Menschen zum nachhaltigen Denken anregen“, ist sich die Vorstandsvorsitzende sicher.

So setzt die Volkshochschule auf ein direktes „Gegenüber“ mit den Kursteilnehmern, wenn in Kleingruppen über verschieden Themen aus Gesellschaft und Politik diskutiert wird. „Gerade der direkte Kontakt mit dem Gesprächspartner macht den großen Unterschied aus“, betont Wershoven und zielt auf die sozialen Medien ab. Man müsse bei der direkten Diskussion zuhören, die Argumente der anderen anhören, diese möglicherweise akzeptieren oder auch revidieren – aber genau das gehöre zu einer offenen Gesellschaft. „Wir wollen deshalb ganz gezielt das lebenslange Lernen in allen gesellschaftlichen Bereichen fördern, um eine persönliche Orientierung besser zu ermöglichen“, so Wagner.

Mit rund 260 Veranstaltungen rund um den Alltag, Gesundheit und Beruf will die Vhs auch im ersten Halbjahr 2020 über klassische und aktuelle Themen, aber auch über zukünftige Trends informieren. Die Schwerpunkte liegen auf den am meisten nachgefragten Kurse in den Fachbereichen Gesundheit und Sprachen. Insgesamt 67 Sprachkurse, von Englisch über Französisch, Spanisch bis Deutsch als Fremdsprache, stehen auf dem wöchentlichen Stundenplan. Als Neuerung gibt es eine eintägige Einführung in die Sprache und Kultur (Süd-)Koreas. Aber auch einwöchiger Bildungsurlaub „Business English“ oder ein Wochenendkurs „Spanisch für unterwegs“ werden angeboten. Mit einem englisch- und einem deutschsprachigen Literaturkurs, der sich jeweils mit Buchklassikern befassen, will man einen Beitrag zur kultur-ästhetischen Bildung leisten.

Es gibt Kurse über Brauchtümer wie das Feiern der Mittsommernacht, aber auch zu der Bedeutung von Orakeln. „Da werden keine Runen gewürfelt, sondern das Thema Orakel wird fundiert aufgearbeitet“, versichert Wershoven.

Angebote wie „Auf dem Weg in die beste Zeit des Lebens“ und „Mut zur Weiblichkeit“ sollen zur Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung anregen. Mit Kursen zu Ölmalerei, Kalligrafie oder individueller Kartengestaltung soll die eigene schöpferische Kreativität angeregt werden. Ein Kurs zur Birkenbihl-Methode zielt auf die Aktivierung des „gehirn-gerechten“ Lernens ab.

Die mit Abstand meisten Angebote finden sich mit 122 Kursen im Bereich Gesundheit. Neben der klassischen Wirbelsäulengymnastik und verschiedenen Workout-Programmen laden „Frühjahrs-Detox mit Ayurveda“ oder auch Kundalini-Yoga zum Stressabbau ein. „Bei uns wird jeder fündig, falls nicht, gehen wir gerne auf Wünsche ein“, betont Wershoven.

Die Reise-Sparte meldet bei vielen Angeboten bereits „nahezu ausgebucht“. Interessierte sollten sich deshalb sputen. „Der Trend geht mehr zu Kurzreisen oder Tagestouren, was wohl der Demografie unserer Klientel geschuldet ist“, erklärt Wershoven. Freie Plätze gibt es noch für die Fahrt nach Barcelona oder die Tour in den „echten Norden“ mit Schleswig, Husum & Mee(h)r.

Recht offen zeigen sich beide zu den Gedankenspielen über ein integriertes Kultur- und Bildungszentrum an der Hugenottenhalle. „Neue Kursräume oder auch eine Lehrküche würden uns gut zu Gesicht stehen, aber für die Verwaltung reichen unsere derzeitigen Räume vollkommen aus“, betont Wershoven. Sie verweist auch auf die Bedeutung der Vhs durch ihren Sitz an der Fußgängerzone. „Für mich ist jetzt erst einmal vorrangig, dass wir mit der Raumplanung vorankommen, da sollten bald alle Bedarfe auf den Tisch gelegt werden“, betont Wagner. Sie weiß, dass die Stadt für die Unterhaltung der Vhs-Räumlichkeiten aufkommt und will sich vermittelnd einbringen. Wagner: „Ich möchte bald ein Gespräch mit allen Fachleuten und Planern, damit es auch in dieser Hinsicht vorangeht.“  lfp

Infos im Internet bei VHS Neu-Isenburg unter vhs-neu-isenburg.de

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