Verschiebung bis Juni möglich

Vorbereitungen für Open Doors-Festival laufen weiter

Das Open Doors ist immer ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher weit über die Region hinaus. Ob es im Juli stattfinden kann, steht in den Sternen. (Archiv)
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Das Open Doors ist immer ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher weit über die Region hinaus. Ob es im Juli stattfinden kann, steht in den Sternen. (Archiv)

Viele Organisatoren haben ihre Musikfestivals für den Sommer bereits abgesagt oder verschoben. So weit möchte Michael Kercher für das vom 17. bis 19. Juli geplante 28. Open Doors – noch – nicht gehen.

Neu-Isenburg – „Kein Mensch weiß, was bis dahin passiert“, sagt der Macher des Spektakels. Die Vorbereitungen laufen deshalb vorerst weiter. Sollte eine Verschiebung oder Absage doch notwendig sein, könnte diese bis Mitte Juni erfolgen.

Kercher und seine 12 Löwen GmbH befinden sich zum Open Doors in enger Abstimmung mit Bürgermeister Herbert Hunkel und Kulturdezernent Theo Wershoven. Aktuell läuft die Arbeit am Programmheft auf Hochtouren, das – wie geplant – Ende April erscheinen soll. Und das kann sich wieder sehen lassen, verspricht Kercher. So sind Auftritte von 44 Bands auf zwölf Bühnen in der Innenstadt geplant. Zum mittlerweile 16. Newcomer-Contest, der zum festen Bestandteil geworden ist, haben sich an die 60 Bands gemeldet. Fünf wurden ausgesucht, eine davon kommt aus Stuttgart. Mit der Qualität sind die Organisatoren überaus zufrieden. „Die Bands sind wieder sehr gut“, meint Kercher, der für die Newcomer wieder einige attraktive Sachpreise aus der Musikindustrie in Aussicht stellen kann. Denn von Firmen aus dem In- und Ausland habe es wieder eine tolle Unterstützung gegeben.

Überhaupt habe der Newcomer-Contest einen sehr guten Ruf in der Szene, weiß Kercher. Das sei einer der wenigen, der seinen Namen wirklich verdient hat, bekam er im vergangenen Jahr von der zweitplatzierten Band zu hören, die extra aus Ulm nach Neu-Isenburg angereist war.

Schon vor Corona-Zeiten sei es schwer gewesen, Sponsoren für die Bühnen vor und in der Hugenottenhalle zu finden. In diesem Jahr habe es keine gegeben. Trotzdem sollen beide bespielt werden. Die 12 Löwen GmbH will das aus eigener Tasche stemmen. „Damit wollen wir in diesen Zeiten auch ein Zeichen setzen“, betont Kercher.

Eine Absage wäre bis vier Wochen vor dem Festival möglich. Kercher strebt für diesen Fall eine Verschiebung in den Herbst an. Sollte auch das nicht möglich sein, denkt er schon weiter. Dann sei zumindest ein virtuelles Open Doors möglich. Dann könnten Auftritte der Bands daheim per Laptop oder per Smartphone abgerufen werden. Das Festival würde zwar dann stattfinden. „Aber die Leute wären leider physisch nicht dabei“, so Kercher, der momentan mit Experten über die technischen Möglichkeiten im Gespräch ist.

Am liebsten wäre es ihm natürlich, wenn die Open Doors wie geplant über die Bühne gehen könnten. Das wäre dann vielleicht die erste große Veranstaltung, die wieder möglich ist. Kercher: „Die Leute könnten dann wieder ihren Spaß haben und eine unbeschwerte Zeit erleben.“ Und das wäre für ihn und sein Team die Belohnung für ihre Arbeit.

VON HOLGER KLEMM

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