STADTUMBAU

Strategiekonzept in Neu-Isenburg - Was gehört in eine Innenstadt ?

Wie kann Neu-Isenburg attraktiver werden? Mit dieser zentralen Frage soll sich ein Strategiekonzept beschäftigen, das die Stadt in Auftrag geben will. Das Ziel: eine stabile und bedarfs-orientierte Versorgung in einer vitalen Innenstadt. Konkrete Lösungen – etwa für die Fußgängerzone Bahnhofstraße (
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Wie kann Neu-Isenburg attraktiver werden? Mit dieser zentralen Frage soll sich ein Strategiekonzept beschäftigen, das die Stadt in Auftrag geben will. Das Ziel: eine stabile und bedarfs-orientierte Versorgung in einer vitalen Innenstadt. Konkrete Lösungen – etwa für die Fußgängerzone Bahnhofstraße (

Neu-Isenburg – In Pandemie-Zeiten ist Einkaufen für viele Menschen zum notwendigen Übel geworden. Shoppen als Gemeinschaftserlebnis, Flanieren im Einkaufszentrum, Stöbern in Regalen? All das scheint in einer Welt mit Maskenpflicht und Abstandsregeln nicht sehr attraktiv. Landesweit gibt es daher Befürchtungen, dass dem vom Onlinehandel ohnehin teils arg gebeutelten Einzelhandel nun durch die Krise der Rest gegeben wird. Gerade im Zusammenhang mit der Corona-Krise habe die Unterstützung der örtlichen Einzelhändler und Gastronomen daher große Priorität für die Stadt, betont Bürgermeister Herbert Hunkel mit Blick auf Neu-Isenburgs City.

Dazu passt, dass die Stadt ohnehin geplant hat, im Zuge des Stadtumbau-Programms ein „Strategiekonzept Versorgung“ in Auftrag zu geben. Damit wolle man „die Stärken und Schwächen im zentralen Versorgungsbereich der Innenstadt, dazu gehören insbesondere die Frankfurter Straße und die Fußgängerzone Bahnhofstraße, analysieren lassen“, erläutert der Magistrat. Der Schwerpunkt liege auf dem Einzelhandel, der Gastronomie und Dienstleistungsangeboten.

Außerdem will die Stadt den Alten Ort und das Stadtquartier Süd im Hinblick auf ihre Funktion im Gefüge des zentralen Versorgungsbereichs untersuchen lassen.

„Nach der Bestandsaufnahme und der Stärken-Schwächenanalyse wollen wir lokal angepasste, bedarfsgerechte spezifische Maßnahmen und Lösungsansätze unter größtmöglichem Einbezug der lokalen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister erarbeiten lassen. Unser Ziel ist eine attraktive, stabile und bedarfsorientierte Versorgung in einer vitalen Innenstadt“, erklärt der Bürgermeister. Die Stärkung des innerstädtischen Nahversorgungsbereichs will die Stadt auch mit städtebaulichen Maßnahmen erreichen. „Um die Kundenfrequenz zu erhöhen, könnte beispielsweise eine attraktivere, sichtbare und zum Flanieren einladende Wegeverbindung zwischen Isenburg-Zentrum und Fußgängerzone hergestellt werden“, schreibt der Magistrat. „Die Aufenthaltsqualität muss sich deutlich steigern, auch korrespondierend mit dem geplanten Anreizprogramm für Eigentümer was die Gebäudefassaden, Werbeanlagen und so weiter anbelangt.“ Und: Einen möglichen „tradingdown“-Effekt, insbesondere in der nördlichen Frankfurter Straße, gelte es zu verhindern.

Die Stadt hat den Auftrag zur Erstellung des Konzeptes jetzt ausgeschrieben. Das Strategiekonzept ist Teil des Förderprogramms Stadtumbau „Vom Alten Ort zur neuen Welt“ (das inzwischen offiziell Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ heißt). Die Stadt nimmt seit 2017 an diesem Städtebauförderprogramm des Landes Hessens teil. Ziel ist es, städtebauliche Maßnahmen zu Klimaschutz sowie zur Anpassung an demografische und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen in einem integrierten Ansatz zu vereinen. (hov)

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