Franz-Völker-Preis 2020

Wettstreit der Tenöre bei Konzert am Samstag 

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Beim Finale am Samstag könnte auch der 29-jährige Roman Poboinyi (Ukraine) dabei sein. 

Er war einer der bedeutendsten Sänger Deutschlands und ein Sohn der Stadt. Ihm zu Ehren wird der Franz-Völker-Preis für junge Tenöre ausgeschrieben. 

Neu-Isenburg – Die Entscheidung über den Sieger fällt bei einem öffentlichen Wettbewerbskonzert am Samstag, 29. Februar, um 19 Uhr in der Hugenottenhalle. Das Motto lautet „Die schönsten Tenor-Arien“.

Wer am Finale teilnimmt, steht noch nicht fest. Das entscheidet sich in der zweiten – nicht öffentlichen Runde – am Freitag im Staatstheater Mainz. Die Jury um den renommierten Tenor Christian Elsner und den Mainzer Generalmusikdirektor Hermann Bäumer legt dann die maximal vier Sänger fest, die am Samstag in der Hugenottenhalle auftreten.

Insgesamt hatte die Jury für den Preis 28 Sänger aus acht Nationen zugelassen. „Bei den Bewerbungen waren tolle Stimmen dabei“, versichert Elsner, der selbst Preisträger war. „Die Jury war mit den eingegangenen Bewerbungen insgesamt sehr zufrieden“, ergänzt Karl-Werner Joerg, Konzertveranstalter und Organisator des Preises. „Wir werden einen sehr guten Preisträger bekommen“, ist er sich sicher.

Der Kreis der möglichen Kandidaten für den Wettbewerb ist überschaubar, erklärt Joerg. Denn der Tenor ist vergleichsweise eine seltene Stimmlage. Es gebe viel mehr Sänger mit Bass- und Bariton-Stimmen.

In einer ersten Runde wurden die acht Semifinalisten ausgewählt, die am Freitag in Mainz antreten werden. Gustavo Eda aus Brasilien überzeugte die Jury ebenso wie die Südkoreaner Sijn Ryan Kim, Myung-In Lee, Wonjin Choi und Tae-Hwan Yun. Aus China konnten sich Xianghu Alexander Liu und Xiaoke Hu ebenso qualifizieren wie Roman Poboinyi aus der Ukraine. Nach der Bekanntgabe am Freitag werden die Finalisten gleich am Abend mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz proben. Das wird unter der Leitung von Hermann Bäumer auch am Samstag in der Hugenottenhalle dabei sein.

Der 33-jährige Gustavo Eda.

Im Beisein der Jury, der auch der Mainzer Operndirektor Stefan Vogel, der Studienleiter Michael Millard, Tobias Heyder (Anny Schlemm-Franz Völker-Gesellschaft), Bürgermeister Herbert Hunkel und Karl-Werner Joerg angehören, wird jeder Finalist beim Wettbewerbskonzert zwei-Arien vortragen. Darunter können so bekannte Werke wie Donizettis Parade-Arie für Tenöre „Ah! mes amis“ aus der Oper „La fille de Regement“ oder Verdis „La donna e mobile“ aus Rigoletto sein. Die für die Teilnehmer vorgegebene Liste umfasst ein breites Spektrum unter anderem auch mit Mozarts „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ (Zauberflöte), Wagners „In fernem Land“ (Lohengrin), oder Puccinis „Addio, fiorito asil“ (Madame Butterfly). Die Beiträge für das Finale wählt die Jury aus,

Auf die Besucher wartet nicht nur ein Abend mit wunderbarer Musik, sondern auch mit Spannung. Denn nach den Vorträgen folgt die Bekanntgabe des Franz-Völker-Preisträgers 2020. Auf ihn wartet nicht nur ein Preisgeld in Höhe von 6 000 Euro, sondern auch ein Engagement. Je nach Veranlagung der Stimme kann dies eine Partie in einer Opernproduktion am Staatstheater Mainz oder ein Engagement in einer Konzertproduktion mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz sein.

Karten für das Wettbewerbskonzert zu 24,95, 28,20 und 31,55 Euro sind unter anderem bei Frankfurt Ticket RheinMain in der Hugenottenhalle, z 069 1340400, erhältlich. Abonnenten der Hugenottenhalle erhalten nach Vorlage ihres Aboausweises Karten pauschal für zehn Euro.

VON HOLGER KLEMM

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