1. Startseite
  2. Region
  3. Neu-Isenburg

Neu-Isenburger Anreizprogramm noch nicht rege genutzt

Erstellt:

Von: Barbara Hoven

Kommentare

André Fries begleitet das Anreizprogramm zum Stadtumbau.
André Fries begleitet das Anreizprogramm zum Stadtumbau. © -privat

Es ist eines der zentralen Projekte zum Stadtumbau in Neu-Isenburg: Privatleute, deren Häuser an der Frankfurter Straße, der Fußgängerzone Bahnhofstraße und im Alten Ort liegen, können Geld für die Sanierung und Modernisierung ihrer Immobilie erhalten. Seit einigen Wochen können die Zuschüsse beantragt werden.

Neu-Isenburg - Wie berichtet, stehen für das Anreizprogramm für die Innenstadt, um das Stadtbild aufzuwerten und Neu-Isenburg schöner zu machen, insgesamt 1,8 Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Fördertopf zur Verfügung, jährlich sind es 150 000 Euro. Das Programm ist jedoch zum Start auf weniger Interesse gestoßen als gedacht, wie in der Magistratspressekonferenz zu erfahren ist. Nur wenige Interessenten kamen zu den ersten Informationssprechstunden, die André Fries vom Stadtumbaumanagement der NH-Projekt-Stadt im April im Haus zum Löwen angeboten hatte. Und der ein oder andere Hauseigentümer, der kam, hatte mit der Sanierung schon begonnen, da sei für ihn leider nichts mehr zu machen gewesen, berichtet Fries: „Denn die Sanierung darf noch nicht in der Umsetzung sein. Eine nachträgliche Förderung von Maßnahmen ist nicht möglich.“

André Fries, der auf Erfahrungen unter anderem aus Hanau verweisen kann, wo er ein ähnliches Projekt begleitet hat, will jetzt auch ein aufsuchendes Angebot ergänzen, um das Anreizprogramm bekannter zu machen. Denn am Ende des Tages gehe es für die Bürger um bares Geld – und gar nicht wenig: „Man spart am Ende im Grunde die Mehrwertsteuer“, sage er immer.

„Verschenken Sie kein Geld, sondern informieren Sie sich noch heute, ob Ihre Maßnahme gefördert werden kann. Wir helfen Ihnen, Fördermittel zu beantragen“, appelliert auch Bürgermeister Gene Hagelstein (SPD) an die Isenburger.

Jeder Hauseigentümer des Fördergebiets könne die Fördergelder beantragen, erläutert der Magistrat: „Gefördert werden im Rahmen einer umfassenden Sanierung beispielsweise die Fassadensanierung, die Erneuerung von Fenstern und Schaufensteranlagen, barrierefreie Zugänge, die Dachgestaltung, sowie Klimaanpassungsmaßnahmen.“ Entsprechende Projekte werden mit maximal 25 Prozent und bis 19 999 Euro unterstützt. Freiflächenmaßnahmen – wie die Entsiegelung und Begrünung von Höfen – werden mit bis zu 19 999 Euro gefördert.

Welche Maßnahme förderfähig ist und als Projekt anerkannt wird, richtet sich nach den Bedingungen der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung (RILISE) und der Richtlinie zum Anreizprogramm. Grundlage ist zudem das Gestaltungshandbuch der Stadt Neu-Isenburg, das am 29. März 2022 in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Über die Vergabe entscheidet der Magistrat.

Es könne natürlich sein, dass man ein Bürger diesen Gang durch die Gremien scheue, vermutet Fries. Aber da könne er beruhigen: Was nach ausführlicher gemeinsamer Vorbereitung schließlich als Antrag den Gremien vorgelegt werde, sei in der Regel in trockenen Tüchern.

„Mit dem Anreizprogramm wollen wir die Eigeninitiative privater Akteure unterstützen und durch Aufwertung der Fassaden und eine stärkere Begrünung die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt fördern“, hatte die Stadt zum Startschuss betont. Damit diene das Programm letztlich allen Neu-Isenburgern sowie Besuchern.

Das Förderprogramm gilt für die gesamte Laufzeit des Stadtumbaus. Im Fördertopf liegen 1,8 Millionen Euro, von denen 66 Prozent bezuschusst werden. Die restliche Summe steuert die Stadt bei.

Erster Stadtrat Stefan Schmitt hatte deshalb bereits im April darauf hingewiesen, dass es alles andere als selbstverständlich sei, dass eine Stadt private Projekte in dieser Form finanziell unterstützt.  hov

Kontakt und Infos

Immobilieneigentümer mit Interesse am Anreizprogramm können sich für Infos zur Antragsstellung an André Fries wenden und einen Beratungstermin unter z 069 678674-1421 oder 0151 11453232 vereinbaren oder an andre.fries@ nh-projektstadt.de eine Mail schreiben. Alle Infos zum Pogramm sind zudem unter stadtumbau.neu-isenburg.de zusammengestellt.

Auch interessant

Kommentare