Viel Arbeit für Umzugsunternehmen

Neu-Isenburger Sporthallen werden zu Wahllokalen

Es steckt viel Arbeit darin, wenn Sporthallen zu Wahllokalen werden: Detlef Besser (von links), Kail Nold und Valentino Nicola von der Firma Besser-Umzüge gestern Morgen beim Auslegen der Teppichware in der Geschwister-Scholl-Halle.
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Es steckt viel Arbeit darin, wenn Sporthallen zu Wahllokalen werden: Detlef Besser (von links), Kail Nold und Valentino Nicola von der Firma Besser-Umzüge gestern Morgen beim Auslegen der Teppichware in der Geschwister-Scholl-Halle.

Viel Arbeit gestern Vormittag für das Team von Besser-Umzüge: Zwei Tage hat das Neu-Isenburger Unternehmen Zeit, um die Rudolf-Seiferlein-Halle im Sportpark, die Buchenbusch- sowie die Geschwister-Scholl-Halle zu riesigen, corona-conformen Wahllokalen umzurüsten.

Neu-Isenburg - Am einfachsten geht das in der Seiferlein-Halle. „Hier brauchen wir keine großartige Bodenabdeckung zu machen, sondern nur die Laufwege auslegen und Wahlkabinen aufstellen“, erklärt René Illmer. Dennoch gibt es viel zu tun, denn alles was für die Umrüstung benötigt wird, muss erst einmal aus dem Depot geholt, auf die Laster verladen und zu den Hallen transportiert werden.

Richtig schwer schleppen muss das Team in der Scholl-Halle, denn der gesamte Boden muss dort mit Auslegeware abgedeckt werden. „Hier müssen wir vor allem auf eine nahtlose Verbindung aller Bahnen achten, damit es keine Stolperfallen gibt“, sagt Detlef Besser. In dieser wie in allen Hallen werden dann Laufwege und Abstände markiert, was recht aufwendig ist. Den ganzen Freitag nutzte das Besser-Team für die vorbereitenden Arbeiten, heute werden dann alle Markierungen aufgebracht und noch einmal überprüft.

Völlig sein Gesicht verändert hat auch der Plenarsaal im Rathaus. Den hat die Stadt zum riesigen Wahlbüro mit Arbeitsplätzen mit Abstand umfunktioniert. Für viele Bürger war dieser Saal sonst nach dem Schließen der Wahllokale abends immer ein Treffpunkt, um die Ergebnisse der Kommunalwahl gemeinsam mit den Politikern zu erwarten und zu diskutieren. Wegen der Pandemie muss auf diese Tradition jedoch diesmal verzichtet werden – auf die Ergebnisse jedoch nicht. Die (Trend-)Wahlergebnisse für Stadtparlament und Ortsbeiräte können live über die Homepage der Stadt verfolgt werden.

Trends deshalb, weil im ersten Schritt nur die Wahlzettel mit Listenkreuz ausgewertet werden. Alle anderen folgen ab Montag. Da sie hauptsächlich von Mitarbeitern der Stadtverwaltung ausgezählt werden, bleibt das Rathaus vom 15. März bis voraussichtlich 17. März zu. Das Bürgeramt und der Fachbereich Sicherheit und Ordnung sind zu den üblichen Öffnungszeiten telefonisch erreichbar, fürs Standesamt richtet die Stadt einen Notdienst ein – über die städtische Telefonzentrale. Mit einem vorläufigen Endergebnis rechnet Wahlleiter Thomas Peters bis Mittwoch.

Der Briefwahl-Boom ist erwartungsgemäß auch in Neu-Isenburg zu verzeichnen. Von 27  734 Wahlberechtigten, darunter 564 Erstwähler, wurden laut Stadt bis gestern Morgen 7 779 Briefwahlunterlagen beantragt. Bei der letzten Kommunalwahl 2016 wurden insgesamt 3 129 Wahlscheine ausgestellt und 2 787 Briefwahlunterlagen eingereicht. Die Frist für die Beantragung der Briefwahl lief gestern aus. Aber: Kann ein Wahlberechtigter wegen nachgewiesener plötzlicher Erkrankung den Wahlraum nicht aufsuchen, kann ein Wahlschein auch noch bis zum Sonntag, 15 Uhr, beantragt werden. Gleiches gilt, wenn ein bereits beantragter Schein nicht zugegangen ist.

Für diejenigen, die ihr Kreuzchen morgen vor Ort im Wahllokal machen, gilt: Natürlich sollten dabei die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie sie allgemein für das öffentliche Leben gelten. Also gut Hände waschen vor und nach dem Wahlgang und zu anderen Menschen Abstand halten. Die Stadt hat ein entsprechendes Hygienekonzept ausgearbeitet. Dazu gehört, dass alle Wahlhelfer ein Corona-Test-Angebot erhalten haben: Sie können sich am heutigen Samstag kostenlos testen lassen.

In den Wahllokalen gilt Maskenpflicht. Und die Wähler sollen möglichst eigene Stifte nutzen. Bei Bedarf werden aber auch Einmalkugelschreiber zur Verfügung gestellt.  (lfp/hov)

Aus der Buchenbusch-Halle der Siedler machen indes Benedikt Schilling (von links), Steven Perterson und Baris Güven ein großes Wahllokal.

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