Auf ehemaligem Druckerei-Gelände

Neue Erstaufnahmeeinrichtung für 700 Flüchtlinge

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Hier sollen demnächst bis zu 700 Flüchtlinge leben.

Neu-Isenburg - Rund 700 Flüchtlinge werden demnächst in einer neuen Erstaufnahmeeinrichtung in Neu-Isenburg untergebracht. Das Land Hessen sorgt für den Betrieb der Einrichtung und dafür, dass die notwendige Ausstattung geliefert wird.

Auf Grund der hohen und weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen soll im Kreis Offenbach eine weitere Flüchtlingsunterkunft zur Entlastung der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen werden. Auf dem ehemaligen Gelände der Frankfurter Rundschau werden Teile der Hallen der ehemaligen Druckerei genutzt, um bis zu 700 Flüchtlinge unterzubringen. Der Standort wurde bereits laut Pressemitteilung der Stadt Neu-Isenburg überprüft. Das ehemalige Druckereigebäude ist unter anderem mit ausreichend Sanitäreinrichtungen ausgestattet, so dass es sich aus Sicht des Hessischen Innen- und Sozialministeriums, das anderswo auf Zelte setzen muss, besonders gut zur Unterbringung von Flüchtlingen eignet. „Ich bin dem Kreis Offenbach dankbar für diese Möglichkeit und auch dafür, dass wir hier nun kurzfristig Flüchtlingen ein echtes Dach über dem Kopf werden bieten können. Denn Zelte, die wir andernorts einsetzen, sollten immer nur eine Übergangslösung sein“, so der zuständige Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner.

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Da die Situation auch für die Isenburger Bürger neu ist, bietet die Stadt ab Montag (9.) ein Infotelefon an. Während der üblichen Dienstzeiten im Rathaus kann, wer Fragen, Anregungen oder Hilfsangebote hat, die 06102/241509 wählen oder eine E-Mail schicken an fluechtlinge@stadt-neu-isenburg.de. Auch eine Bürgerversammlung ist in Planung, der genaue Termin steht noch nicht fest.

Das Land Hessen sorgt für den Betrieb der Einrichtung und dafür, dass die notwendige Ausstattung geliefert wird. Die Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen werden sich bereits in den nächsten Tagen darum kümmern, die Räume einzurichten. Anfang der kommenden Woche werden die ersten Flüchtlinge erwartet. „Wir werden alle verfügbaren Kräfte mobilisieren, um die große Zahl der Flüchtlinge vorübergehend bei uns aufnehmen zu können“, erklärt Bürgermeister Herbert Hunkel. „Nachdem wir bereits in der Vergangenheit so viel Unterstützung seitens der Bevölkerung erfahren haben, hoffe ich, dass wir darauf weiter bauen dürfen und können.“ Aktuell wird vor allem noch Hilfe von Honorarärzten gebraucht, die sich an der Durchführung der Erstuntersuchungen beteiligen. „Dazu gehört aber ebenso die Solidarität der übrigen zwölf kreisangehörigen Kommunen, die jetzt mehr Flüchtlinge aufnehmen müssen, weil wir vor dem Hintergrund der Ersteinrichtung seitens des Kreises keine Zuweisungen mehr an Neu-Isenburg vornehmen werden“, erklären Landrat Oliver Quilling und Kreisbeigeordneter Carsten Müller.

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dr

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