Sonderausstellung im Bürgerhaus Zeppelinheim berichtet über moderne Luftschiffe

Neue Generation der Zeppeline

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Jessica Siebeneich, Verwalterin des Zeppelin Museums, vor dem Modell eines modernen Zeppelin NT.

Neu-Isenburg - (es) In Zeppelinheim wird es wohl nie landen, das neueste Fluggerät aus Friedrichshafen, der „Zeppelin NT“. Aber Teile des rund 75 Meter großen Luftschiffes, das zwölf Passagieren Platz bietet, sind ab morgen in der Sonderausstellung „Zeppelin NT“ im Bürgerhaus zu sehen.

„Es wird Zeit, eine neue Generation der Zeppeline vorzustellen“, sagte Kulturdezernent Theo Wershoven bei der Präsentation der Ausstellung. „Während im Museum die älteren Luftschiffe zu bestaunen sind, kommen hier oben die modernen zur Geltung.“

Die Ausstellung ist freitags von 13 bis 17, samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen können unter 069-69595978 Termine ausmachen.

Ein Andockkopf, Modelle des Luftschiffes, Fotos von der Entstehung und das Heck der maßstabsgetreuen und flugfähigen Vorläuferversion des Prototyps sind nur einige der Exponate. Die Schau dauert bis Sonntag, 12. Juli, und wird morgen um 19 Uhr mit einem Vortrag von Wolfgang von Zeppelin, ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH (ZLT), eröffnet.

„Wir zeigen die erste Bauphase, die Konzepte, die Technik, das Material sowie die Tragbrücken aus Aluminium und Kohlefaser“, erklärte Jessica Siebeneich, Verwalterin des Zeppelin-Museums. Dabei ist die Ausstellung in einen technischen und einen historischen Abschnitt geteilt.

Schließlich entstand bereits in den 80er Jahren die Idee, die etwa 1940 zu Ende gegangene Ära der Luftschiffe wieder aufleben zu lassen. Nach Machbarkeitsstudien und Tests hob 1997 das halbstarre Luftschiff Zeppelin NT ab. NT steht dabei für Neue Technologie.

Insgesamt wurden aber nur vier Exemplare gebaut - eines ist in Japan im Einsatz, ein weiteres in San Franzisco, das dritte fliegt über Friedrichshafen. „Der Prototyp ist nicht mehr im Einsatz, er wurde in Südafrika bei der Diamantensuche eingesetzt“,weiß Jessica Siebeneich, die seit Januar daran arbeitete, die Schau nach Zeppelinheim zu bringen.

Ein Begleitprogramm rundet die Ausstellung ab. So gibt es unter anderem Bastelaktionen für Kinder, die Eintrittskarte ist gleichzeitig ein Los für einen Flug mit dem Zeppelin über den Bodensse. Und es stehen zwei Vorträge von Experten auf dem Programm: Am Montag, 1. Juni, spricht Johannes Eißing von der Abteilung Flugphysik, Berechung und Simulation zum Thema „Flugphysik für Einsteiger“ und am Samstag, 27. Juni, berichtet Dietmar Blasius (Leiter Vertrieb Sonderprojekte) von den Missionen und Spezialeinsätzen des Zepplins. Beide Veranstaltungen beginnen um 15 Uhr.

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