Richtfest für die „Isenburger Gärten“

Neun gefragte Häuserzeilen

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Neun solcher Häuserzeilen ergeben die insgesamt 57 Reihenhäuser der „Isenburger Gärten“.

Neu-Isenburg - Einer der Kräne über den „Isenburger Gärten“ hat am Montagabend eine Spezialaufgabe: Er dient als Richtkranz-Halter. Und signalisiert damit weithin sichtbar, dass es an dieser Großbaustelle im Birkengewann (wieder) vorwärts geht.

Das Interesse an den insgesamt 57 Reihenhäusern sei groß, viele schon verkauft, ist beim Richtfest zu erfahren.
In einem Pavillon neben der vordersten Rohbau-Reihe haben die Verantwortlichen üppig angerichtet. Und neben den bei solchen Terminen obligatorischen Offiziellen sind es vor allem auch schon diverse Käufer – darunter viele junge Familien – die der Einladung zum Richtfest für die „Isenburger Gärten“ gefolgt sind. Um die künftigen Nachbarn kennenzulernen, sich zu beschnuppern – „und Sie haben heute die Gelegenheit, mal in das Wohnzimmer des Nachbarn zu gucken“, merkt Christian Wedler, Geschäftsführer der GWH Bauprojekte GmbH, in seiner Rede augenzwinkernd an.

Wie berichtet, sind die „Isenburger Gärten“ ein Kooperationsprojekt des Unternehmens GWH, das zur Helaba-Immobiliengruppe gehört, und Neu-Isenburgs städtischer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau. Entlang der nagelneuen Anny-Schlemm- und Wilhelm-Leuschner-Straße im Neubaugebiet Birkengewann entstehen insgesamt 57 Reihenhäuser, von denen die Gewobau 24 errichtet und die GWH 33. Deren Vermarktung laufe gut, berichtet Wedler: „Je 70 Prozent sind schon verkauft von beiden Gesellschaften.“

Die vom Büro Karl Dudler Architekten in insgesamt neun Zeilen geplanten, voll unterkellerten 150-Quadratmeter-Reihenhäuser werden alle mit bodentiefen Fenstern, Fußbodenheizung und teil-verklinkerten Fassaden hochgezogen. Zu jedem gehören zwei Stellplätze. Das Investitionsvolumen liege bei knapp 30 Millionen Euro, berichtet die GWH. Im Frühsommer 2019 soll dieses Projekt abgeschlossen sein. Die nächste Kooperation von Gewobau und GWH ist aber schon in Planung: Gemeinsam wollen die Unternehmen in einem nächsten Bauabschnitt insgesamt 74 Eigentumswohnungen hochziehen.

Ein eigenes Haus sei schon lange ihr Wunsch gewesen, erzählen Laura und Peter Rutkowski, die mit Töchterchen Nika zum Richtfest gekommen sind. „Wir haben uns ein Eckhaus sichern können, da hat noch etwas mehr freie Sicht“, meint Peter Rutkowski. Insbesondere die „Lebensinfrastruktur“, wie gute Verkehrsanbindung, der Kindergarten nebenan sowie die nahen Einkaufsmöglichkeiten – ein Lidl wird bekanntlich ebenfalls im Birkengewann gebaut – seien entscheidende Gründe für den Kauf gewesen. Eine andere junge Familie, die derzeit in einer Mietwohnung im Frankfurter Europaviertel wohnt, setzt auf die S-Bahn-Verbindung (RTW) und freut sich, bald auf der Terrasse grillen zu können – dies war der besondere Wunsch des Söhnchens.

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Gemeinsam mit Arbeitern und Offiziellen folgen die Käufer am Montagabend dem Festreigen. Genau wie der zweite Redner, Architekt Karl Dudler, hält GWH-Geschäftsführer Wedler sich kurz; und Gewobau-Geschäftsführer Stephan Burbach bleibt der Feier krankheitsbedingt fern.

Folglich geht der Blick der Gäste schnell gen Rohbau, damit Ibrahim Ceyahir den Richtspruch halten kann. Auf dem Dach stehend, richtet der Bauleiter das Wort auch an diejenigen, die „ihren Traum vom Haus realisiert haben“, und wünscht ihnen, das neue Domizil möge „Heim, Zuflucht und Hort“ und Geborgenheit schenken, bevor er nach guter Tradition ein Glas zerbrechen lässt. Das jedoch weigert sich zunächst; erst beim dritten Versuch endet es schließlich als Scherbenhaufen.

Dass vor einem – sprichwörtlichen – solchen vor einigen Wochen zeitweise die 18 rumänischen Arbeiter standen, die durch kriminelles Handeln eines Subunternehmers um Teile ihres Lohns geprellt wurden, findet beim Richtfest hingegen keine Erwähnung mehr – zumindest nicht in den offiziellen Grußworten. Wie berichtet, haben die Rumänen inzwischen Geld erhalten, doch damit ist das Thema für die Stadt nicht vom Tisch: Auf Initiative von Bürgermeister Herbert Hunkel gab es Gespräche, um Lösungen zu suchen, wie diese Probleme künftig vermieden werden können. (hov / lfp)

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