Gewerbesteuer

Sprudelnde Geldquelle: Noch eine Million mehr

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Neu-Isenburg - Die Stadt rechnet damit, dass die Gewerbesteuer in diesem Jahr noch mindestens eine Million Euro mehr in die Kassen spült als die ursprünglich veranschlagten 56 Millionen.

Dies ist nur eine der greifbaren Botschaften aus dem zweiten Nachtragshaushalt zum Doppeletat für 2014/2015, den Bürgermeister und Kämmerer Herbert Hunkel (parteilos) nun vorgestellt hat. Grund für den Nachtrag sind also nicht – wie in den meisten Fällen – unvorhergesehene negative Entwicklungen; sondern etliche Verschiebungen im laufenden Etat. Die für dieses Jahr genehmigten Zahlen werden quasi im Nachhinein an die reale Entwicklung angepasst. Rechnet man alle Veränderungen gegeneinander auf, ergibt sich unterm Strich sogar eine Verbesserung des Jahresergebnisses: Der Ergebnishaushalt verbessert sich in 2014 um 52.047 Euro und in 2015 um 117.689 Euro.

Das Ergebnis im Haushalt 2014 und 2015 verändert sich hauptsächlich durch besagte Mehreinnahmen bei der Gewerbe- und auch der Einkommenssteuer. Dem gegenüber stehen aber auch höhere Ausgaben bei den Personalkosten, bei der Kompensations- und Gewerbesteuerumlage zu verzeichnen, ebenso höhere Kreis- und Schulumlagen. Im Finanzhaushalt verzeichnet der Kämmerer in 2014 eine Verbesserung von 987.7421 Euro und 2015 von 950.000 Euro. Die Kreditaufnahmen verringern sich in 2014 von rund 2,4 Millionen auf 1,4 Millionen und 2015 von knapp drei auf gut zwei Millionen.

Neu berücksichtigt werden müssen im Nachtrag zum Beispiel die Aufwendungen für die Sanierung der Kita Schillerstraße. 495.000 Euro sollen in die Sanierung des im Besitz der Stadt befindlichen Hauses mit Baujahr 1967 fließen, das 1980 erweitert wurde. Beim Thema Kita ergänzt Hunkel zudem, es sei geplant, das von den Toddlers genutzte Haus an der Hugenottenallee 63 der Johannesgemeinde zu geben, wenn die Toddlers in den Neubau an der Alicestraße gezogen sind. 162.000 Euro sind veranschlagt, um dort die Außenanlage zu gestalten. „Allerdings können wohl 75.000 Euro gespart werden durch Eigenleistung von DLB-Mitarbeitern“, hebt Hunkel hervor.

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Mit 40.000 Euro schlägt der dritte Bauabschnitt zur Erweiterung der Stadtbibliothek zu Buche, auch der Umbau des Bildungszentrums Gravenbruch taucht im Nachtrag auf, den die Stadtverordneten im November absegnen sollen. Sieht also alles ganz gut aus. Zur Erinnerung: Der erste Nachtrag war bereits im Februar nötig geworden, kaum das die Tinte unterm Usprungsetat trocken war – wegen der Mehrkosten von drei Millionen für die Hallenbadsanierung.

hov

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